{"id":78818,"date":"2013-01-25T11:54:29","date_gmt":"2013-01-25T10:54:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=78818"},"modified":"2013-01-25T11:54:29","modified_gmt":"2013-01-25T10:54:29","slug":"telekom-will-infrastrukturwettbewerb-fur-schnelles-internet-in-deutschland-ausbremsen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/telekom-will-infrastrukturwettbewerb-fur-schnelles-internet-in-deutschland-ausbremsen-2\/","title":{"rendered":"Telekom will Infrastrukturwettbewerb f\u00fcr schnelles Internet in Deutschland ausbremsen"},"content":{"rendered":"<p>Bonner Ex-Monopolist beantragt bei der Bundesnetzagentur drastische Preiserh\u00f6hung f\u00fcr die Anmietung der letzten Meile.\u00a0 Bonn, 23. Januar 2013: Nach dem kurz vor Weihnachten eingereichten Antrag zur monopolistischen Nutzung der Vectoring-Technologie setzt die Deutsche Telekom jetzt noch einen oben drauf: Sie reichte gestern bei der Bundesnetzagentur den Antrag ein, die Miete f\u00fcr die \u201eletzte Meile\u201c, die sogenannte Teilnehmeranschlussleitung (TAL),\u00a0 um fast 25 Prozent anzuheben. <!--more-->Die TAL ist das wichtigste Vorleistungsprodukt f\u00fcr die Wettbewerber der Telekom, um Highspeed-Internet f\u00fcr Privat- und Gesch\u00e4ftskunden auf eigenen Netzen anbieten zu k\u00f6nnen. In Deutschland werden bereits rund 10 Millionen Telefon- und Breitbandanschl\u00fcsse der Wettbewerber mithilfe der TAL realisiert, davon allein \u00fcber 6,5 Millionen von BREKO-Unternehmen. \u201eUnsere Mitgliedsunternehmen setzen alles daran, die sehr teuren Hochleistungsnetze schnellstm\u00f6glich auszubauen \u2013 vor allem in den l\u00e4ndlichen Regionen. Und nun versucht der Bonner Konzern erneut, uns mit \u00fcberzogenen Mietpreisen f\u00fcr die letzte Meile daran zu hindern\u201c, sagt Ralf Kleint, Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem Antrag fordert die Telekom eine Anhebung der Monatsmiete f\u00fcr die TAL vom Hauptverteiler (Hvt) auf 14,72 Euro brutto (12,37 Euro netto) und f\u00fcr die k\u00fcrzere TAL vom Kabelverzweiger (KVz) auf 10,47 Euro brutto (8,80 Euro netto) &#8211; jeweils pro Kunde. \u201eDa gehen bei weiter sinkenden Endkundenpreisen alle Investitionsanreize f\u00fcr die Wettbewerber verloren&#8220;, macht Kleint weiter deutlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDer Preis f\u00fcr die letzte Meile hat einen enormen Einfluss darauf, wie wirtschaftlich der Breitbandausbau realisiert werden kann. Mit der Mieterh\u00f6hung \u00f6ffnet die Deutsche Telekom erneut die B\u00fcchse der Pandora:\u00a0 durch die beantragte Erh\u00f6hung m\u00fcssten die Wettbewerber k\u00fcnftig eine viertel Milliarde Euro mehr pro Jahr an die Telekom \u00fcberweisen und das bei gleicher Leistung und seit Jahren miserabler Bereitstellungsqualit\u00e4t. Und genau dieses Geld fehlt den alternativen Carriern dann f\u00fcr den dringend erforderlichen Glasfaserausbau, gerade in l\u00e4ndlichen Regionen&#8220;, betont Dr. Stephan Albers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BREKO, und erg\u00e4nzt: \u201eDer Infrastrukturwettbewerb in Deutschland ist damit massiv gef\u00e4hrdet\u201c.\u00a0 Der BREKO verweist dabei auf ein Gutachten, wonach die TAL-Preise nach den Vorgaben des Telekommunikationsgesetzes (TKG) nicht erh\u00f6ht, sondern\u00a0 deutlich gesenkt werden m\u00fcssten &#8211; n\u00e4mlich f\u00fcr die KVz-TAL auf 4,24 Euro und f\u00fcr die Hvt-TAL auf 6,94 Euro monatlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der BREKO wird sich an dem Regulierungsverfahren beteiligen und sich vehement f\u00fcr eine Absenkung der TAL-Preise einsetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den BREKO:<\/strong><\/p>\n<p>Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.\u00a0V. (BREKO) repr\u00e4sentiert den Gro\u00dfteil der Festnetzwettbewerber der Telekom Deutschland. Unsere Mitglieder vermarkten ihre Produkte vor allem auf Basis eigener Infrastruktur in Kombination mit dem entb\u00fcndelten Teilnehmeranschluss (TAL) der Telekom Deutschland; vermehrt bieten sie aber auch eigene hochleistungsf\u00e4hige Glasfaseranschl\u00fcsse direkt zum Kunden (FTTH\/B) an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1999 tritt der BREKO erfolgreich f\u00fcr den Infrastrukturwettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Die \u00fcber 130 BREKO-Unternehmen, darunter City- und Regionalcarrier sowie Stadtwerke versorgen sowohl Ballungsr\u00e4ume als auch l\u00e4ndliche Gebiete, die \u201ewei\u00dfen Flecken\u201c, mit hochleistungsf\u00e4higen Glasfaseranschl\u00fcssen. Dazu haben sie im Jahre 2011 rund 1,5 Mrd. Euro investiert und dabei einen Umsatz in H\u00f6he von etwa 7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit leisten die BREKO-Unternehmen einen ma\u00dfgeblichen Beitrag zum fl\u00e4chendecken Glasfaserausbau sowie zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung. Auch weiterhin sind die BREKO-Unternehmen zu Investitionen bereit. Vor diesem Hintergrund tritt der BREKO f\u00fcr verl\u00e4ssliche gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen ein, dazu geh\u00f6ren beispielsweise eine angemessene Regulierung von Vorleistungen und eine einheitliche Regulierung im gesamten Bundesgebiet. Der BREKO ist zudem ma\u00dfgeblich an der Entwicklung von Open Access-Gesch\u00e4ftsmodellen beteiligt, bei denen die unternehmerische Freiheit bei der Ausgestaltung einer diskriminierungsfreien Zugangsgew\u00e4hrung an Dritte im Vordergrund steht.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie unter <a title=\"blocked::http:\/\/www.brekoverband.de\/\" href=\"http:\/\/www.brekoverband.de\">www.brekoverband.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonner Ex-Monopolist beantragt bei der Bundesnetzagentur drastische Preiserh\u00f6hung f\u00fcr die Anmietung der letzten Meile.\u00a0 Bonn, 23. 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