{"id":79085,"date":"2013-01-28T16:41:25","date_gmt":"2013-01-28T15:41:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=79085"},"modified":"2013-01-28T16:48:02","modified_gmt":"2013-01-28T15:48:02","slug":"turkei-polizei-verhindert-mord-an-pastor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/turkei-polizei-verhindert-mord-an-pastor\/","title":{"rendered":"T\u00fcrkei: Polizei verhindert Mord an christlichen Pastor"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/mailings.od.org\/images\/odde\/Nachrichten_Kopfbalken_1.jpg\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"98\" \/><\/p>\n<p>Verd\u00e4chtige erschlichen sich Gemeindemitgliedschaft &#8211; KELKHEIM, 27. Januar 2013 (World Watch Monitor) \u2013 T\u00fcrkische Polizeibeh\u00f6rden haben nach eigenen Angaben ein Mordkomplott gegen den christlichen Pastor Emre Karaali in Izmit aufgedeckt. Sie verhafteten am 15. Januar 14 verd\u00e4chtige Personen, unter ihnen Mitglieder der von Karaali betreuten Gemeinde. Offenbar hatten diese Interesse am christlichen Glauben vorget\u00e4uscht, um den Pastor aussp\u00e4hen zu k\u00f6nnen.<!--more--><strong>Regelm\u00e4\u00dfige Kirchg\u00e4nger als Spione<\/strong>&#8220; &#8211; Zwei der Festgenommenen waren offizielle Gemeindemitglieder, sie waren f\u00fcr uns wie Familienmitglieder. Einer von ihnen hat sich sogar im vergangenen Juli taufen lassen&#8220;, erkl\u00e4rte der best\u00fcrzte Pastor. Andere h\u00e4tten gelegentlich an Gottesdiensten teilgenommen. Unter den Verd\u00e4chtigten befinden sich auch drei Frauen. &#8222;Sie haben unsere Gemeinde infiltriert, um Informationen \u00fcber mich, meine Familie und die Gemeinde zu sammeln.&#8220; Der 33-j\u00e4hrige Karaali ist t\u00fcrkischer Staatsb\u00fcrger und ehemaliger Moslem.<\/p>\n<p>Berichten t\u00fcrkischer Medien zufolge planten die Verschw\u00f6rer, Karaali w\u00e4hrend einer geplanten evangelistischen Veranstaltungsreihe nur wenige Tage nach der Verhaftung umzubringen. &#8222;Die Festnahme geschah buchst\u00e4blich in letzter Minute&#8220;, bewertet Hakan Tastan die dramatische Entwicklung. Der Christ aus Istanbul besuchte vergangene Woche Izmit.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcndliche Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Die 14 Festgenommen hatten im Zuge ihrer Informationssammlung unter anderem Kopien pers\u00f6nlicher Dokumente angefertigt, Karten von der Kirche und dem Haus der Pastors gezeichnet sowie Personen fotografiert, die zum Predigen nach Izmit gekommen waren. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei Medienberichten zufolge auch zwei Waffen. Die Anti-Terror Einheit der Polizei von Izmit entschloss sich zum Zugriff, als sie Informationen \u00fcber die Ankunft eines Besuchers aus dem ostt\u00fcrkischen Diyarbakir erhielt. Der Mann war offenbar mit der Durchf\u00fchrung des Mordes beauftragt worden. Aufgrund der laufenden Ermittlungen war von der Polizei zun\u00e4chst keine Stellungnahme zu erhalten. Karaali erkl\u00e4rte, er habe von der Bedrohung erst aus der Zeitung am Morgen nach den Verhaftungen erfahren. Noch am selben Tag habe ihn die Polizei einbestellt und ihn w\u00e4hrend der f\u00fcnfst\u00fcndigen Unterredung sowohl befragt als auch \u00fcber die Geschehnisse informiert.<\/p>\n<p>Seine Behandlung durch die Beamten sei au\u00dfergew\u00f6hnlich gut gewesen. Er stand mit den Beh\u00f6rden in Kontakt, seit er sie im Januar 2012 \u00fcber eine gegen ihn ergangene Morddrohung informiert hatte. Damals hatte er den ihm angebotenen Personenschutz abgelehnt, war aber zusammen mit seiner Frau und ihren zwei kleinen Kindern in eine besser gesicherte Wohnung umgezogen. Im Sommer hatte es eine weitere Drohung gegeben. &#8222;Sie sagten zu mir \u201aDu redest zu viel. Wir h\u00f6ren deine Stimme \u00fcberall und wir werden dir den Sch\u00e4del einschlagen&#8216;. Sie drohten mir, wenn ich nicht still sei, w\u00fcrde es schlimm werden.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Feindseliges Klima<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt Izmit liegt etwa 150 km \u00f6stlich von Istanbul im Zentrum einer gro\u00dfen Industrieregion mit \u00fcber einer Million Einwohnern und geriet 1999 in die Schlagzeilen, als ein gro\u00dfes Erdbeben dort gro\u00dfe Zerst\u00f6rung anrichtete. Die christliche Gemeinde existiert seit 13 Jahren und besteht etwa aus 20 Mitgliedern, alle einheimische T\u00fcrken. Karaali und seine Frau leiten die Gemeinde seit vier Jahren in einem schwierigen Umfeld: &#8222;In Izmit gibt es eine Menge radikaler Gruppen, die uns anfeinden und das Leben schwer machen. Viele Menschen beobachten uns argw\u00f6hnisch. Wir erkl\u00e4ren ihnen, worum es beim christlichen Glauben geht. So kommen durchaus auch Besucher, die uns wohlwollend begegnen, aber andere kommen voller Hass.&#8220; Schon Karaalis deutscher Vorg\u00e4nger, Wolfgang H\u00e4de, hatte Morddrohungen erhalten und nach dem Mord an drei Christen im ostt\u00fcrkischen Malatya im Jahr 2007 f\u00fcr \u00fcber ein Jahr unter Polizeischutz gestanden.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Unsere Zuversicht ist ungebrochen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Karaali bekr\u00e4ftigte unterdessen, er wolle weiterhin Pastor der kleinen Kirche bleiben. &#8222;Wir glauben, Gott hat hier noch Arbeit f\u00fcr uns. Unsere Zuversicht ist ungebrochen, weil wir sehen, dass unser Herr mit uns ist, denn er hat diesen Anschlag verhindert. Wir werden ihm weiter folgen, wir machen weiter!&#8220; Im Jahr 2012 stand die T\u00fcrkei auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors an 31. Stelle unter den 50 L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten verfolgt werden. Auf der aktuellen Liste wird das Land nicht aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#eeeeee\">\n<td width=\"368\">\u00dcber Open Doors<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#eeeeee\">\n<td align=\"center\" valign=\"center\">Sch\u00e4tzungsweise 100 Millionen Christen werden weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Open Doors ist ein \u00fcberkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit \u00fcber 50 Jahren in mehr als 50 L\u00e4ndern verfolgte Christen unterst\u00fctzt mit Bibeln und christlicher Literatur sowie Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich f\u00fcr Gefangene und unterst\u00fctzt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten \u00d6ffentlichkeitsarbeit (&#8222;Sprachrohrdienst&#8220;) informiert das Werk in Publikationen und mit Vortr\u00e4gen \u00fcber Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe f\u00fcr verfolgte Christen auf. Jedes Jahr ver\u00f6ffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste von L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten verfolgt werden. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk tr\u00e4gt das Spendenpr\u00fcfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verd\u00e4chtige erschlichen sich Gemeindemitgliedschaft &#8211; KELKHEIM, 27. 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