{"id":8033,"date":"2009-03-03T10:51:25","date_gmt":"2009-03-03T10:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=7933"},"modified":"2009-03-03T10:51:25","modified_gmt":"2009-03-03T10:51:25","slug":"nabustudie_mllverbrennung_wchst_unkontrolliert__tschimpke_deutschland_droht_zum_hauptmllimportland_mitteleuropas_zu_werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nabustudie_mllverbrennung_wchst_unkontrolliert__tschimpke_deutschland_droht_zum_hauptmllimportland_mitteleuropas_zu_werden\/","title":{"rendered":"NABU-Studie: M\u00fcllverbrennung w\u00e4chst unkontrolliert &#8211; Tschimpke: Deutschland droht zum Hauptm\u00fcllimportland Mitteleuropas zu werden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"NABU\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/NABU.gif\" alt=\"NABU\" \/><br \/>\nBerlin &#8211; Deutschland verbrennt schon heute mehr M\u00fcll als \u00fcberhaupt im Inland anf\u00e4llt. Weil zu viele M\u00fcllverbrennungsanlagen existieren, drohen jetzt massive Importe aus dem Ausland und weniger Recycling. Bis zum Jahr 2020 k\u00f6nnen diese \u00dcberkapazit\u00e4ten auf bis zu 8,6 Millionen Tonnen im Jahr anwachsen. In den kommenden Jahren sind 28 Neuanlagen sowie der Ausbau sechs weiterer Anlagen mit einer Gesamtkapazit\u00e4t von 5,5 Millionen Tonnen geplant. Zu diesen Ergebnissen kommt eine heute in Berlin vorgelegte Studie des NABU, die von der Prognos AG erstellt wurde. <!--more-->Unter M\u00fcllverbrennung versteht der NABU sowohl die thermische Abfallbeseitigung als auch die Verbrennung von sortiertem Abfall in den seit 2005 gebauten Ersatzbrennstoffkraftwerken.<br \/>\n&#8222;Bereits heute werden netto etwa zwei Millionen Tonnen Abfall nach Deutschland importiert. Diese Menge entspricht der Kapazit\u00e4t von vier gro\u00dfen M\u00fcllverbrennungsanlagen oder einem mit M\u00fcll beladenen G\u00fcterzug von 1000 Kilometern L\u00e4nge. Werden die geplanten Anlagen gebaut, droht Deutschland zum Hauptm\u00fcllimportland, um nicht zu sagen zur M\u00fcllverbrennungsanlage Mitteleuropas zu werden&#8220;, sagte NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke.<br \/>\n&#8222;Deutschland kann vor allem das Recycling und die Bioabfallverwertung ohne Probleme noch erh\u00f6hen. Das verlangen auch die Vorgaben aus der neuen EU-Abfallrahmenrichtlinie. Dann f\u00e4llt aber noch weniger Abfall zur Verbrennung an. An dieser Stelle ist die Politik gefordert, das Dilemma aufzul\u00f6sen&#8220;, erkl\u00e4rte Holger Alwast, Marktfeldleiter Abfall und Sekund\u00e4rrohstoffe bei Prognos.<br \/>\nDie Prognos AG hat im Auftrag des NABU das Wachstum der M\u00fcllverbrennungskapazit\u00e4ten in verschiedenen Szenarien dem Abfallaufkommen bis zum Jahr 2020 gegen\u00fcbergestellt. Danach wird die in Deutschland j\u00e4hrlich zur Verbrennung anfallende M\u00fcllmenge im Jahr 2020 zwischen 25 und 27 Millionen Tonnen betragen. Um alle Anlagen wirtschaftlich auszulasten, m\u00fcssten j\u00e4hrlich zwischen 31 und 33 Millionen Tonnen verbrannt werden. &#8222;Die Entsorgungsbranche wird Wege finden, genug Brennstoff aus dem Ausland f\u00fcr ihre Anlagen einzukaufen, um diese Auslastungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen. Hier kommt ein nicht zu untersch\u00e4tzendes neues M\u00fcllproblem auf uns zu&#8220;, so Tschimpke.<br \/>\nAngesichts der Ergebnisse der Studie sowie der anstehenden Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes fordert der NABU die Bundespolitik auf, jetzt die Weichen zu stellen &#8211; f\u00fcr mehr Recycling und weniger M\u00fcllverbrennung. Zumal das Recycling nach EU-Angaben zwischen f\u00fcnf und sieben mal mehr Arbeitspl\u00e4tze schafft als die Abfallverbrennung. Ein weiterer Schritt ist die Wiedereinf\u00fchrung des N\u00e4heprinzips, damit auch tats\u00e4chlich nur der M\u00fcll behandelt wird, der vor Ort anf\u00e4llt.<br \/>\n&#8222;Wir fordern ein sofortiges Moratorium f\u00fcr den Neubau und die Erneuerung der \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnlosen M\u00fcllverbrennungsanlagen. Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft hei\u00dft, M\u00fcll zu vermeiden sowie die enthaltenen Rohstoffe zu nutzen und nicht schonungslos zu verfeuern. Anstatt auf ressourcenvernichtende Verbrennungsanlagen zu setzen, fordern wir neue Recyclinganlagen, die das Klima weniger belasten&#8220;, so NABU-Pr\u00e4sident Tschimpke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin &#8211; Deutschland verbrennt schon heute mehr M\u00fcll als \u00fcberhaupt im Inland anf\u00e4llt. 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