{"id":80964,"date":"2013-02-21T19:53:53","date_gmt":"2013-02-21T18:53:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=80964"},"modified":"2013-02-21T19:53:53","modified_gmt":"2013-02-21T18:53:53","slug":"piraten-fordern-tiefgreifende-uberarbeitung-des-bundestagswahlrechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/piraten-fordern-tiefgreifende-uberarbeitung-des-bundestagswahlrechts\/","title":{"rendered":"PIRATEN fordern tiefgreifende \u00dcberarbeitung des Bundestagswahlrechts"},"content":{"rendered":"<div id=\"magicdomid441\">Der Deutsche Bundestag hat heute \u00c4nderungen des Bundeswahlrechts beschlossen. Dazu erkl\u00e4rt Jens Kuhlemann, Demokratiebeauftragter der Piratenpartei Deutschland: \u00bbDie Piratenpartei Deutschland begr\u00fc\u00dft, dass \u00dcberhangmandate k\u00fcnftig nicht mehr zu einer erheblichen Verzerrung des Verh\u00e4ltniswahlgrundsatzes f\u00fchren. Die faktische Bevorteilung von CDU\/CSU und SPD, die als einzige Parteien \u00dcberhangmandate erzielen, findet ein Ende. Erreicht wird dies durch die vollst\u00e4ndige Kompensation von \u00dcberhangmandaten durch Ausgleichsmandate f\u00fcr die anderen im Bundestag vertretenen Parteien.<!--more-->Positiv ist au\u00dferdem, dass die Regierungskoalition &#8211; anders als bei der letzten Wahlrechts\u00e4nderung &#8211; wieder den Schulterschluss mit der Opposition gesucht hat und es einen \u00fcberfraktionellen Gesetzentwurf gibt. Denn Wahlrechtsfragen sind Machtfragen, die m\u00f6glichst im Konsens geregelt werden sollten.<\/div>\n<div id=\"magicdomid96\"><\/div>\n<div id=\"magicdomid450\">Deutliche Kritik \u00fcben die PIRATEN jedoch daran, dass auch mit dem neuen Wahlrecht \u00dcberhangmandate in nicht geringem Ausma\u00df entstehen k\u00f6nnen. In Verbindung mit den Ausgleichsmandaten f\u00fchrt dies zu einer f\u00fcr den Steuerzahler teuren Vergr\u00f6\u00dferung der gesamten Abgeordnetenzahl.<\/div>\n<div id=\"magicdomid98\"><\/div>\n<div id=\"magicdomid445\">Vor allem aber l\u00e4sst der Bundestag eine Chance verstreichen, den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern mehr Gestaltungsmacht zu verleihen. Die Piratenpartei Deutschland spricht sich schon seit Langem daf\u00fcr aus, Zweitstimmen gezielt an konkrete Listenkandidaten vergeben zu k\u00f6nnen. Die B\u00fcrger m\u00fcssten so die von einer Partei festgelegte Reihenfolge der Bewerber nicht mehr \u00fcbernehmen, sondern k\u00f6nnten vollst\u00e4ndig selbst dar\u00fcber entscheiden, wer ihr Repr\u00e4sentant im Parlament wird. Das w\u00e4re ein echtes Mehr an Demokratie.<\/div>\n<div id=\"magicdomid100\"><\/div>\n<div id=\"magicdomid449\">Dar\u00fcber hinaus beg\u00fcnstigt das Wahlrecht weiterhin ein taktisches Wahlverhalten. So h\u00e4tte der Bundestag mit Blick auf die 5-Prozent-H\u00fcrde wenigstens die Einf\u00fchrung einer so genannten Alternativstimme pr\u00fcfen k\u00f6nnen. Sie wird f\u00fcr den Fall vergeben, dass die Wunschpartei an der Sperrklausel scheitert. So aber werden auch in Zukunft kleinere Parteien daran gehindert, ihr W\u00e4hlerpotenzial voll auszusch\u00f6pfen. Denn viele W\u00e4hler schreckt der Gedanke ab, ihre Stimme \u203asinnlos zu verschenken\u2039, wenn ihre eigentlich bevorzugte Partei m\u00f6glicherweise die 5-Prozent-H\u00fcrde nicht \u00fcberwindet. Auf diese Weise ausgel\u00f6ste W\u00e4hlerwanderungen verzerren das politische Meinungsspektrum.<\/div>\n<div id=\"magicdomid102\"><\/div>\n<div id=\"magicdomid313\">Die Piratenpartei Deutschland fordert deshalb, dass der Deutsche Bundestag in der n\u00e4chsten Legislaturperiode z\u00fcgig eine Reform beschlie\u00dft, die mehr B\u00fcrgereinfluss und ein realistischeres Abbild der Mehrheitsverh\u00e4ltnisse in der Bev\u00f6lkerung zum Ziel hat.\u00ab<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Bundestag hat heute \u00c4nderungen des Bundeswahlrechts beschlossen. 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