{"id":8167,"date":"2009-03-19T10:42:34","date_gmt":"2009-03-19T10:42:34","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=8067"},"modified":"2009-03-19T10:42:34","modified_gmt":"2009-03-19T10:42:34","slug":"wasserknappheit_ist_wachstumsrisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wasserknappheit_ist_wachstumsrisiko\/","title":{"rendered":"Wasserknappheit ist Wachstumsrisiko"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"WWF-Logo\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/WWF-Logo.gif\" alt=\"WWF-Logo\" \/><br \/>\nWWF-Studie: Unternehmen k\u00fcmmern sich zu wenig um Wassermanagement.<br \/>\nFrankfurt \/ Istanbul &#8211; &#8222;Die weltweite Wasserkrise wird zu einem Risiko f\u00fcr das Wirtschaftswachstum&#8220;, warnt Martin Geiger, Leiter Bereich S\u00fc\u00dfwasser beim WWF Deutschland und Teilnehmer des Weltwasserforums in Istanbul. Der Rohstoff Wasser w\u00fcrde derzeit noch von vielen Unternehmen in &#8222;gedankenloser Weise verschwendet&#8220;. <!--more-->Nach aktuellen Untersuchungen der Umweltschutzorganisation WWF sind es ausgerechnet einige (h\u00e4ufig kritisierte) multi-nationale Konzerne &#8211; wie etwa Coca-Cola, Nestl\u00e9, IKEA oder Unilever &#8211; die da-mit begonnen haben Risiken zu untersuchen, die durch ihre Abh\u00e4ngigkeit vom Wasser entstehen. Doch die Mehrheit der Unternehmen sei sich dieser Risiken nicht bewusst.<br \/>\n&#8222;Sauberes Wasser wird zu einem knappen Rohstoff und die Kosten f\u00fcr Beschaffung, Reinigung und Er-schlie\u00dfung werden in die H\u00f6he schnellen&#8220;, sagt Martin Geiger. &#8222;Die Unternehmen m\u00fcssen sich darauf <br \/>\neinstellen und Verantwortung \u00fcbernehmen.&#8220; Denn zu aller Erst sei der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein universelles Menschenrecht. Nicht zuletzt deswegen sieht der WWF-Experte auch eine Gefahr f\u00fcr die <br \/>\nReputation von Unternehmen, die sich nicht mit ihrem Wassermanagement besch\u00e4ftigten. 2006 wurde Coca-Cola beispielsweise in Kerala (Indien)<br \/>\nvorgeworfen, dass eine Abf\u00fcllanlage Grundwasser \u00fcbernutze und Pestizide in Getr\u00e4nken gefunden wurden. Sechs weitere Bundesstaaten verboten daraufhin zeitweilig den Verkauf. Das Oberste Gericht von Kerala erkl\u00e4rte die Anschuldigen zwar f\u00fcr unhaltbar und hob das Verbot auf, doch das Image des Konzerns leidet bis heute unter dem Skandal.<br \/>\n&#8222;Wasser ist f\u00fcr den Menschen essentiell und daher sind Unternehmen, die in gro\u00dfem Umfang diesen Roh-stoff verbrauchen in besonderer Verantwortung &#8211; aus \u00f6konomischer, \u00f6kologischer und ethischer Sicht&#8220;, sagt WWF-Experte Geiger. Neben der Getr\u00e4nkeindustrie seien auch IT-Branche, Tourismus, Landwirt-schaft, Bergbau, Papier- und Zellstoffgewerbe oder Textilindustrie betroffen. Der WWF fordert von den Unternehmen, \u00f6ffentlich \u00fcber ihren direkten und indirekten Wasserverbrauch, die damit verbundene Risi-ken und die Gegenma\u00dfnahmen zu berichten &#8211; und damit f\u00fcr Investoren und \u00d6ffentlichkeit offenzulegen. Au\u00dferdem sei die Privatwirtschaft auch politisch gefordert. &#8222;Die Unternehmen m\u00fcssen sich aktiv f\u00fcr eine integrierte und effiziente Bewirtschaftung von Wasser einsetzen&#8220;, so Martin Geiger. &#8222;Es macht \u00f6kologisch und \u00f6konomisch \u00fcberhaupt keinen Sinn, wenn die gekl\u00e4rten Abw\u00e4sser eines Unternehmens wieder in Fl\u00fcsse eingeleitet werden, die stark verschmutzt seien, weil es keine \u00f6ffentlichen Kl\u00e4ranlagen gibt.&#8220; Weitere M\u00f6glichkeiten des Engagements von Firmen sieht der WWF in der Finanzierung von Gemeinde-Projekte. &#8222;Solche Ma\u00dfnahmen schaffen Vertrauen und sichern langfristig die notwendige Akzeptanz&#8220;, sagt WWF-Experte Geiger. &#8222;Ein effizienter und durchdachter Umgang mit der Ressource Wasser hilft den Menschen, der Wirtschaft und der Umwelt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WWF-Studie: Unternehmen k\u00fcmmern sich zu wenig um Wassermanagement. 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