{"id":83263,"date":"2013-03-26T14:39:21","date_gmt":"2013-03-26T13:39:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=83263"},"modified":"2013-03-26T14:39:21","modified_gmt":"2013-03-26T13:39:21","slug":"bruder-andrew-es-ist-beschamend-dass-wir-so-wenig-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bruder-andrew-es-ist-beschamend-dass-wir-so-wenig-tun\/","title":{"rendered":"Bruder Andrew: Es ist besch\u00e4mend, dass wir so wenig tun"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"368\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gebetsmail\" src=\"http:\/\/mailings.od.org\/images\/odde\/Gebetsmail.jpg\" alt=\"Gebetsmail Header - Frau schaut sorgenvoll in die Ferne, Kirche im Hintergrund, ein afrikanischer Mann erhebt seine H\u00e4nde zum Gebet\" width=\"439\" height=\"129\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"368\">&#8222;Unterst\u00fctzt die verfolgte Kirche&#8220;, appelliert der Gr\u00fcnder von Open Doors<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/mailings.od.org\/images\/odde\/Bruder-Andrew-im-VW-Kafer.jpg\" alt=\"\" width=\"165\" height=\"163\" align=\"left\" \/>(Open Doors) \u2013 Mit der Ver\u00f6ffentlichung seines Bestsellers &#8222;Der Schmuggler Gottes\u201d im Jahr 1967 erschien Bruder Andrew schlagartig auf der B\u00fchne des weltweiten Christentums. Mehrere 10 Millionen Exemplare von &#8222;Der Schmuggler Gottes\u201d, worin er seine abenteuerlichen Bibelschmugglerreisen hinter den Eisernen Vorhang und in andere geschlossene L\u00e4nder beschreibt, wurden in 35 Sprachen gedruckt. <em>(Bruder Andrew liest den &#8222;Schmuggler&#8220; in seinem legend\u00e4ren VW-K\u00e4fer, Foto: Open Doors)<\/em><!--more-->Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wandte sich Andrew dem Nahen Osten und L\u00e4ndern mit mehrheitlich muslimischer Bev\u00f6lkerung zu, wie z.B. Pakistan. Der heute 85-J\u00e4hrige bereist noch immer die Welt. Andrew setzt sich seit sechs Jahrzehnten f\u00fcr die verfolgte Kirche ein. Er gr\u00fcndete Open Doors, eine der gr\u00f6\u00dften Organisationen, die verfolgte Christen und Gemeinden in Bedr\u00e4ngnis weltweit unterst\u00fctzt. Vor kurzem sprach er mit dem f\u00fcr Global Journalism zust\u00e4ndigen Redaktionschef von Christianity Today, Timothy C. Morgan. Hier Ausz\u00fcge aus diesem Interview.<br \/>\n<strong>Im gesamten Nahen Osten sind Christen und ihre Kirchen Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Gibt es au\u00dfer ihr Land zu verlassen auch noch andere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr sie?<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Gaza\" src=\"http:\/\/mailings.od.org\/images\/odde\/Bruder-Andrew-in-der-zerstorten-christllichen-Bucherei-in-Gaza.jpg\" alt=\"\" width=\"165\" height=\"163\" align=\"right\" \/>Die Christen in diesen L\u00e4ndern k\u00f6nnen nichts tun, wenn wir uns nicht f\u00fcr sie einsetzen. Sie sind von uns abh\u00e4ngig. In Christus sind wir ein Leib. Wir aber wenden uns weder den arabischen Christen zu noch den pal\u00e4stinensischen oder den messianischen Juden, und ganz sicher wenden wir uns mit dem Evangelium auch nicht den anderen Juden zu, weil sie ja &#8222;bereits Gottes Volk sind&#8220;. Sie haben keine Entscheidungsm\u00f6glichkeit und wir geben ihnen auch keine. Christen im Nahen Osten haben nur geringe Ressourcen. Wir im Westen haben die Liturgie, den ganzen Wohlstand, die Erkenntnis und das Wissen. Das ist f\u00fcr uns besch\u00e4mend f\u00fcr alle Zeit. Wir sollten etwas tun.In Gott sind wir ein Volk. Wir m\u00fcssen uns ihnen zuwenden. Wenn wir darin versagen, sehe ich die Situation sehr pessimistisch. In Bethlehem und Gaza verschlechtert sich die Lage. <em>(In der zerst\u00f6rten christlichen Bibliothek in Gaza, Foto: Open Doors)<\/em><\/p>\n<p><strong>Was ist aus deiner Sicht das gr\u00f6\u00dfte Hindernis daf\u00fcr, dass die weltweite Gemeinschaft der Christen nicht engagierter f\u00fcr die verfolgte Kirche eintritt?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist Ignoranz. Es ist viel leichter, etwas nicht wissen zu wollen. So muss man keine Verantwortung \u00fcbernehmen. Bereits der Prophet Hosea klagte, dass das Volk an einem Mangel an Erkenntnis zugrunde geht und das ist auch meine Klage. Ich schlie\u00dfe mich da mit ein. Wir sind alle schuldig. Ich auch. Wir stehen unter der Herrschaft Jesu Christi. Wir leben in seinem Reich. Wir arbeiten gem\u00e4\u00df seinen Gesetzen. Wir m\u00fcssen Jesu Werk unterst\u00fctzen. Wir m\u00fcssen eintreten f\u00fcr die Einhaltung der Menschenrechte und f\u00fcr Gerechtigkeit, die auf Frieden aufgebaut ist; aber auf einen Frieden nach den Ma\u00dfst\u00e4ben des Friedef\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Die verfolgte Gemeinde macht einen immer gr\u00f6\u00dferen Teil der Gemeinde Jesu aus. Das weist auf eine riesengro\u00dfe Gefahr hin. Es stimmt mich sehr pessimistisch, wenn ich mir das alles so anschaue. Das kann jederzeit explodieren und wir schlafen noch immer.<\/p>\n<p><strong>Du ermutigst also die Christen an der Basis, die Herausforderungen anzunehmen, sich zu informieren und dann mit einer tieferen Hingabe f\u00fcr das Evangelium zu leben?<\/strong><\/p>\n<p>Unbedingt! Wenn ich mein Leben noch einmal leben k\u00f6nnte, w\u00e4re ich viel radikaler. Ich bin zu viele Kompromisse eingegangen. Ein Pastor besuchte mich in meinem B\u00fcro. Er sagte: &#8222;Andrew, diese Muslime haben wieder eine leere Kirche gekauft und werden sie in eine Moschee umwandeln. Ist das nicht schrecklich?&#8220; Ich antwortete: &#8222;Nein, das ist nicht schrecklich.&#8220; Er fragte: &#8222;Warum nicht?&#8220; Ich erwiderte: &#8222;Wei\u00dft du, was schrecklich ist? Dass deine Kirche leer ist. Das ist schrecklich. Wenn deine <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/mailings.od.org\/images\/odde\/Krankenhaus-Pakistan.jpg\" alt=\"\" width=\"165\" height=\"163\" align=\"left\" \/>Kirche gut besucht w\u00e4re, g\u00e4be es dort keine Moschee, und man br\u00e4uchte auch keine. Sorge daf\u00fcr, dass Menschen deine Kirche besuchen, sei die nun klein oder gro\u00df , denn die Menschen hungern und d\u00fcrsten nach der Gerechtigkeit, die von Gott kommt. Dann wende dich voll Erbarmen den Menschen auf der Stra\u00dfe zu.&#8220;<\/p>\n<p>Ich lebe in einer Kleinstadt in Holland. In unserer Stadt gibt es vierzig Obdachlose und ich sch\u00e4me mich daf\u00fcr. Wir helfen ihnen nicht. Wir gehen alle zur Kirche, weil man das bei uns eben so macht und wir gehen an diesen Menschen vorbei, die keinen Platz zum Wohnen oder Schlafen haben. Multipliziere das mit einer Million. Was tun wir f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge in der arabischen Welt, im Kongo, in Mali und in Afghanistan? <em>(Bruder Andrew bei der Er\u00f6ffnung eines Krankenhauses in Pakistan, Foto: Open Doors)<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn Christen &#8211; im Einzelnen oder als Gemeinde &#8211; diese Herausforderung annehmen, macht das einen Unterschied?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist das gr\u00f6\u00dfte Zeugnis. Denn die Welt wird das sehen und sagen \u201aHey, diese Leute hier sind anders&#8216;. Das wird ihre Einstellung ver\u00e4ndern; die Ver\u00e4nderung aber beginnt im Herzen der Menschen, wenn sie sich wieder Gott zuwenden, weil er sie ruft. Dann kommen Zeiten der Erquickung. So sagt es die Bibel.<\/p>\n<p><strong>Nordkorea ist wieder auf dem ersten Platz der L\u00e4nder, die Religionsfreiheit mit F\u00fc\u00dfen treten. Kann die christliche Gemeinschaft in Nordkorea etwas ver\u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n<p>Beten. Wir k\u00f6nnen beten. Wir k\u00f6nnen im Glauben beten. Wir k\u00f6nnen hingehen. Wir k\u00f6nnen in dem Land beten, was vielleicht noch effektiver ist, und durch unsere Anwesenheit k\u00f6nnen wir Kontakte kn\u00fcpfen und ein Beispiel sein und wiederum effektiver beten. Open Doors macht viel in dieser Hinsicht, aber keine politischen Aktionen. Und schon gar keine gewaltsamen Aktionen. Es gibt nur eine geistliche L\u00f6sung, denn das Problem dieser Menschen ist ein geistliches.<\/p>\n<p><strong>Wir h\u00f6ren oft von einer Untergrundkirche in Nordkorea. Glaubst du, dass es sie gibt?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt dort tausende von Christen, die ihren Glauben heimlich leben (m\u00fcssen). Eines meiner letzten B\u00fccher handelt von ihnen; es hei\u00dft &#8222;Verr\u00e4ter ihres Glaubens&#8220;. Es sind Geschichten meiner eigener Freunde. Nat\u00fcrlich gibt es da eine Kirche und sie w\u00e4chst stetig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bitte beten Sie f\u00fcr die geistlichen Leiter in der &#8222;freien Welt&#8220;. Wir danken Ihnen.<\/h3>\n<ul>\n<li>Danken Sie Gott f\u00fcr die Leiter, die sich f\u00fcr die verfolgten Christen einsetzen.<\/li>\n<li>Beten Sie bitte f\u00fcr die geistlichen Leiter in L\u00e4ndern, wo Christen verfolgt werden.<\/li>\n<li>Beten Sie f\u00fcr offene Herzen, damit wir den Willen Gottes erkennen und tun.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Am 27. April 2013 \u2013 ein spannender Tag mit verfolgten Christen! Jetzt anmelden f\u00fcr den <a title=\"http:\/\/mailings.od.org\/lt.php?c=1607&amp;m=1531&amp;nl=46&amp;s=1af9b20aa53bf1ef571263069bacf047&amp;lid=15761&amp;l=-http--www.opendoors.de\/aktiv-werden\/veranstaltungen\/od-tag2013\/ OD-Tag 2013\" href=\"http:\/\/mailings.od.org\/lt.php?c=1607&amp;m=1531&amp;nl=46&amp;s=1af9b20aa53bf1ef571263069bacf047&amp;lid=15761&amp;l=-http--www.opendoors.de\/aktiv-werden\/veranstaltungen\/od-tag2013\/\">Open Doors Tag<\/a>.<\/strong><\/h3>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Unterst\u00fctzt die verfolgte Kirche&#8220;, appelliert der Gr\u00fcnder von Open Doors (Open Doors) \u2013 Mit der Ver\u00f6ffentlichung seines Bestsellers &#8222;Der Schmuggler<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[22],"tags":[10238,10239],"class_list":["post-83263","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-glaubhaft","tag-bruder-andrew-es-ist-beschamend","tag-dass-wir-so-wenig-tun"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83263"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83263\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83264,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83263\/revisions\/83264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}