{"id":85001,"date":"2013-04-29T10:03:36","date_gmt":"2013-04-29T08:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=85001"},"modified":"2013-04-29T10:03:36","modified_gmt":"2013-04-29T08:03:36","slug":"es-gilt-das-gesprochene-wort-top-40-gesetzliche-frauenquote-umsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/es-gilt-das-gesprochene-wort-top-40-gesetzliche-frauenquote-umsetzen\/","title":{"rendered":"Es gilt das gesprochene Wort! TOP 40 \u2013 Gesetzliche Frauenquote umsetzen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu sagt die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, <strong>Marret Bohn:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die gl\u00e4serne Decke muss durchbrochen werden \u2013 wir brauchen eine Frauenquote!<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Die Zeit f\u00fcr eine gesetzliche Frauenquote ist reif. \u00dcberreif, wenn Sie mich fragen. Es ist nachgewiesen, dass Frauen, ethnische Minderheiten und Homosexuelle eingeschr\u00e4nkte Aufstiegschancen haben.<\/p>\n<p>Das Ph\u00e4nomen nennt sich glass ceiling \u2013 gl\u00e4serne Decke. Es wurde nicht von den Gr\u00fcnen, nicht von der SPD und nicht vom SSW erfunden.<\/p>\n<p>Nein, es wurde in den Wirtschaftswissenschaften und in der Soziologie beschrieben.<\/p>\n<p>Gerade in den Wirtschaftswissenschaften ist die sogenannte gl\u00e4serne Decke besonders dick. Viel zu dick. F\u00fcr uns Gr\u00fcne steht fest: Die gl\u00e4serne Decke muss durchbrochen werden \u2013 wir brauchen eine Frauenquote.<\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen von der CDU und FDP. Sie wollen doch nicht etwa der Wirtschaft schaden? Mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen bedeutet mehr Gewinn f\u00fcr die Unternehmen. Das zeigt die Studie \u201eWomen matter\u201c der Unternehmensberatung McKinsey. Und einer Unternehmensberatung wie McKinsey wollen sie doch bestimmt nicht unterstellen, gr\u00fcne Politik zu machen, oder?<\/p>\n<p>Und es geht noch weiter. Gender Diversity \u2013 Vielfalt ist erfolgreich. Vielfalt bei Geschlecht, Alter, Religion. Frauen oder M\u00e4nner, Jung oder Alt, Christin oder Muslima. Vielfalt ist ein Erfolgsfaktor f\u00fcr Firmen. Das zeigt eine Studie der Europ\u00e4ischen Union. Oder mit anderen Worten: Gemischte Teams sind erfolgreicher. Das alles sind Erkenntnisse, die wir in einer modernen Gesellschaft ber\u00fccksichtigen sollten. Auch das spricht daf\u00fcr, die gl\u00e4serne Decke zu zerschlagen und eine Frauenquote zu beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>die Chance f\u00fcr eine verbindliche Frauenquote in Aufsichtsr\u00e4ten von Unternehmen ist letzte Woche in Berlin in den Sand gesetzt worden.<\/p>\n<p>Eins, zwei, drei \u2013 Chance vorbei.<\/p>\n<p>So ist das, wenn CDU und FDP regieren. Verantwortlich hierf\u00fcr ist die Blockadehaltung in der Union. Wie ein gesellschaftspolitischer Dinosaurier beharren sie auf ihre Ideen von gestern. Ich hoffe, sie werden nicht enden wie die Dinosaurier. Dabei h\u00f6re ich regelm\u00e4\u00dfig, dass sie moderner werden wollen. Und ihre Gleichstellungspolitik ist bestimmt viel. Aber mal im nordfriesischen Klartext: Modern ist sie nicht.<\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>der Bundesrat hat im September 2012 mit den Stimmen der rot-gr\u00fcnen L\u00e4nder dem Gesetzentwurf Hamburgs zur Einf\u00fchrung einer Frauenqoute in b\u00f6rsennotierten Unternehmen zugestimmt.<\/p>\n<p>Zwei unionsgef\u00fchrte L\u00e4nder, Saarland und Sachsen-Anhalt, hatten f\u00fcr die erforderliche Mehrheit gesorgt. Das war mutig und das war richtig.<\/p>\n<p>Dieser Gesetzentwurf ist am 18. April im Bundestag beraten worden. Leider war das Ergebnis ern\u00fcchternd. Die zarten Hoffnungen, dass sich diesmal etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte, wurden entt\u00e4uscht. Die Quote fand keine Mehrheit. Das ist bedauerlich, liebe Kolleginnen und Kollegen. Und um das noch mal klar zu stellen: Die H\u00e4lfte ist \u2013 da ist die Mathematik nicht parteiisch \u2013 50 Prozent. Wer 20 Prozent oder 30 Prozent anbietet, sollte doch bitte noch mal ganz genau nachrechnen.<\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>eine Mehrheit in der Bev\u00f6lkerung spricht sich l\u00e4ngst f\u00fcr eine Quote in den F\u00fchrungsgremien von Unternehmen aus.<\/p>\n<p>Als zeitlich begrenztes Mittel, um der Gleichstellung von Frauen in Deutschland auf die Spr\u00fcnge zu helfen. Das ist pragmatisch, das ist fortschrittlich, das ist der richtige Weg zur Gleichstellung.<\/p>\n<p>CDU und FDP setzten auf Freiwilligkeit bei F\u00f6rderma\u00dfnahmen in der Wirtschaft. Das ist nicht fortschriftlich, das ist realit\u00e4tsfremd. Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen und eine Gleichstellungspolitik, die alle Lebensphasen umfasst. In einer der Debatten, ist gestern das Bild einer Bimmelbahn beschrieben worden, der jetzt zum ICE wird.<\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>das Tempo, das sie bei der Frauenquote an den Tag legen, erinnert mich noch nicht mal an eine Bimmelbahn, es erinnert mich an eine Postkutsche. Unternehmensberatungen, die Wissenschaft, die Mehrheit der Gesellschaft \u2013 sie alle teilen unserer Einsch\u00e4tzung:<\/p>\n<p>Solange es eine gl\u00e4serne Decke f\u00fcr Frauen gibt, haben wir faktisch keine Gleichstellung. Deswegen unsere Forderung: Die gl\u00e4serne Decke muss zerschlagen werden \u2013 wir brauchen eine verbindliche, gesetzliche Frauenquote. Lassen Sie uns heute den ersten Schritt dazu gehen. Daf\u00fcr ist heute, am Girls Day, genau der richtige Tag. Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn Sie unserem Antrag alle zustimmen w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Dazu sagt die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, Marret Bohn: Die gl\u00e4serne Decke muss durchbrochen werden \u2013<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[5896,7608,10407,10406,10394,10393,10404,10408,10395,10405],"class_list":["post-85001","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-das","tag-es","tag-frauenquote","tag-gesetzliche","tag-gesprochene","tag-gilt","tag-top-40","tag-umsetzen","tag-wort","tag-10405"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85001"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85001\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85002,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85001\/revisions\/85002"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}