{"id":8632,"date":"2009-07-27T15:59:24","date_gmt":"2009-07-27T15:59:24","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=8532"},"modified":"2009-07-27T15:59:24","modified_gmt":"2009-07-27T15:59:24","slug":"deutsche_marine__atalanta_fregatte_bremen_luft_zur_antipirateriemission_aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/deutsche_marine__atalanta_fregatte_bremen_luft_zur_antipirateriemission_aus\/","title":{"rendered":"Deutsche Marine &#8211; &#8222;Atalanta&#8220;: Fregatte &#8222;Bremen&#8220; l\u00e4uft zur Anti-Piraterie-Mission aus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"auslaufbremen\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/auslaufbremen.jpg\" alt=\"auslaufbremen\" \/><br \/>\nGl\u00fccksburg -Wilhelmshaven &#8211; Am heutigen Montag, 27. Juli, verl\u00e4sst die Fregatte &#8222;Bremen&#8220; um 10 Uhr ihren Heimathafen Wilhelmshaven. Ziel: Das Horn von Afrika. Bis dahin sind es knapp 8.800 Kilometer, also umgerechnet elfmal die Strecke Hamburg-M\u00fcnchen. Unter der F\u00fchrung ihres Kommandanten, Fregattenkapit\u00e4n G\u00f6tz Eichberg (42), nimmt die 220 k\u00f6pfige Besatzung &#8211; darunter 13 Frauen &#8211; direkten Kurs auf Dschibuti. Die &#8222;Bremen&#8220; l\u00f6st dort am 11. August ihr Schwesterschiff &#8222;Rheinland-Pfalz&#8220; ab und \u00fcbernimmt die Aufgaben in der europ\u00e4ischen Anti-Piraterie-Mission &#8222;Atalanta&#8220;. <!--more-->Auftrag: Schutz der Schiffe des Weltern\u00e4hrungsprogramms &#8211; in Einzelf\u00e4llen auch von zivilen Schiffen &#8211; und die \u00dcberwachung des Seegebietes vor Somalia. Von gro\u00dfer Bedeutung ist dabei die Abschreckung, Verh\u00fctung und Beendigung von Akten der Piraterie. &#8222;Meine Besatzung und ich wissen, dass die Zeit im Einsatz eine sehr fordernde sein wird. Wir wissen aber auch, wie wichtig der Schutz der Lebensmittellieferung en f\u00fcr die somalische Bev\u00f6lkerung ist&#8220;, sagt Eichberg.<br \/>\nZahlreiche zus\u00e4tzliche Soldaten an Bord<br \/>\nDer Einsatz am Horn von Afrika erfordert die Verst\u00e4rkung der regul\u00e4ren Besatzung der &#8222;Bremen&#8220; durch zahlreiche Spezialisten. Dazu z\u00e4hlen sogenannte Boardingsoldaten und Marineschutzkr\u00e4fte aus Eckernf\u00f6rde, Piloten und Hubschraubertechniker aus Nordholz, ein \u00c4rzteteam bestehend aus An\u00e4sthesist, Chirurg und Zahnarzt, Feldj\u00e4ger und sp\u00e4ter noch ein Dolmetscher und ein Rechtsberater (Jurist). Aus den Soldaten der Marineschutzkr\u00e4fte wird das sogenannte Vessel Protection Detachment (VPD) gebildet. Das Team wird mittels Hubschrauber oder Schlauchboot an Bord ziviler Handelsschiffe gebracht. Sie sorgen so auf der Durchfahrt gef\u00e4hrdeter Gew\u00e4sser f\u00fcr deren Sicherheit. Die Schutzteams werden bereits regelm\u00e4\u00dfig an Bord der Schiffe des Weltern\u00e4hrungsprogramms zwischen Mombasa und Mogadischu eingesetzt.<br \/>\nIntegration auf dem Transit<br \/>\nDer Kommandant der &#8222;Bremen&#8220;, Fregattenkapit\u00e4n Eichberg, m\u00f6chte den etwa zweiw\u00f6chigen Transit in das Einsatzgebiet f\u00fcr vielf\u00e4ltige \u00dcbungseinheiten nutzen. Diese haben auch das Ziel, die eingeschifften Spezialisten in die Bordbesatzung zu integrieren. &#8222;Unsere Marineschutzkr\u00e4fte sind f\u00fcr ihre Aufgaben hervorragend ausgebildet. Jetzt gilt es, diese Soldaten w\u00e4hrend des Transits mit den verschiedenen Verfahren hier an Bord vertraut zu machen. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel Feuerl\u00f6sch\u00fcbungen und der Br\u00fccken- und Decksdienst. Die Zeit bis Dschibuti ist daf\u00fcr ausreichend. Dort angekommen wird sich jeder als echter &#8222;Bremer&#8220; f\u00fchlen&#8220;, sagte Eichberg.<br \/>\nHintergr\u00fcnde zu &#8222;Atalanta&#8220;<br \/>\nDer Deutsche Bundestag beschloss am 19. Dezember 2008, dass sich Deutschland an der Anti-Piraterie-Mission der Europ\u00e4ischen Union (EU) beteiligen wird. Die Mandatsobergrenze der Deutschen wurde auf 1.400 Soldaten festgelegt. Diese erste maritime Mission der Europ\u00e4ischen Union f\u00fchrt den vollst\u00e4ndigen Namen &#8222;EU NAVFOR \/ Operation Atalanta&#8220;. Das Einsatzgebiet umfasst ein Gebiet von f\u00fcnf Millionen Quadratkilometern und reicht mittlerweile bis zu den Seychellen. Hinzu kommt der Luftraum \u00fcber diesen Seegebieten. Das Einsatzgebiet ist mehr als zehn mal so gro\u00df wie Deutschland.<br \/>\nSomalia geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Krisengebieten weltweit. Die humanit\u00e4re Hilfe durch Lieferungen des Weltern\u00e4hrungsprogramms erfolgt zu 90 Prozent auf dem Seeweg. Der Schutz durch die Operation &#8222;Atalanta&#8220; ist daher f\u00fcr die Versorgung der somalischen Bev\u00f6lkerung mit Lebensmitteln von zentraler Bedeutung. Durch das Seegebiet von Somalia und vor allem durch den Golf von Aden f\u00fchrt au\u00dferdem die wichtigste Handelsroute zwischen Europa, der arabischen Halbinsel und Asien. Deutschland hat als Exportnation an sicheren Handelswegen ein besonders gro\u00dfes Interesse. Es ist gleichzeitig auf den Import von Rohstoffen angewiesen, die zu einem gro\u00dfen Teil auf dem Seeweg ins Land gelangen. Atalanta zeigt Wirkung Dass &#8222;Atalanta&#8220; wirkungsvoll ist, zeigt sich zum einen daran, dass die &#8211; besonders besch\u00fctzten &#8211; Schiffe des Weltern\u00e4hrungsprogramms der Vereinten Nationen seit Missionsbeginn Ende 2008 zu 100 Prozent ihr Ziel Mogadischu in Somalia unbeschadet erreicht haben. Diese Lebensmittellieferungen reichen aus, um rund 90 Prozent der somalischen Bev\u00f6lkerung zu versorgen.<br \/>\nHintergr\u00fcnde zur Fregatte &#8222;Bremen&#8220;<br \/>\nDas Schiff misst in der L\u00e4nge 130 Meter, ist 14,5 Meter breit und hat einen Tiefgang von sechs Metern. Es hat eine Wasserverdr\u00e4ngung von etwa 4.000 Tonnen. Der Diesel- und Gasturbinenantrieb leistet bis zu 38.000 Kilowatt, rund 52.000 PS. Damit erreicht die Fregatte eine Geschwindigkeit von 30 Knoten &#8211; circa 56 Stundenkilometer. Besatzungsst\u00e4rke: 220 Soldaten. Bewaffnung: 76- und 27-Millimeter-Gesch\u00fctze, Seeziel- und Luftverteidigungs-Flugk\u00f6rper, Torpedos sowie bis zu zwei Bordhubschrauber vom Typ Sea Lynx. Die &#8222;Bremen&#8220; ist das Typschiff der &#8222;Bremen Klasse&#8220; und ist eine Fregatte von Typ 122. Die Deutsche Marine hat acht Schiffe dieser Art.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gl\u00fccksburg -Wilhelmshaven &#8211; Am heutigen Montag, 27. 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