{"id":86402,"date":"2013-05-22T09:40:49","date_gmt":"2013-05-22T07:40:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=86402"},"modified":"2013-05-22T11:33:48","modified_gmt":"2013-05-22T09:33:48","slug":"stichprobeninventur-test-mit-uberraschendem-ausgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/stichprobeninventur-test-mit-uberraschendem-ausgang\/","title":{"rendered":"Stichprobeninventur &#8211; Test mit \u00fcberraschendem Ausgang"},"content":{"rendered":"<p><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/mailer-service.de\/userpages\/11880\/pics\/KfdM\/Stat_Control\/Visual_Max_Mothes72.jpg\" alt=\"\" width=\"238\" height=\"200\" \/><\/span><br \/>\n<strong>Der Schraubengro\u00dfh\u00e4ndler Max Mothes hat im Jahr 2012 die Stichprobeninventur eingef\u00fchrt und damit den Z\u00e4hlaufwand um das 333fache gesenkt. Lieferant der L\u00f6sung ist die Stat Control GmbH.<\/strong><\/p>\n<p>Max Mothes. F\u00fcr viele Kunden bedeutet dieser Name die letzte Rettung auf der Suche nach passender Verbindungstechnik. Der Schraubengro\u00dfh\u00e4ndler aus Neuss ist bekannt f\u00fcr sein reich best\u00fccktes Lager und die eigene Fertigung f\u00fcr Spezialartikel. Max Mothes liefert praktisch jede Schraube. Im Lager bevorratet das Unternehmen 90.000 Artikel im Gesamtwert von 15 Mio. Euro. Daf\u00fcr stehen auf einer Fl\u00e4che von 12.000 Quadratmetern in vier Hallen 42.000 Fachbodenregalf\u00e4cher und 15.000 Palettenstellpl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung. Verwaltet wird diese Vielfalt durch das Lagerverwaltungssystem von Navision.<\/p>\n<p><!--more--><strong><br \/>\nNahe liegende L\u00f6sung<\/strong><br \/>\nEine Vollinventur w\u00fcrde hier 20 Tage dauern und 200 Mitarbeiter besch\u00e4ftigen. So war es jedenfalls in der Vergangenheit, denn 2012 hat Max Mothes die Stichprobeninventur eingef\u00fchrt. Den Ansto\u00df f\u00fcr die Umstellung gab Logistikleiter Michael Weber. \u201eAls ich im November 2011 bei Max Mothes anfing, machte ich mich sofort auf die Suche nach Einsparpotenzialen\u201c, berichtet Weber, der schon seit 30 Jahren in der Logistikbranche verwurzelt ist. \u201eDas Umstellen der Inventur auf das Stichprobenverfahren war eine sehr nahe liegende L\u00f6sung\u201c, so Weber.<br \/>\nHintergrund ist ein deutsches Gesetz, das Unternehmen die Bestandsaufnahme wesentlich vereinfacht: Paragraph 241 des Handelsgesetzbuchs (HGB) erlaubt das Durchf\u00fchren von Stichproben-Inventuren. Grundlage daf\u00fcr ist das Ph\u00e4nomen, dass etwa 20 Prozent aller Lagerpositionen 60 bis 95 Prozent des Lagerwertes repr\u00e4sentieren. Bei der Aufstellung des Inventars darf der Bestand demnach auch mit Hilfe anerkannter mathematisch-statistischer Methoden auf Grund von Stichproben ermittelt werden. Voraussetzung ist, das die verwendeten Verfahren den Grunds\u00e4tzen ordnungsm\u00e4\u00dfiger Buchf\u00fchrung (GoB) entsprechen und die Qualit\u00e4t des so aufgestellten Inventars dem Aussagewert einer k\u00f6rperlichen Bestandsaufnahme gleichkommt. Durch diese seit 1977 geltende Regel k\u00f6nnen Unternehmen ihren Inventuraufwand um bis zu 95 Prozent reduzieren.<\/p>\n<p><strong>Fehlbest\u00e4nde machen skeptisch<\/strong><br \/>\nDabei erfordert die Stichprobeninventur nur einige wenige betriebliche Voraussetzungen. Wichtig ist, dass im Unternehmen ein IT-basiertes, zuverl\u00e4ssiges Lagerbestandsf\u00fchrungssystem eingesetzt wird. Au\u00dferdem sollte das Lager mindestens 1.000 Positionen umfassen und die Differenzen zwischen Buch- und Z\u00e4hlwerten innerhalb der zul\u00e4ssigen Grenzen liegen. \u201eIn diesem Punkt waren wir sehr skeptisch\u201c, erinnert sich Weber. Kein Wunder: An einem zuvor aufgel\u00f6sten zweiten Lagerstandort von Max Mothes waren bei vielen Positionen \u00dcberbest\u00e4nde aufgedeckt worden. \u201eEin weiterer Beweis daf\u00fcr, dass sich bei Vollinventuren viele Z\u00e4hlfehler einschleichen\u201c, betont Weber.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ermittelte der Logistikleiter im Februar 2012 drei Anbieter von Stichprobeninventursystemen und lud diese ein, ihre L\u00f6sungen zu pr\u00e4sentieren. \u201eAn den Terminen hatte auch unser Wirtschaftspr\u00fcfer teilgenommen, dem es besonders auf die gesetzliche Eignung der Stichprobensoftware ankam\u201c, so Weber. Schlie\u00dflich d\u00fcrfen in Deutschland nur Programme mit einem Testat einer Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft eingesetzt werden. Den besten Eindruck hinterlie\u00df dabei die in Hamburg ans\u00e4ssige Stat\u00a0Control GmbH, deren Stichprobeninventursysteme von Pricewaterhouse Coopers (PwC) testiert wurden.<\/p>\n<p><strong>836 statt 90.000 Z\u00e4hlpositionen<\/strong><br \/>\n\u201eStat Control war aber auch der einzige Anbieter, der mir auf Basis unserer Zahlen spontan konkrete Aussagen zum voraussichtlichen Z\u00e4hlaufwand machen konnten\u201c, sagt Weber und erg\u00e4nzt: \u201eDie damalige Sch\u00e4tzung von rund 800 Z\u00e4hlpositionen lag schon sehr nahe am sp\u00e4teren Ergebnis.\u201c Anhand dieser Zahl konnte Max Mothes den Aufwand der Stichprobeninventur gut absch\u00e4tzen. \u201eDer Einsparungsfaktor gegen\u00fcber einer Vollinventur liegt bei \u00fcber 330. Somit konnten wir die Investitionen f\u00fcr die Stichproben-Software bereits im ersten Jahr mehrfach wieder hereinspielen\u201c, erinnert sich Weber.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz entschied man sich f\u00fcr die L\u00f6sung Stasam von Stat\u00a0Control und zwei Monate sp\u00e4ter fand die Generalprobe statt. \u201eAufgrund unserer Erfahrungen mit dem aufgel\u00f6sten Lager habe ich auf diesen Test bestanden\u201c, erkl\u00e4rt Weber. Auf Basis der Artikelstammdaten errechnete Stasam hierf\u00fcr die zu z\u00e4hlenden Lagerpositionen. Bei Max Mothes umfasste die Stichprobe exakt 836 Artikel, die problemlos an einem Tag gepr\u00fcft werden konnten. Mit dem Erfassen der Mengen beauftragte Weber zw\u00f6lf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in sechs Z\u00e4hltrupps organisierten.<\/p>\n<p><strong>Inventur erledigt<\/strong><br \/>\nF\u00fcr zus\u00e4tzliche Sicherheit sorgten die mobilen Datenerfassungsger\u00e4te (MDE), mit denen die Z\u00e4hlmengen gleich am Lagerort eingegeben und an Stasam beziehungsweise einen PC im Lager \u00fcbertragen wurden. Dort wurden Buch- und Z\u00e4hlwerte abgeglichen, so dass Abweichungen sofort auffielen. \u201eIn solchen F\u00e4llen konnten wir gleich nachz\u00e4hlen lassen, wodurch sich die meisten Differenzen aufkl\u00e4rten\u201c, erkl\u00e4rt Weber.<\/p>\n<p>Der gesamte Prozess wurde von den Inventurexperten von Stat\u00a0Control begleitet und ausgewertet \u2013 am Abend desselben Tages lag das Ergebnis vor. \u201eZu meiner gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung hatten wir bereits mit unserer Generalprobe die gesetzlichen Anforderungen an eine Stichprobeninventur erf\u00fcllt\u201c, berichtet der Logistikleiter. Das Thema der Bestandsermittlung war somit f\u00fcr Max Mothes erledigt und Weber bekennt: \u201eDie Inventur wird uns erst 2013 wieder besch\u00e4ftigen. Da freue ich mich jetzt schon drauf\u201c.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Max Mothes GmbH<\/strong><br \/>\nMax Mothes ist Gro\u00dfh\u00e4ndler und Produzent von Schrauben aller Art. 90.000 Lagerartikel und weit verzweigte Beschaffungswege werden durch eine eigene Fertigung erg\u00e4nzt, die rund zehn Prozent zum Umsatz beitr\u00e4gt. F\u00fcnf Prozent der Schrauben werden mit verzinkten oder anderweitig veredelten Oberfl\u00e4chen ausgeliefert. Mit seinem extrem breiten Sortiment beliefert das in Neuss beheimatete Unternehmen die Industrie, den Einzelhandel und andere Schraubengro\u00dfh\u00e4ndler.<br \/>\nNach einer Insolvenz im Jahr 2011 geh\u00f6rt das ehemalige Familienunternehmen zur Sch\u00fcring &amp; Andreas Gruppe in Berlin. Im August 2012 gelang Max Mothes der Neustart. Pro Tag werden in Neuss 50 Paletten und 250 Pakete kommissioniert.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Stat Control GmbH<\/strong><br \/>\nDas in Hamburg beheimatete Software- und Beratungshaus Stat Control entwickelt seit 1991 ausschlie\u00dflich Software f\u00fcr das effiziente Bestandsmanagement und zum Vereinfachen von Inventuren. Zu den Kunden z\u00e4hlen mittelst\u00e4ndische Firmen ebenso wie internationale Konzerne aus Industrie und Handel.<\/p>\n<p>StarWaRP ist eine L\u00f6sung f\u00fcr das objektive Bewerten von Lagerbest\u00e4nden nach verschiedenen Risikofaktoren. StarWaRP steht f\u00fcr \u201eWarehouse Risk Profiler\u201c. Das mit dem \u201eInnovationspreis IT 2012\u201c der Initiative Mittelstand ausgezeichnete Programm errechnet aus der Kombination mehrerer Einzelfaktoren f\u00fcr jeden gelagerten Artikel eine Risiko-Kennziffer. Die Artikel k\u00f6nnen auf dieser Basis in Risiko-Clustern zusammengefasst werden. Damit ergibt sich eine ABC-Kategorisierung, die nicht allein auf dem Wert, sondern auf einem unternehmensspezifischen Risikoprofil basiert.<\/p>\n<p>Die Produkte STASAM und STASEQ nutzen die in Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz sowie anderen L\u00e4ndern gesetzlich festgelegte M\u00f6glichkeit der so genannten Stichproben-Inventur. Die Programme bieten L\u00f6sungen f\u00fcr alle Unternehmen ab etwa 1.000 Lagerpositionen und senken den Inventuraufwand um etwa 95%. Sie eignen sich zudem perfekt f\u00fcr unterj\u00e4hrige Bestandskontrollen. Die Systeme sind zertifiziert und mit allen ERP- beziehungsweise Warenwirtschaftssystemen kompatibel.<\/p>\n<p>Das elektronische Aufnahmeverfahren STACOL erm\u00f6glicht die Aufnahme der Z\u00e4hlmengen direkt am jeweiligen Lagerort mit Hilfe mobiler Erfassungsger\u00e4te. Die Eingabe erfolgt entweder per Tastatur oder sprachgesteuert. Soll-Ist-Abweichungen erkennt STACOL gleich bei der Eingabe und gibt entsprechende Warnungen aus. Damit k\u00f6nnen Z\u00e4hlfehler direkt bei der Aufnahme korrigiert werden.<\/p>\n<p>Neben ausgereiften und bew\u00e4hrten Systemen bietet Stat Control qualifizierte Beratungs- und Service-Leistungen rund um die Stichprobeninventur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schraubengro\u00dfh\u00e4ndler Max Mothes hat im Jahr 2012 die Stichprobeninventur eingef\u00fchrt und damit den Z\u00e4hlaufwand um das 333fache gesenkt. 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