{"id":8644,"date":"2009-07-27T16:50:52","date_gmt":"2009-07-27T16:50:52","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=8544"},"modified":"2009-07-27T16:50:52","modified_gmt":"2009-07-27T16:50:52","slug":"deutsche_marine_statt_toto__harry_toto__ingo__in_ganz_unterschiedlichen_revieren_unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/deutsche_marine_statt_toto__harry_toto__ingo__in_ganz_unterschiedlichen_revieren_unterwegs\/","title":{"rendered":"Deutsche Marine: Statt &#8222;Toto &#038; Harry&#8220;, &#8222;Toto &#038; Ingo&#8220; &#8211; in ganz unterschiedlichen Revieren unterwegs"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"marinetoto\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/marinetoto.jpg\" alt=\"marinetoto\" \/><br \/>\nAutor: Uwe Zeitter<\/p>\n<p>Gl\u00fccksburg &#8211; Wilhelmshaven \/ Bochum &#8211; &#8222;Mein Bruder verteidigt Deutschland. Er f\u00e4hrt auf der Fregatte &#8218;Bremen'&#8220;, stellt Toto in einer Folge der Sat1-Dokumentation &#8222;Toto &#038; Harry: Die zwei vom Polizeirevier&#8220; fest. Torsten Heim (46), wie einer der wohl bekanntesten Polizeioberkommissare hei\u00dft, hat in dieser Szene einen leichten Unterton von Respekt vor der Aufgabe seines Bruders Ingo Heim (44) in der Stimme. Die beiden stehen regelm\u00e4\u00dfig im Kontakt und tauschen sich \u00fcber ihre Aufgaben und Erfahrungen aus. <!--more-->Dabei war es im jugendlichen Alter eigentlich Ingo Heim der Polizist werden wollte. Als Jugendlicher kam er mit dem Werbe- und Auswahldienst in Ber\u00fchrung und es entstand die Idee, dass Ingo seinen \u00e4lteren Bruder Torsten gleich mitbringe. Die Idee vom gemeinsamen Dienst fand er spannend. Und sein Bruder gesteht: &#8222;Aufgrund des Berufswunsches meines Bruders bin ich \u00fcberhaupt zur Polizei gekommen.&#8220; Als Kinder h\u00e4tten sie durchaus auch R\u00e4uber und Gendarm gespielt, erinnern sich die Geschwister. Es sei dabei auch ordentlich zur Sache gegangen. Torsten Heim erinnert sich: &#8222;Ich war immer der R\u00e4uber &#8211; robust und hart&#8220;. K\u00f6rperlich, so erg\u00e4nzt sein Bruder, sei es fr\u00fcher ohnehin immer sehr &#8222;robust&#8220; zwischen den Beiden zugegangen. Aus dem Polizisten-Duo der Gebr\u00fcder Heim ist aber nichts geworden. Im Gegensatz zu seinem Bruder wurde Ingo Heim damals nicht eingestellt. Eine Tatsache, die etwas am Verh\u00e4ltnis der Br\u00fcder kratzte: &#8222;Ich hatte das Gef\u00fchl, dass er meinen Job hat. Dabei hatte mein gro\u00dfer Bruder fr\u00fcher schon immer die M\u00e4dchen und ich eine Zahnspange und Brille&#8220;, Ingo Heim lehnt sich schmunzelnd im Aufenthaltsraum der Fregatte &#8222;Bremen&#8220; zur\u00fcck, als er an die Zeit denkt und erg\u00e4nzt: &#8222;Als ob mein Bruder irgendetwas daf\u00fcr gekonnt h\u00e4tte, dass ich nicht genommen wurde.&#8220; Ingo Heim hatte sich damals bei der Marine beworben, weil ihn die Seefahrt interessierte. Aus der Idee, wir jagen gemeinsam Verbrecher, ist eine andere Konstellation geworden: Einer jagt Verbrecher, der andere Piraten oder Terroristen. Beide haben sich einen \u00e4hnlichen beruflichen Ansatz ausgesucht, stellt der Soldat Heim fest. Heute ist die Karriere f\u00fcr beide Br\u00fcder gut so, wie sie verlaufen ist. Die \u00fcblichen geschwisterlichen Unstimmigkeiten sind kaum noch ein Thema. Im Gegenteil: Torsten Heim  gibt zu, dass manchmal zu wenig Zeit f\u00fcr den br\u00fcderlichen Kontakt verf\u00fcgbar w\u00e4re: &#8222;Jeder lebt sein Leben und man sieht sich einfach zu wenig!&#8220; Meistens, so berichtet sein Bruder Ingo, w\u00fcrden die beiden telefonieren. W\u00e4hrend der Seefahrt w\u00fcrde er meistens E-Mails mit den wichtigsten Informationen an einen festen Verteiler versenden. Briefe gebe es w\u00e4hrend dieser Zeit nur f\u00fcr seine Frau und die sp\u00e4rlichen Telefongespr\u00e4che w\u00fcrden dann auch ausschlie\u00dflich mit ihr oder mit den Eltern gef\u00fchrt. Die beruflichen Rahmenbedingungen k\u00f6nnten unterschiedlicher kaum sein und sie haben auch die Einstellungen der beiden gepr\u00e4gt. W\u00e4hrend sich &#8222;Toto&#8220; Heim sicher ist, dass f\u00fcr ihn zwar das Fernweh durchaus eine Herausforderung bieten w\u00fcrde, gibt er zu: &#8222;Am meisten w\u00fcrde ich nat\u00fcrlich meine Familie vermissen. Ich bin kein Mensch, der so lange so beengt leben k\u00f6nnte.&#8220; Stabsbootsmann Ingo Heim m\u00f6chte die Marine und vor allem die Seefahrt, aber auch die vielen anderen Erlebnisse, wie die vielseitigen Verwendungen auf der Nordseeinsel Sylt, in den USA oder in Slowenien, nicht vermissen. Dennoch, so gibt er zu: &#8222;Manchmal stelle ich mir schon die Frage, ob ich auch ein guter Polizist geworden w\u00e4re.&#8220; Beide verfolgen die Erlebnisse des jeweils anderen immer wieder. &#8222;Man w\u00e4chst mit seinen Aufgaben. Das Thema Gewalt ist bei uns t\u00e4glich pr\u00e4sent. Es gibt da keinerlei Routine oder Laschheit, man muss immer hochkonzentriert sein&#8220;, betont der Polizeibeamte. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass beide Berufe deutliche Gefahren mit sich bringen, haben sich die Beiden &#8222;im Blick&#8220;. Ingo Heim sieht seinen Bruder nicht regelm\u00e4\u00dfig auf dem Bildschirm, das gehe zeitlich nur selten. Auf See sei auch oft der Empfang ein Problem, die Fu\u00dfball-Bundesliga habe die Besatzung 2006 im Einsatz auf Al Jazeera mit arabischem Kommentar verfolgt, berichtet der Stabsbootsmann. Besonders erinnert er sich aber an eine Folge der Polizei-Serie, in der Sch\u00fcsse fielen: &#8222;Wir haben danach lange telefoniert und auch \u00fcber das Thema &#8218;Absicherung&#8216; gesprochen.&#8220; Umgekehrt sagt auch Torsten Heim: &#8222;Ich mache mir nat\u00fcrlich Sorgen, wenn ich h\u00f6re, in welchen Regionen mein Bruder zur See f\u00e4hrt.&#8220; F\u00fcr ihn steht dabei auch die Frage im Raum, welche Kompetenzen die Soldaten in solchen Situationen h\u00e4tten und ob diese ausreichend gesetzlich verankert seien. Zu einem Besuch im knapp zwei Quadratmeter kleinen &#8222;B\u00fcro&#8220; von Ingo Heim und seinen Kameraden ist es bislang \u00fcbrigens nicht gekommen. Das liegt auch daran, dass dieser erst seit wenigen Jahren wirklich zur See f\u00e4hrt. Verfolgt habe der Polizeibeamte den Werdegang seines Bruders aber \u00fcber die ganzen Jahre: &#8222;Er hat tolle Arbeit gemacht, soweit ich das beurteilen kann&#8220;, sagt er und f\u00fcgt begr\u00fcndend hinzu: &#8222;Die Bundeswehr l\u00e4sst nicht jeden so lange ins Ausland, da wird ordentlich &#8218;gesiebt&#8216;. Das muss man erst einmal schaffen!&#8220; Die Information, dass der Bruder von &#8222;Toto&#8220; auf der Fregatte &#8222;Bremen&#8220; fahre, habe sich \u00fcbrigens damals innerhalb weniger Stunden nach der Ausstrahlung der genannten Szene an Bord verbreitet. Damals sei ein echter &#8222;Hype&#8220; ausgebrochen, weil die Kameraden fieberhaft versucht h\u00e4tten herauszufinden, welches Besatzungsmitglied der genannte Bruder sei. F\u00fcr den Stabsbootsmann Heim noch immer ein Schauspiel, an das er sich gerne erinnert: &#8222;Das gab etwas Abwechslung vom Einsatzalltag&#8220;, erz\u00e4hlt er und f\u00fcgt hinzu: &#8222;Ich habe mir damals gedacht, dann sucht mal sch\u00f6n!&#8220; Entdeckt wurde er dann aber trotzdem und auch gleich eingespannt. Noch heute bekommt er von Kameraden an Bord den Auftrag, ob er nicht Autogramme oder eines der beiden B\u00fccher von &#8222;Toto und Harry&#8220; mit Signatur besorgen k\u00f6nne. Wenn die Fregatte &#8222;Bremen&#8220; demn\u00e4chst erneut f\u00fcr mehrere Monate mit Kurs auf das Horn von Afrika ihren Heimathafen in Wilhelmshaven verl\u00e4sst, dann wird Stabsbootsmann Heim nicht an Bord sein. Nach mehr als drei Jahren an Bord wird er demn\u00e4chst eine neue Funktion erhalten. Aber auch in der neuen Dienststelle wird es sich vielleicht irgendwann herumsprechen, dass dort der Bruder von &#8222;Toto&#8220; seinen Dienst leistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Uwe Zeitter Gl\u00fccksburg &#8211; Wilhelmshaven \/ Bochum &#8211; &#8222;Mein Bruder verteidigt Deutschland. 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