{"id":87407,"date":"2013-06-13T07:49:22","date_gmt":"2013-06-13T07:49:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2013\/06\/pol-hl-oh-neustadt-i-h-gemeinsam-gegen-gewalt-und-drogen-an-den-neustadter-schulen\/"},"modified":"2013-06-13T07:49:22","modified_gmt":"2013-06-13T07:49:22","slug":"pol-hl-oh-neustadt-i-h-gemeinsam-gegen-gewalt-und-drogen-an-den-neustadter-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/pol-hl-oh-neustadt-i-h-gemeinsam-gegen-gewalt-und-drogen-an-den-neustadter-schulen\/","title":{"rendered":"POL-HL: OH &#8211; Neustadt i.H.    \/\nGemeinsam gegen Gewalt und Drogen an den Neust\u00e4dter Schulen"},"content":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (ots) &#8211; Inzwischen schon im siebten Jahr arbeiten die  Neust\u00e4dter Schulen mit der Polizei Neustadt eng vernetzt zusammen, um Sch\u00fcler davor zu sch\u00fctzen, als Opfer oder T\u00e4ter mit Straftaten in  Ber\u00fchrung zu kommen. Das F\u00f6rderzentrum, die Grundschule und die  Gemeinschaftsschule nehmen Teil an der Arbeitsgemeinschaft gegen  Gewalt an Schulen (AGGAS).<!--more--> Kommt es zu Straftaten, werden die  Jugendsachbearbeiter der Polizei \u00fcber einen eigens eingerichteten  Telefonanschluss kontaktiert und suchen die Schule unmittelbar nach  der Benachrichtigung auf. Das Hauptaugenmerk der Jugendsachbearbeiter liegt nicht auf der Strafverfolgung, sondern auf der Pr\u00e4vention. In  Einzelgespr\u00e4chen, aber auch vor der Klasse, wird er\u00f6rtert, was  geschehen ist. Den Kindern wird verdeutlicht, wie sie sich richtig  verhalten, sei es als Opfer oder als Zeuge einer Straftat. Mit den  zumeist noch strafunm\u00fcndigen T\u00e4tern werden normverdeutlichende  Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und gemeinsam wird besprochen, welche  Wiedergutmachung geeignet w\u00e4re, um den Frieden zwischen T\u00e4ter und  Opfer wieder herzustellen.     Iris Merz, Polizeihauptmeisterin, sagt \u00fcber ihre Arbeit: &#8222;Als  Jugendsachbearbeiterin habe ich oft mit Gewalt unter Kindern und  Jugendlichen zu tun. Werde ich zu einem AGGAS-Fall gerufen, sto\u00dfe ich oft auf noch erregte Gem\u00fcter. Ich versuche dann in dem Gespr\u00e4ch eine  vertrauensvolle Grundbasis zu schaffen. Ich h\u00f6re mir alle beteiligten Parteien an, und neben der augenscheinlichen Tat h\u00f6re ich dann noch  die untergr\u00fcndigen Probleme der Kinder und Jugendlichen heraus. Ich  muss oft mehrere Personen gleichzeitig verk\u00f6rpern und bin neben der  Polizeibeamtin auch in Aspekten einer Mutter, Psychologin, P\u00e4dagogin  und erwachsenen Freundin f\u00fcr die Kinder angesprochen. Gemeinsam  schl\u00fcsseln wir das sozial ung\u00fcnstige Verhaltensmuster auf. Die Kinder verstehen dann ihr Tun und die gezeigte Reue ist meistens nicht  gespielt. Auch das Verst\u00e4ndnis der anderen Partei wird durch das  Gespr\u00e4ch geweckt und meistens gehen alle beteiligten Kinder mit einem guten Gef\u00fchl aus diesen Gespr\u00e4chen heraus. Oftmals bekomme ich dann  von den &#8222;T\u00e4tern&#8220; ein freiwilliges Angebot der Wiedergutmachung. Den  Inhalt des Gespr\u00e4chs gebe ich umgehend an die Lehrkr\u00e4fte und  Elternh\u00e4user weiter, damit diese die Kinder auffangen und nachhaltig  weiter an der Verhaltens\u00e4nderung arbeiten k\u00f6nnen. Neben den  Gespr\u00e4chen mit den Eltern, Fertigung der Berichte\/ Anzeigen suche ich nach einigen Tagen noch einmal das Gespr\u00e4ch mit den Kindern und  Jugendlichen und gebe eine positive R\u00fcckmeldung, wenn sie ihr neues  Verhaltensmuster umsetzen. Mich freut oft, dass die Kinder und  Jugendlichen mich pers\u00f6nlich, auch ohne Uniform, in der Stadt  erkennen und mit mir das Gespr\u00e4ch suchen.  Das zeigt mir, dass ich  eine Vertrauensbasis schaffen konnte und sich die Kinder und  Jugendlichen auch hilfesuchend und ohne Angst an mich, bzw. die  Polizei wenden.&#8220;     Einen gro\u00dfen Anteil an diesem Programm haben die  Schulsozialarbeiter, die mit den Jugendsachbearbeitern und den  Sch\u00fclern in engem Kontakt stehen und diese Ma\u00dfnahmen begleiten. Bei  Bedarf bieten sie den Sch\u00fclern weitere Unterst\u00fctzung und Hilfe an.  Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen, der Schulsozialarbeit und  der Polizei  ist sehr eng und vertrauensvoll, da sich durch die  langj\u00e4hrige Kooperation alle Mitwirkenden pers\u00f6nlich kennen und sich  entsprechend gut abstimmen k\u00f6nnen. So wird jeder einzelne Fall, der  im AGGAS-Programm bearbeitet wird, an die Belange der Sch\u00fcler  angepasst, um erneuten Konflikten m\u00f6glichst effektiv vorzubeugen.  Sigrun Petersen von der Schulsozialarbeit an der Gemeinschaftsschule  beschreibt dieses so: &#8222;Schulsozialarbeit, in Tr\u00e4gerschaft des  Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), und AGGAS stehen in einer fest  installierten und wertvollen Kooperation. In erster Linie geht es um  Pr\u00e4vention und Opferschutz, wobei gemeinsam durch steten Kontakt  Strategien und Hilfsma\u00dfnahmen entwickelt werden. Viele Sch\u00fcler kennen die geschulten Polizeibeamten bereits mit Namen und haben ein  vertrauensvolles Verh\u00e4ltnis zu ihnen entwickelt. Da die Arbeitsweise  der AGGAS dem Leitbild des DKSB entspricht, ist die gute  Zusammenarbeit unabdingbar. Die Pr\u00e4ventionsveranstaltungen werten die Sch\u00fcler als interessant, hilfreich und motivierend.&#8220;     Seit einiger Zeit ist das AGGAS-Programm um ein wesentliches Modul erweitert worden. Polizeiobermeister Falko Thimm, ausgebildet als  Drogenerkenner, hat sich bereit erkl\u00e4rt, in der Schule  Beratungsspr\u00e4che zum Thema Sucht und Drogenmissbrauch mit den  Sch\u00fclern zu f\u00fchren. Nachdem bereits im Fr\u00fchjahr im F\u00f6rderzentrum  positive Erfolge zu verbuchen waren, wurde in der Gemeinschaftsschule beschlossen, j\u00e4hrlich eine mehrst\u00fcndige Drogenpr\u00e4vention in den  jeweils achten Klassenstufen durchzuf\u00fchren. Die Sch\u00fcler sind an der  paxisorientierten Darstellung sehr interessiert und suchen das  Gespr\u00e4ch mit Falko Thimm.Zu seiner Motivation sagt er: &#8222;Das Thema  Drogen wird f\u00fcr unsere Kinder immer fr\u00fcher zu einem Problem.  Gruppenzwang oder einfach nur Neugierde verleiten sie zum ersten  Konsum von berauschenden Substanzen, ohne dass ihnen die Folgen  hinreichend bewusst sind. Die Einstiegsdrogen sind meistens  Cannabisprodukte.  Als ein  Baustein des umfangreichen  AGGAS-Projektes in Neustadt\/H. m\u00f6chte ich mit den Jugendlichen in  Kontakt kommen und sie in lebhaften Diskussionen \u00fcber die Folgen und  eine m\u00f6gliche Sucht aufkl\u00e4ren. Die m\u00f6glichen rechtlichen Konsequenzen aber auch deutlich aufzeigen und durch die Kombination eine starke  Meinung gegen Drogen entwickeln.&#8220;     Erstmals in diesem Jahr wird Iris Merz gemeinsam mit Frau Dagmar  Jahn vom Frauennotruf Ostholstein in der sechsten Klassenstufe der  Gemeinschaftsschule eine Pr\u00e4ventionsveranstaltung zum Thema &#8222;Kinder  und Jugendliche als Zeugen h\u00e4uslicher Gewalt&#8220; anbieten.  Dabei geht  es Frau Jahn vor allem darum, betroffenen Kindern zu vermitteln, dass auch andere M\u00e4dchen und Jungen gewaltt\u00e4tige Situationen im Elternhaus erleben und sie nicht alleine sind. Die Kinder sollen ermutigt  werden, sich im Bedarfsfall zu \u00f6ffnen und Hilfe zu holen: &#8222;Das ist  kein Petzen, sondern Du darfst Dir immer Hilfe holen&#8220;.  Selbstverst\u00e4ndlich wird auch aufgezeigt, wo Ansprechpartner zu finden sind und wer Unterst\u00fctzung und Hilfe anbietet.     Ob im F\u00f6rderzentrum, in der Grundschule oder in der  Gemeinschaftsschule: die gemeinsame Pr\u00e4vention wird von allen Seiten  positiv bewertet. Den Kindern mit Rat  und Tat zur Seite zu stehen  und Drogen und Gewalt keinen Platz einzur\u00e4umen ist das Ziel, und es  kann nur durch eine enge Kooperation, wie sie zwischen der Polizei  und den Neust\u00e4dter Schulen stattfindet, erreicht werden.     Die Schulleiterin der Steinkampschule in Neustadt sagt zu der  Arbeit: &#8222;Unsere Kollegen der Grundschule f\u00fchlen sich von dem Team der AGGAS in ihrer p\u00e4dagogischen Arbeit sehr unterst\u00fctzt. Die AGGAS ist  ein fester Bestandteil eines gut funktionierenden Netzwerk in  Neustadt, das seinesgleichen sucht und allen Beteiligten zugute  kommt.&#8220;     Von links nach rechts: Rolf Bohl (stellvertretender Leiter der  Gemeinschaftsschule), PHM Thorsten Bibo, Hans-Peter Hopp (Leiter des  F\u00f6rderzentrums), Sigrun Petersen (Schulsozialarbeit), POM Falko  Thimm, PHM\u00b4in Iris Merz, PHK Michael Collin, POK Hans-Peter Roloff     F\u00fcr den Text verantwortlich: PZSt. Neustadt (Fragen hierzu an den  Leiter der PZSt. Neustadt, EPHK Axel Seeger, unter der Telefonnummer  04561-61510)     Zusatz von der Polizeipressestelle der PD L\u00fcbeck: Oftmals haben  Kinder und Jugendliche aber schon im Vorfeld Probleme, die sich noch  nicht in der \u00d6ffentlichkeit bemerkbar gemacht haben. Jeder Betroffene kann sich selbst Rat und Hilfe holen. Hier ist ein Hinweis auf die  Seite  www.hast-du-stress.de  sinnvoll. Eine Anlage habe ich  beigef\u00fcgt. Das Angebot ist selbstverst\u00e4ndlich kostenlos. Es steht  immer zur Verf\u00fcgung. Rat kann auch anonym eingeholt werden. Wichtig  ist, dass ein Problem angegangen wird  und   dass die Ratgeber Profis sind, die einen Gegenpart zu den sonstigen halb- oder unwissenden  Ratgebern darstellen. (R\u00fcckfragen zu diesem Angebot bitte an den  Pr\u00e4ventionsbeauftragen der Polzeidirektion L\u00fcbeck, KOK J\u00fcrgen Gertz,  unter der Telefonnummer 04521-801249)     R\u00fcckfragen bitte an:  Polizeidirektion L\u00fcbeck Pressestelle Carola A\u00dfmann Telefon: 0171-3045338<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/43738\/2492124\/pol-hl-oh-neustadt-i-h-gemeinsam-gegen-gewalt-und-drogen-an-den-neustaedter-schulen\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (ots) &#8211; Inzwischen schon im siebten Jahr arbeiten die Neust\u00e4dter Schulen mit der Polizei Neustadt eng vernetzt zusammen, um<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-87407","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87407"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87407\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}