{"id":87769,"date":"2013-06-20T19:59:31","date_gmt":"2013-06-20T17:59:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=87769"},"modified":"2013-06-20T19:59:31","modified_gmt":"2013-06-20T17:59:31","slug":"traditionsschiffen-nicht-den-wind-aus-den-segeln-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/traditionsschiffen-nicht-den-wind-aus-den-segeln-nehmen\/","title":{"rendered":"Traditionsschiffen nicht den Wind aus den Segeln nehmen"},"content":{"rendered":"<p>Das \u00a0vermeintliche \u201cAus\u201c f\u00fcr Museumsschiffe ist seit Jahren \u00a0den Schiffseignern und den Genehmigungsbeh\u00f6rden \u00a0bekannt. Die Gr\u00fcnen haben bereits 2010 auf ihrem Landesparteitag die Bundesregierung aufgefordert, die Zulassung und den dauerhaften Betreib von Traditionsschiffen sicher zu stellen. Dass Staatssekret\u00e4r Ferlemann nun erst ein Gespr\u00e4ch sucht, zeigt deutlich, dass er weder die Bedeutung der Traditionssegler noch ihre Bedrohung erkannt hat.\u201c Kommentiert Silke M\u00e4hlenhoff, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von B\u00fcndnis 90\/ DIE GR\u00dcNEN. Traditionsschiffe machen das maritime Ambiente in unsren H\u00e4fen aus und lassen die Seefahrtsgeschichte f\u00fcr Touristen und Einwohner erlebbar werden.<!--more-->Die Probleme der Zulassung und des Betriebes sind aufgrund einer diffusen nationalen Zust\u00e4ndigkeit und versch\u00e4rfter internationaler Sicherheitsbestimmungen entstanden. Bereits seit 2006 bewerten die Betreiber von Traditionsschiffen die Beurteilung ihrer Schiffe durch die Schiffsicherheitsabteilung der f\u00fcr die Zulassung zust\u00e4ndigen Seeschifffahrts-Berufsgenossenschaft als willk\u00fcrlich, aber nicht als lax, nachdem es immer wieder zu Stilllegungen gekommen war.<\/p>\n<p>\u201eDeshalb brauchen wir umgehend einheitliche Entscheidungskriterien, die den Betreib auf rechtssichere Weise erm\u00f6glichen und nicht verhindern.\u201c Fordert M\u00e4hlenhoff.<\/p>\n<p>Deutsche Traditionsschiffe werden \u2013 im Unterschied zu holl\u00e4ndischen Passagierseglern &#8211; \u00fcberwiegend als nicht-kommerzielle Fahrgastschiffe von Vereinen oder privaten Betreibern unterhalten. Ihre Fahrten dienen der Bildungsarbeit, Klassenfahrten oder Tagesfahrten. Sie k\u00f6nnen nicht den hohen Anforderungen f\u00fcr die Passagierschifffahrt entsprechen, weshalb durch typgerechte Sonderregelungen f\u00fcr die Schiffssicherheit gesorgt wird. Die Berufsgenossenschaft stuft die Schiffe aufgrund dieser Fahrten zunehmend als\u00a0 gewerbliche Schiffe ein, die dann wesentlich h\u00f6heren Anforderungen gen\u00fcgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Angelpunkt der unterschiedlichen Bewertung ist der Begriff der \u201eHistorizit\u00e4t\u201c: die Berufsgenossenschaft benutzt den Begriff als Totschlagsargument. Rund 80% der Traditionsschiffe sind nicht im Originalzustand, weil sie als Nutzschiffe h\u00e4ufig umgebaut wordne sind, so wie es dem jeweiligen Einsatz entsprach. Dennoch und gerade wegen der ablesbaren Nutzungs\u00e4nderungen stellen diese Schiffe eine Seefahrttradition dar.<\/p>\n<p>Die versch\u00e4rften Sicherheitsbedingungen beruhen auf verschiedenen Regelwerken f\u00fcr die Schifffahrt, u.a. der EG-Fahrgastschiffsrichtlinie. Die EU arbeitet seit Jahren an einer neuen Richtlinie f\u00fcr segelnde Fahrgastschiffe., bisher ohne Ergebnis.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir die Travem\u00fcnder Woche weiterhin mit Traditionsseglern erleben wollen, muss jetzt durch die Bundesregierung \u00a0eine schnelle L\u00f6sung zugunsten der historischen Schiffe gefunden werden, sonst werden sie abgetakelt und verschrottet. Diesen Umgang mit unserem historischen Erbe d\u00fcrfen wir auf keinen Fall zulassen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das \u00a0vermeintliche \u201cAus\u201c f\u00fcr Museumsschiffe ist seit Jahren \u00a0den Schiffseignern und den Genehmigungsbeh\u00f6rden \u00a0bekannt. 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