{"id":9304,"date":"2009-12-01T11:49:28","date_gmt":"2009-12-01T11:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=9204"},"modified":"2009-12-01T11:49:28","modified_gmt":"2009-12-01T11:49:28","slug":"piratenpartei_gegen_den_abmahnwahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/piratenpartei_gegen_den_abmahnwahn\/","title":{"rendered":"Piratenpartei gegen den Abmahnwahn"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Piratenpartei\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Piratenpartei.jpg\" alt=\"Piratenpartei Logo\" \/><br \/>\nDie Abmahnindustrie gewinnt in Deutschland immer mehr an Einfluss. F\u00fcr Rechteinhaber ist es mittlerweile gewinnbringender, Geld durch Abmahnungen zu verdienen, als durch den Verkauf ihrer Werke. Kritiker dieser rechtlich teilweise sehr bedenklichen Gesch\u00e4ftspraktiken werden von den Verantwortlichen ebenfalls abgemahnt. Doch der Widerstand w\u00e4chst. <!--more-->Interne Firmendokumente \u00fcber die Arbeitsweisen der Abmahner sind im Internet \u00f6ffentlich geworden, in Darmstadt wurde ein Flashmob gegen die Firma DigiProtect organisiert und von dem Newsportal gulli.com wurde Strafanzeige gegen die auf Abmahnungen spezialisierte Kanzlei Kornmeier &#038; Partner erstattet.<\/p>\n<p>Die Piratenpartei Deutschland, deren Parteiprogramm B\u00fcrgerrechte und freie Informationsbeschaffung im Internet als zentrale Punkte beinhaltet, sieht es als ihre Pflicht an, \u00fcber die momentan g\u00e4ngigen Abmahnpraktiken zu informieren. Die gesammelten Fakten \u00fcber die Firma DigiProtect und die Kanzlei Kornmeier &#038; Partner werden in einem Artikel auf der Webseite der Partei detailliert dargestellt [1]. Dieser wird unter Umst\u00e4nden zu einer Abmahnung und einem Prozess gegen die Piratenpartei f\u00fchren [2].<\/p>\n<p>Es ist zwingend n\u00f6tig, neue Modelle f\u00fcr das Urheberrecht im digitalen Zeitalter zu schaffen, bei denen die Kunstschaffenden gerecht entlohnt werden und gleichzeitig das Recht auf freie Nutzung der erworbenen Werke gest\u00e4rkt wird. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel die Privatkopie. An den neuerdings \u00fcblichen Massenabmahnungen verdienen nur die Rechteindustrie und fragw\u00fcrdig motivierte Rechtsanw\u00e4lte. Die K\u00fcnstler und die Konsumenten bei\u00dfen in den sauren Apfel. Der Gesetzgeber muss dieser Praxis schnellstm\u00f6glich einen Riegel vorschieben.<\/p>\n<p>Auch die Methoden, mit denen sich Abmahnvereine die Daten ihrer Opfer beschaffen und die im besten Fall hart an der Grenze der Legalit\u00e4t sind, m\u00fcssen unterbunden und der B\u00fcrger vor einer de facto Kriminalisierung durch die Rechteinhaber gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>\u00bbDie Rechteverwerter (EMI, BMG, Sony Music, Universal Music, Warner Music, GEMA etc.) versuchen gerade eifrig, durch Manipulation der Politik aus dem Internet ein total-\u00fcberwachtes Medium zu machen. Der Fall Kornmeier und DigiProtect veranschaulicht die perfiden Strukturen hinter dem Abmahnwahnsinn. Die Urheberrechtsgesetze machen es m\u00f6glich und die andauernde Litanei \u00fcber das &#8222;geistige Eigentum&#8220;, welches zu sch\u00fctzen sich der Staat nun als hehres Ziel auf die Fahnen geschrieben hat, soll diesen Auswuchs des gelebten Faustrechts rechtfertigen.\u00ab sagt Thorsten Wirth, Vorstandsmitglied der Piratenpartei Deutschland. \u00bbDie Uneinsichtigkeit dieser Konzerne wird auch ihr Untergang sein. In dem All-to-All-Medium Internet gewinnt der, der es annimmt wie es ist und nicht versucht, es seinen veralteten Gesch\u00e4ftsmodellen anzupassen. Es gibt Beispiele, wie iTunes und Amazon, die aufzeigen, wie im Internet Geld zu verdienen ist, ohne die Kundschaft zu verklagen. Wir werden die Machenschaften der Verwertungslobby in Zukunft noch genauer im Auge behalten.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abmahnindustrie gewinnt in Deutschland immer mehr an Einfluss. 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