{"id":97753,"date":"2013-09-20T08:30:02","date_gmt":"2013-09-20T08:30:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2013\/09\/bka-warnung-vor-betrugerischen-gewinnversprechen-die-tater-haben-es-zumeist-auf-altere-opfer-abgesehenvermutlich-100-000-geschadigte-in-deutschland\/"},"modified":"2013-09-20T08:30:02","modified_gmt":"2013-09-20T08:30:02","slug":"bka-warnung-vor-betrugerischen-gewinnversprechen-die-tater-haben-es-zumeist-auf-altere-opfer-abgesehenvermutlich-100-000-geschadigte-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-warnung-vor-betrugerischen-gewinnversprechen-die-tater-haben-es-zumeist-auf-altere-opfer-abgesehenvermutlich-100-000-geschadigte-in-deutschland\/","title":{"rendered":"BKA: Warnung vor betr\u00fcgerischen Gewinnversprechen &#8211; die T\u00e4ter haben es zumeist auf \u00e4ltere Opfer abgesehen\nVermutlich 100.000 Gesch\u00e4digte in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.presseportal.de\/bild\/260924-preview-pressemitteilung-callcenter-leer.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wiesbaden (ots) &#8211; \u00c4ltere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland  werden in zunehmendem Ausma\u00df Opfer von falschen Gewinnversprechen per Telefon. Aus sogenannten Call-Centern agierende T\u00e4ter, die sich als  Rechtsanw\u00e4lte oder Notare ausgeben, informieren die Angerufenen \u00fcber  den angeblichen Gewinn eines Geld- oder Sachpreises &#8211; zumeist eines  hochwertigen Autos.<!--more--> Die Auszahlung oder \u00dcberf\u00fchrung wird davon  abh\u00e4ngig gemacht, dass die vermeintlichen Gewinner im Voraus  bestimmte Geb\u00fchren, Steuern oder andere Kosten bezahlen sollen. Eine  Verrechnung mit dem Gewinn wird mit unterschiedlichsten Begr\u00fcndungen  abgelehnt.     F\u00fcr die Bezahlung nennen die T\u00e4ter den Opfern verschiedene  M\u00f6glichkeiten, wie beispielsweise die Nutzung von  Bargeldtransferdienstleistern oder den Versand der Geldbetr\u00e4ge per  Post als Brief oder P\u00e4ckchen.     Unabh\u00e4ngig von der gew\u00e4hlten Bezahlungsmethode erfolgt keine  Gewinnaussch\u00fcttung &#8211; ein Gewinn existiert nicht!     Sind B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einmal Opfer einer solchen  Betrugsmasche geworden, m\u00fcssen sie damit rechnen, in der Folgezeit  erneut von Betr\u00fcgern angerufen zu werden, die dann vorgeben, das  bezahlte Geld wiederbeschaffen zu k\u00f6nnen. Vereinzelt behaupten die  T\u00e4ter auch, dass sich die Angerufenen durch eine \u00dcbersendung von Geld in das Ausland strafbar gemacht h\u00e4tten. Letztendlich versuchen sie,  das Opfer zu weiteren Geldzahlungen zu bewegen. Dabei geben sich die  Betr\u00fcger als Polizeibeamte, Staatsanw\u00e4lte, Richter oder auch als  Notare und Rechtsanw\u00e4lte aus.     Bundesweit verzeichnet die Polizei in Deutschland seit 2010 \u00fcber  37.000 Personen, die Opfer dieser Art des Betruges geworden sind.  Fachleute von Polizei und Justiz gehen jedoch von einem hohen  Dunkelfeld aus. Vermutlich sind bundesweit mittlerweile \u00fcber 100.000  Personen dieser Tatbegehungsweise zum Opfer gefallen, haben dies aber zum Beispiel aus Furcht, Scham oder mangelnder Mobilit\u00e4t nicht bei  der Polizei angezeigt. Durch die Betr\u00fcgereien erlangten die T\u00e4ter  bislang Geldsummen in einer Gesamth\u00f6he von mindestens 23 Millionen  Euro.     Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass die Taten  \u00fcberwiegend von der T\u00fcrkei aus begangen werden. Die T\u00e4ter sprechen  sehr gut deutsch. Sie sind redegewandt und skrupellos. Selbst wenn  Opfer gegen\u00fcber den T\u00e4tern angeben, kein Geld mehr zu haben und alle  Ersparnisse bereits f\u00fcr den versprochenen Gewinn aufgebraucht zu  haben, lassen die T\u00e4ter nicht von ihren Opfern ab und fordern dazu  auf, Geld zu leihen oder einen Kredit aufzunehmen.     Um die eigene Glaubw\u00fcrdigkeit zu erh\u00f6hen, manipulieren die  Betr\u00fcger gezielt die eigene Rufnummer, die im Telefondisplay des  Opfers erscheint. Dort wird die Rufnummer einer deutschen Stadt  angezeigt, obgleich sich der T\u00e4ter bei seinem Anruf in der T\u00fcrkei  befindet. Passend zu einem Anruf eines vermeintlichen Notars aus  Hamburg kann so auch eine Nummer mit Hamburger Vorwahl im Display des Angerufenen erscheinen.     An einem Fall aus Nordrhein-Westfalen wird das dreiste Vorgehen  der T\u00e4ter besonders deutlich: Eine 83-j\u00e4hrige Gesch\u00e4digte hatte in  zwei Einschreibebriefen insgesamt 24.000 Euro in die T\u00fcrkei versandt. Zuvor sei sie von &#8222;Polizeibeamten&#8220; telefonisch bedroht worden: Die  zweite Geldsendung w\u00fcrde angeblich ben\u00f6tigt, um nun gegen die  Gesch\u00e4digte bestehende Forderungen auszugleichen. Wenn sie nicht  bezahle, w\u00fcrden Polizeibeamte sie zuhause abholen. Die Gesch\u00e4digte  meldete sich einige Tage sp\u00e4ter bei der Polizei und berichtete, dass  sie erneut einen Anruf von &#8222;Interpol Istanbul&#8220; erhalten habe: Sie  m\u00fcsse wieder eine Geldsumme \u00fcberweisen, da aufgrund ihrer fr\u00fcheren  Geldsendungen in der T\u00fcrkei Ermittlungen wegen Geldw\u00e4sche gegen sie  gef\u00fchrt w\u00fcrden. Nun wolle man weitere 4.800 Euro, um damit die  weitere Strafverfolgung gegen sie zu verhindern.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Skrupellos sch\u00fcchtern die T\u00e4ter ihre  Opfer ein, um sie zu Zahlungen zu bewegen. Ich appelliere: Seien Sie  aufmerksam und schenken Sie telefonischen Gewinnversprechen keinen  Glauben! Angeh\u00f6rige deutscher Strafverfolgungsbeh\u00f6rden w\u00fcrden Sie  niemals am Telefon zu einer Geld\u00fcberweisung n\u00f6tigen oder eine  Festnahme androhen. Wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind,  scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei Ihrer n\u00e4chstgelegenen  Polizeidienststelle zu erstatten. Nur so kann die Polizei Ma\u00dfnahmen  zur \u00dcberf\u00fchrung der T\u00e4ter ergreifen!&#8220;     So dramatisch der Fall f\u00fcr die 83-J\u00e4hrige Gesch\u00e4digte aus  Nordrhein-Westfalen auch war: Durch ihre Anzeigenerstattung bei der  Polizei konnten Ermittlungen in der T\u00fcrkei angeregt werden. An der  Empf\u00e4ngeradresse der Geldsendungen stellten t\u00fcrkische Polizeibeamte  Beweismittel sicher und nahmen mehrere Tatverd\u00e4chtige fest. Die  Ermittlungen in der T\u00fcrkei und in Deutschland dauern an.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;In F\u00e4llen von international  operierenden T\u00e4tergruppierungen ist eine schnelle und verl\u00e4ssliche  Zusammenarbeit deutscher und t\u00fcrkischer Sicherheitsbeh\u00f6rden  entscheidend, um den T\u00e4tern das Handwerk zu legen. Aus diesem Grund  haben wir eine deutsch-t\u00fcrkische Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich intensiv mit der Aufkl\u00e4rung dieser Straftaten besch\u00e4ftigen wird. Die  beteiligten Justiz- und Polizeibeh\u00f6rden werden alle Anstrengungen  unternehmen, um diese Serie von Straftaten aufzukl\u00e4ren und die  Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.&#8220;     In Deutschland sind nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in  fast allen Bundesl\u00e4ndern B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Opfer solcher  Betrugsf\u00e4lle geworden. Eine hohe Anzahl von Gesch\u00e4digten gibt es in  Ermittlungsverfahren, die in Bayern, Niedersachsen und Sachsen  gef\u00fchrt werden.     So sch\u00fctzen Sie sich vor dem Betrug am Telefon:     &#8211; Schenken Sie telefonischen Gewinn-Versprechungen keinen Glauben       &#8211; insbesondere wenn die Einl\u00f6sung des Gewinns an Bedingungen       gekn\u00fcpft ist!    &#8211; Leisten Sie keinerlei Vorauszahlungen auf versprochene Gewinne &#8211;      ein seri\u00f6ses Unternehmen wird die Gewinnaussch\u00fcttung niemals von      einer Vorauszahlung abh\u00e4ngig machen!    &#8211; Lassen Sie sich von angeblichen Amtspersonen am Telefon nicht       unter Druck setzen &#8211; Angeh\u00f6rige deutscher       Strafverfolgungsbeh\u00f6rden w\u00fcrden Sie niemals am Telefon zu einer       Geld\u00fcberweisung n\u00f6tigen oder bedr\u00e4ngen!    &#8211; Geben Sie keine pers\u00f6nlichen Informationen weiter: keine       Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen oder       Kreditkartennummern!    &#8211; Wenden Sie sich an Ihre \u00f6rtliche Polizeidienststelle, wenn Sie       derartige Anrufe erhalten. Erstatten Sie Anzeige!     Weitere Informationen erhalten Sie im Internet auf der  BKA-Homepage unter www.bka.de, den Informationsseiten des Programms  Polizeiliche Kriminalpr\u00e4vention unter www.polizei-beratung.de sowie  bei jeder Polizeidienststelle.     R\u00fcckfragen bitte an:  Bundeskriminalamt Pressestelle   Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2560122\/bka-warnung-vor-betruegerischen-gewinnversprechen-die-taeter-haben-es-zumeist-auf-aeltere-opfer\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; \u00c4ltere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland werden in zunehmendem Ausma\u00df Opfer von falschen Gewinnversprechen per Telefon. 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