{"id":98695,"date":"2013-09-30T16:05:59","date_gmt":"2013-09-30T14:05:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=98695"},"modified":"2013-09-30T16:05:59","modified_gmt":"2013-09-30T14:05:59","slug":"medikamente-in-der-schwangerschaft-neuer-tk-service-informiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/medikamente-in-der-schwangerschaft-neuer-tk-service-informiert\/","title":{"rendered":"Medikamente in der Schwangerschaft? Neuer TK-Service informiert"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"><b>Hamburg, 30. September 2013.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"> Schwangere Frauen sind oft verunsichert, wenn es um Medikamente geht: Welche Arznei darf ich noch einnehmen? Kann der Wirkstoff meinem Baby schaden? Unsicherheit herrscht h\u00e4ufig auch bei \u00c4rzten und Apothekern. <!--more-->Daher hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Kooperation mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum f\u00fcr Embryonaltoxikologie (PVZ) an der Berliner Charit\u00e9 ein neues Angebot entwickelt: Die unabh\u00e4ngigen Experten haben wissenschaftlich fundierte Informationen zu rund 1.500 Medikamenten zusammengestellt, nach denen Frauen, \u00c4rzte und Apotheker besonders h\u00e4ufig fragen und die f\u00fcr Mutter und Kind m\u00f6glicherweise bedenklich sind. Ab sofort sind diese Hinweise zum Arzneimitteleinsatz in Schwangerschaft und Stillzeit online auf <\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">www.tk.de<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"> abrufbar (Webcode 098804).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">&#8222;Die Informationen helfen, m\u00f6gliche Risiken besser einzusch\u00e4tzen&#8220;, sagt Thomas Widmann, Arzneimittelexperte der TK. &#8222;Sie sollen Schwangeren mehr Sicherheit geben, wenn ein Arzneimittel medizinisch erforderlich ist.&#8220; Wer TK-versichert ist, erh\u00e4lt die Informationen auf Wunsch auch individuell, und zwar \u00fcber die TK-Versicherteninformation Arzneimittel (TK-ViA). Die TK-ViA listet s\u00e4mtliche Pr\u00e4parate auf, die eine Versicherte in den vergangenen zwei Jahren auf Kassenrezept in der Apotheke erhalten hat und hebt auf Wunsch die potenziell kritischen Medikamente hervor. &#8222;Die Patientin kann mit dieser Information ihren Arzt auf m\u00f6gliche Alternativen ansprechen&#8220;, erkl\u00e4rt Widmann. Empfehlenswert ist das insbesondere f\u00fcr chronisch kranke Frauen, die dauerhaft Tabletten oder Tropfen einnehmen m\u00fcssen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Dr. Christof Schaefer, \u00e4rztlicher Leiter des PVZ : &#8222;Vielfach wird angenommen, dass in der Schwangerschaft jedes Medikament ein Risiko darstellt. Dabei k\u00f6nnen wir f\u00fcr die meisten F\u00e4lle erprobte Pr\u00e4parate empfehlen, die nach heutigem Wissen keine Gefahr f\u00fcr das ungeborene Kind darstellen.&#8220; Das gilt zum Beispiel bei Schmerzen, Bluthochdruck oder auch Depressionen. Die Patientin m\u00fcsse ihre Beschwerden daher im Fall der F\u00e4lle nicht einfach &#8222;aushalten&#8220; &#8211; zumal sich viele Leiden unbehandelt verschlimmern k\u00f6nnten. Beispielsweise kann eine schwere Allergie, die nicht therapiert wird, zu einem Bronchialasthma f\u00fchren, das nicht nur die kranke Schwangere erheblich belastet, sondern auch die optimale Sauerstoffversorgung des Babys im Mutterleib gef\u00e4hrden kann. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">In der Online-\u00dcbersicht sind akzeptable Mittel gegen akute Leiden wie schwere Erk\u00e4ltungen oder bakterielle Infekte, aber auch chronische Beschwerden wie Bluthochdruck und Migr\u00e4ne aufgef\u00fchrt. Gesucht werden kann nach Krankheitsbild und auch nach Wirkstoff. &#8222;Die \u00dcbersicht ersetzt jedoch nicht den Arztbesuch. Werdende M\u00fctter sollten Medikamente \u2013 auch freiverk\u00e4ufliche Pr\u00e4parate oder Nahrungserg\u00e4nzungsmittel &#8211; grunds\u00e4tzlich nur in R\u00fccksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden&#8220;, r\u00e4t Widmann von der TK.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Das PVZ bezieht in seine Bewertungen ausschlie\u00dflich wissenschaftliche Erkenntnisse ein. Dazu geh\u00f6ren Fallberichte, zusammenfassende Fallserien und Beobachtungsstudien. Diese werden weltweit &#8211; auch vom PVZ &#8211; durchgef\u00fchrt und international ver\u00f6ffentlicht. Auf dieser Basis bewerten die Wissenschaftler die Wirkstoffe. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Unsicherheiten bei der Medikamenteneinnahme k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Risiken untersch\u00e4tzt, aber auch \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Schaefer: &#8222;Wir beobachten immer wieder, dass Frauen die Therapie dann vorzeitig abbrechen. Auch kann es zu \u00dcberreaktionen nach der Einnahme eines nur scheinbar riskanten Mittels kommen bis dahin, dass eine gew\u00fcnschte und intakte Schwangerschaft abgebrochen wird. Auf der anderen Seite kann ein risikobehaftetes Medikament selbstverst\u00e4ndlich Gefahren f\u00fcr die Schwangerschaft oder das Ungeborene bedeuten. Mit unseren Informationen wollen wir die Risiken f\u00fcr Mutter und Kind verringern.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"><b>Zum Hintergrund:<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Die Techniker Krankenkasse (TK) kooperiert mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum f\u00fcr Embryonaltoxikologie (PVZ) an der Berliner Charit\u00e9. Das Institut ist \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert und nicht von Privatunternehmen abh\u00e4ngig. Es forscht seit 25 Jahren zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Schwangerschaft und Stillzeit. Zudem pflegen die Wissenschaftler die internetbasierte Datenbank <\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">www.embryotox.de<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg, 30. September 2013. 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