{"id":9998,"date":"2010-01-22T15:03:15","date_gmt":"2010-01-22T14:03:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/2010\/01\/haiti-braucht-langfristige-internationale-hilfe-erdbeben-experte-chance-eines-zeitfensters-fur-entwicklung-besteht\/"},"modified":"2010-01-22T15:08:00","modified_gmt":"2010-01-22T14:08:00","slug":"haiti-braucht-langfristige-internationale-hilfe-erdbeben-experte-chance-eines-zeitfensters-fur-entwicklung-besteht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/haiti-braucht-langfristige-internationale-hilfe-erdbeben-experte-chance-eines-zeitfensters-fur-entwicklung-besteht\/","title":{"rendered":"Haiti braucht langfristige internationale Hilfe -Erdbeben-Experte: &#8222;Chance eines Zeitfensters f\u00fcr Entwicklung besteht&#8220;"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: right; width: 168px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" width=\"168\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/C:\/DOKUME%7E1\/user\/LOKALE%7E1\/Temp\/moz-screenshot.png\" alt=\"\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" align=\"center\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1264147779i18847.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" align=\"middle\" \/> <!-- copyrighttext --><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/C:\/DOKUME%7E1\/user\/LOKALE%7E1\/Temp\/moz-screenshot-1.png\" alt=\"\" \/><span style=\"line-height: 140%;\">Bonn (pte\/22.01.2010\/13:40) &#8211;   <!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT START \/\/--> Die Erdbebenkatastrophe in Haiti, die den Karibikstaat in der Vorwoche komplett zerst\u00f6rte und bis zu 200.000 Todesopfer hinterlie\u00df, k\u00f6nnte die Chance f\u00fcr einen zuk\u00fcnftigen Entwicklungsschub des Landes bedeuten. Das behauptet J\u00fcrgen Pohl, Geograph an der Universit\u00e4t Bonn <a href=\"http:\/\/www.uni-bonn.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.uni-bonn.de<\/a>. &#8222;Die entscheidende Frage ist, ob die momentane internationale Nothilfe in eine langfristige Unterst\u00fctzung zur Neugestaltung des Landes \u00fcbergef\u00fchrt werden kann&#8220;, so der Experte f\u00fcr Wiederaufbau-Management nach schweren Erdbeben im pressetext-Interview.<!--more--><\/span><strong>Aufbau muss vier Phasen durchlaufen<\/strong><\/p>\n<p>Der Wiederaufbau nach Erdbeben laufe laut Pohl stets in vier Phasen ab. &#8222;Zuerst werden die Toten geborgen und die gr\u00f6bsten Sch\u00e4den beseitigt, dann wird ein provisorisches Leben eingerichtet. Die dritte Phase ist der Wiederaufbau zum vorherigen Zustand, zum Schluss kommt eine Verbesserung der Strukturen dran.&#8220; Als Daumenregel gelte, dass jede Phase zehnmal l\u00e4nger dauert als die vorige, was einen Aufbau \u00fcber Jahre erwarten lie\u00dfe. &#8222;Obwohl das Beben schon zehn Tage zur\u00fcckliegt, befinden wir uns noch immer in der ersten Phase, die sonst drei bis f\u00fcnf Tage dauert. Das zeigt, wie schwierig die Bedingungen sind&#8220;, so der Experte.<\/p>\n<p><strong>Die schlimmste Katastrophe bisher<\/strong><\/p>\n<p>So schwierig wie in Haiti seien die Bedingungen f\u00fcr Wiederaufbau noch nie zuvor gewesen. &#8222;Die Tsunami-Katastrophe 2004 hat zwar viele L\u00e4nder gleichzeitig betroffen, dort jedoch jeweils nur schmale K\u00fcstenstreifen, w\u00e4hrend \u00fcber die Struktur des Hinterlandes Hilfe organisiert werden konnte. In Haiti ist das komplette Land zerst\u00f6rt, die isolierte Lage zwingt, alles per Schiff oder Flugzeug zu transportieren und es gibt auch vor Ort kaum Organisationsstrukturen, auf die man z\u00e4hlen k\u00f6nnte&#8220;, so der Bonner Geograph. Auch beim Beben in Pakistan 2005 sei die Handlungsf\u00e4higkeit der Bev\u00f6lkerung gr\u00f6\u00dfer gewesen.<\/p>\n<p><strong>Spenden dauern solange wie Medien berichten<\/strong><\/p>\n<p>Die derzeitige internationale Spendenbereitschaft sei vor allem die direkte Antwort auf die Eindr\u00fccklichkeit der Not. &#8222;Solange man noch \u00dcberlebende findet, deren Bilder um die Welt gehen, dauert dieser Spendenfluss noch an&#8220;, sch\u00e4tzt Pohl. Die dadurch finanzierte Adhoc-Nothilfe durch humanit\u00e4re Organisationen sei wichtig, k\u00f6nne jedoch nicht die Aufbau- und Entwicklungsplanung des Landes leisten. &#8222;Es braucht weitere, langfristige Hilfen durch Staaten und andere Organisationen, um Infrastruktur wie etwa Stra\u00dfen oder Schulen aufzubauen. Gibt es diese, so kann das Land, das schon vor dem Beben zu den \u00e4rmsten der Welt geh\u00f6rte, davon profitieren.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Hilfe zur Selbsthilfe gefragt<\/strong><\/p>\n<p>Vergleichbar mit Somalia, k\u00f6nne man Haiti aufgrund des schweren historischen Erbes und des Fehlens staatlicher Strukturen beinahe als &#8222;failed state&#8220; bezeichnen. Das beg\u00fcnstige eher einen fremdgesteuerten Wiederaufbau durch Expertise durch die Staatengemeinschaft. &#8222;Das ist eine Gratwanderung, da die Gefahr besteht, dass Musterst\u00e4dte \u00fcber die K\u00f6pfe der Einwohner gebaut werden. Die Hilfen sollten Grundlage f\u00fcr dauerhafte Selbsthilfe sein&#8220;, betont Pohl. Die wichtigste Ressource daf\u00fcr seien die Bewohner Haitis selbst, die durch die Erfahrung von Unterst\u00fctzung motiviert werden k\u00f6nnten, sich aktiv am Aufbau zu beteiligen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn (pte\/22.01.2010\/13:40) &#8211; Die Erdbebenkatastrophe in Haiti, die den Karibikstaat in der Vorwoche komplett zerst\u00f6rte und bis zu 200.000 Todesopfer<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-9998","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-menschlich-gesehen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9998"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9998\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}