Übernahme der Flensburger Diako Klinik: Malteser Orden will Belegschaft spalten und Abtreibungen verhindern
Der Malteser Orden wird das Diako Klinikum in Flensburg übernehmen und will dabei Geld sparen. Die übernommenen Mitarbeitenden sollen dabei durch den Malteser Orden schlechter bezahlt werden, als die eigene Belegschaft.
„Wir stellen uns gegen diese Spaltung und fordern: Eine Belegschaft, ein Tarifvertrag!“, so die Landessprecher*innen Jana Lemke und Gerrit Schienke.
Darüber hinaus will der Malteser Orden im Flensburger Krankenhaus ab dem 01.03. keine Schwangerschaftsabbrüche mehr ohne medizinische oder kriminologische Indikation anbieten. Dazu Jana Lemke: „Das hat gravierende negative Folgen für die körperliche und sexuelle Selbstbestimmung in Nord-Schleswig-Holstein. Diese muss gewährleistet sein!“
Gerrit Schienke fügt hinzu: „Die Grünen solidarisieren sich in Flensburg mit den Aktivist*innen der Pro Choice Bewegung. Nun ist es für die Grünen im
Landtag an der Zeit, diesen Solidaritätsbekundungen Taten folgen zu lassen!“
Eine gute Gelegenheit dafür ist der Antrag der SPD (Drs. 20/4077), der am 25.02. im Landtag gestellt werden wird und ausreichende Angebote für Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg sicherstellen soll.
Noch nie in der Landesgeschichte gab es eine Petition, die in so kurzer Zeit so viele Unterschriften bekommen hat, wie die unserer Genossin Birte Lohmann – über 10000 in nur zwei Tagen. Jana Lemke und Gerrit Schienke bekräftigen dazu: „Das zeigt ganz deutlich wie wichtig den Schleswig-Holsteiner*innen dieses Anliegen ist. Wir fordern die Landesregierung dazu auf, sich entsprechend zu Verhalten und die klinische Vollversorgung aller Frauen* in Flensburg sicherzustellen!“
