Streikaufrufe zeigen an CineStar-Standorten nur geringe Auswirkung auf den Kinobetrieb
Lübeck (ots) – Im Zuge der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit der Gewerkschaft ver.di kam es in den vergangenen Tagen an ausgewählten CineStar-Standorten zu einzelnen Arbeitsniederlegungen. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass die Auswirkungen auf den Kinobetrieb und die Besucherzahlen aufgrund der hohen Einsatzbereitschaft vieler zur Arbeit erschienener Mitarbeitender überwiegend gering blieb.An den meisten der bestreikten Standorte war der Streik für das Publikum am letzten Wochenende kaum oder gar nicht wahrnehmbar. Der Spielbetrieb konnte überwiegend planmäßig aufrechterhalten werden.
Auch insgesamt blieb die Nachfrage seitens der Kinobesucher:innen stabil. In der Spitze beteiligte sich lediglich rund ein Viertel der CineStar-Standorte an Arbeitskampfmaßnahmen. In der Mehrheit der Häuser wurde der Betrieb ohne Einschränkungen fortgeführt.
Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe:
„Ein wesentlicher Grund dafür, dass der Kinobetrieb nahezu reibungslos aufrechterhalten werden konnte, liegt in der hohen Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden. Ein Großteil der Belegschaft hat sich bewusst gegen eine Teilnahme an den Streikmaßnahmen entschieden. Viele unserer Beschäftigten sind mit ihrer Arbeitssituation absolut zufrieden Sie schätzen die Arbeit im Kino als flexible und attraktive Nebentätigkeit – insbesondere Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, die diese Tätigkeit meist nur temporär ausüben.
An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei unseren Theaterleitungen und Theaterleitungsassisten:tinnen bedanken – für ihren enormen Einsatz, durch den der nahezu reibungslose Betrieb in den letzten Tagen gewährleistet werden konnte. Von einem flächendeckenden Stillstand des Kinobetriebs kann keine Rede sein. Vielmehr zeigt sich, dass die große Mehrheit der Standorte auch während der Streikmaßnahmen zuverlässig für ihr Publikum da ist.“
Zum Stand der Verhandlungen: Seit Anfang Februar laufen die Tarifverhandlungen der CineStar-Gruppe und der ver.di über einen neuen Tarifvertrag. Auch nach drei Verhandlungsrunden, in denen CineStar die Gewerkschaft dazu aufgerufen hat, geplante Lohnerhöhungen in einem wirtschaftlich umsetzbaren Rahmen zu fordern, besteht ver.di auf Lohnerhöhungen, die bei Servicekräften zwischen 23,1 % bis 31,5 % liegen und zusätzlich eine Erhöhung der Jahressonderzahlung um 76% betragen sollen.
Michael Strohmenger, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe:
„CineStar legt großen Wert auf ein verlässliches und wertschätzendes Arbeitsumfeld und steht in den laufenden Tarifverhandlungen weiterhin für konstruktive Gespräche zur Verfügung. Diese verlaufen – wie zuletzt kommuniziert – lösungsorientiert und mit dem gemeinsamen Ziel, eine tragfähige Einigung zu erzielen. Es ist aber klar, dass wir uns als Unternehmen ausdrücklich im Rahmen wirtschaftlich tragbarer Lohnsteigerungen bewegen müssen.
Die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft würden innerhalb unserer Kino-Gruppe Arbeitsplätze an diversen Standorten gefährden. Wir können uns nicht vorstellen, dass ein unsolidarisches Verhalten dieser Art im Interesse der ver.di liegt.“
Über CineStar
Unter der Dachmarke „CineStar“ werden in Deutschland 44 Kinos in unterschiedlichen Gesellschaften betrieben, darunter Multiplexe, traditionelle Filmtheater sowie Arthouse Kinos. Damit ist CineStar sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Standorte als auch auf Leinwände, Sitzplätze und Besucher einer der marktführenden Kinobetreiber in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Lübeck gehört zum australischen Marktführer Event Hospitality & Entertainment Limited.









