Beschäftigung im Check
Arbeitsmarkt Metropolregion Hamburg: Datenanalyse zu Beschäftigung, Teilzeit, Alter und Zuwanderung.
Knapp 2,3 Millionen Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig in der Metropolregion Hamburg –eine Zahl, die wächst. Jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit, bei Männern ist es nur jeder Siebte. 341.000 Beschäftigte kommen aus dem Ausland – mit wachsender Bedeutung für den Arbeitsmarkt. Und: Knapp 560.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen – ihnen stehen aktuell nur gut 211.000 unter 25-jährige Beschäftigte gegenüber.
Die Koordinierungsstelle Fachkräftesicherung der Metropolregion Hamburg hat ihre zweite Auswertung zur Beschäftigungssituation in der Region vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Menschen mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.
Wie viele Menschen arbeiten in der Metropolregion Hamburg?
Insgesamt sind 2.299.147 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Fast überall ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Zentrum der Beschäftigung liegt eindeutig in Hamburg: Mit rund 1.085.000 Beschäftigten entfällt fast die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse in der Metropolregion auf die Stadt. Dahinter folgt Lübeck (rund 106.800) sowie der Kreis Segeberg (rund 99.500). Im Landkreis Lüchow-Dannenberg gibt es mit knapp 15.000 Beschäftigten die wenigsten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Metropolregion.
Wie verteilt sich die Beschäftigung zwischen Frauen und Männern?
Von den 2,3 Millionen Beschäftigten sind 52,5 Prozent Männer und 47,5 Prozent Frauen, eine Zahl, die leicht über dem Bundesdurchschnitt liegt. Der auffälligste Unterschied zeigt sich bei der Teilzeitbeschäftigung: 50,8 Prozent der beschäftigten Frauen in der Metropolregion arbeiten in Teilzeit – bei Männern sind es nur 15,5 Prozent. Regional variiert die Teilzeitquote bei Frauen erheblich: Am höchsten liegt sie im Landkreis Lüchow-Dannenberg mit 65,6 Prozent. Am niedrigsten sind die Quoten in Hamburg (45,6 Prozent) und in Schwerin (45,5 Prozent).
Altersstruktur: Ein Generationenwechsel steht bevor
Den größten Anteil bildet die Gruppe der 25- bis 54-Jährigen mit 1.528.040 Menschen. Die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen umfasst 508.707 Beschäftigte, dazu kommen noch 50.857 Personen im Alter von 65 Jahren und älter – zusammen sind das 559.564 ältere Beschäftigte, die in den kommenden Jahren voraussichtlich aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Ihnen gegenüber stehen lediglich 211.543 Beschäftigte unter 25 Jahren. Das Verhältnis von Älteren zu Jüngeren beträgt damit mehr als 2,6 zu 1. Diese Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf: Ohne Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung, Ausbildungsförderung und Zuwanderung von Fachkräften droht der Metropolregion eine spürbare Beschäftigungslücke.
Internationale Arbeitskräfte: Rückhalt für den Arbeitsmarkt
341.158 der Beschäftigten – und damit 14,8 Prozent – besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Im Bundesdurchschnitt sind es zwei Prozent mehr. Ihr Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs ist erheblich. Innerhalb der Metropolregion bestehen deutliche regionale Unterschiede: Den höchsten Anteil weist der Landkreis Harburg mit 18,5 Prozent auf, gefolgt von Hamburg mit 17,7 Prozent und dem Kreis Stormarn mit 15,4 Prozent. Am anderen Ende der Skala liegen Schwerin (6,7 Prozent), Nordwestmecklenburg (7,1 Prozent) und der Landkreis Lüchow-Dannenberg (7,8 Prozent).
Wer ist arbeitsuchend? Struktur der Arbeitssuchenden in der Metropolregion
Insgesamt 333.603 Menschen sind als arbeitsuchend gemeldet. Davon sind 52,7 Prozent Männer und 47,3 Prozent Frauen. Die Geschlechterverteilung ähnelt damit der Verteilung bei den Beschäftigten – ein Hinweis darauf, dass Frauen und Männer ähnlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
Bei der Staatsangehörigkeit zeigt sich hingegen ein Kontrast: 37,3 Prozent der Arbeitssuchenden besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit – deutlich mehr als ihr Anteil von 14,8 Prozent an den Beschäftigten. Diese Diskrepanz gibt Anlass, Ursachen und Hemmnisse bei der Arbeitsmarktintegration gezielt zu analysieren und Unterstützungsmaßnahmen weiterzuentwickeln.
Hintergrund
Die Koordinierungsstelle Fachkräftesicherung der Metropolregion Hamburg analysiert regelmäßig Arbeitsmarktdaten für die gesamte Metropolregion Hamburg. Die vorliegenden Auswertungen basieren auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (Beschäftigte: Stand Juni 2025; Arbeitssuchende: Stand Oktober 2025). Die genannten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Nicht enthalten sind u.a. Beamte, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.
Hier finden Sie die Arbeitsmarktstatistik mit der detaillierten Auswertung
Hier finden Sie Grafiken zu den Zahlen zum Download
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

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