POL-SE: Polizeidirektion Bad Segeberg verfolgt neue Strategie zur Steigerung des Sicherheitsgefühls in den Innenstädten
Kreis Segeberg / Kreis Pinneberg (ots) –
Bei den Polizeirevieren der Kreise Segeberg und Pinneberg gingen in der Vergangenheit mehrfach Beschwerden aus der Bevölkerung über den empfundenen Verfall der Innenstädte ein. Die Polizeidirektion Bad Segeberg nimmt diese Sorgen ernst und reagiert ab sofort mit einer Besonderen Aufbau Organisation (BAO) mit dem Namen „SuSi“ (Subjektive Sicherheit), um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in den Städten nachhaltig zu stärken.
Häufig gingen Hinweise auf Graffiti, Sachbeschädigungen oder illegale Müllentsorgungen ein. Aber auch Diebstähle, Übergriffe wie Körperverletzungen oder Raubtaten sowie Handel mit Betäubungsmitteln wurden den Beamtinnen und Beamten regelmäßig gemeldet.
Diese Meldungen enthielten nicht selten den Wunsch nach mehr polizeilicher Präsenz und machten deutlich, dass öffentlich wahrgenommene Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten geeignet sind, Unbehagen in der Bevölkerung auszulösen.
Um das bisherige Wirken der Dienststellen beider Kreise zur Verhinderung von Rechtsverstößen und anderen, nonkonformen Vorkommnissen zu optimieren, verfolgt die Polizeidirektion Bad Segeberg mit ihren untergeordneten Polizeirevieren fortan eine neue Strategie.
„Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls planen wir eine Reihe gezielter Maßnahmen. Hierzu zählen insbesondere die genaue Analyse und Erstellung eines Lagebilds, eine bessere Vernetzung von Ermittlungsarbeit, die Erhöhung der sichtbaren polizeilichen Präsenz im öffentlichen Raum sowie die Durchführung verstärkter Kontrollmaßnahmen an besonders relevanten Orten und Objekten.“, so Sven Adomat, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg.
Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen weiter intensiviert werden, um Sicherheitsaspekte noch präziser abzustimmen und einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Ergänzend arbeitet die Polizeidirektion Bad Segeberg an der Entwicklung und Umsetzung präventiver Konzepte, um der Entstehung von Brennpunkten und Strukturen, die das Sicherheitsempfinden beeinträchtigen können, entgegenzuwirken.
Diese eng aufeinander abgestimmten Maßnahmen sollen das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitsbehörden und deren vorhandene, rechtsstaatliche Handlungsfähigkeit stärken und somit zukunftsträchtig für mehr objektive und subjektive Sicherheit sorgen.
Das Ergebnis einer von den Städten Bad Segeberg und Norderstedt in den Jahren 2024 und 2025 initiierten Sicherheitsbefragung bekräftigte diesen durch die Polizei festgestellten Umstand. So ließ sich hieraus für beide Städte eine Beeinträchtigung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Befragten ableiten, die angaben, die durch sie als unsicher empfundenen Orte grundsätzlich oder zu bestimmten Zeiten zu meiden.
Die sogenannte Häufigkeitszahl (HZ) der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) bestätigt diese empfundene Unsicherheit zumindest teilweise. Sie beschreibt die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner innerhalb eines Jahres. Für das Jahr 2025 lässt sich feststellen, dass die Städte Elmshorn, Pinneberg, Wedel und Uetersen sowie Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt eine HZ aufweisen, die zum Teil deutlich oberhalb des Landesschnitts von 6.046 liegt.
In unregelmäßigen Abständen werden wir über die getroffenen Maßnahmen und die Entwicklung der BAO „SuSi“ berichten.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Bad Segeberg
– Pressestelle –
Dorfstr. 16-18
23795 Bad Segeberg
Maik Seidel – Pressesprecher
Telefon: 04551 ? 884-2020
E-Mail: oea.badsegeberg.pd@polizei.landsh.de
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