Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz
Johanniter-E Book gibt Tipps für Prävention und Erste Hilfe im Umgang mit großer Hitze.
Der Sommer bringt oft Hitze mit sich, die nicht nur für ältere und chronisch kranke Menschen gefährlich sein kann. Für alle Menschen sind Hitzschlag und Hitzeerschöpfung gesundheitsrelevante Themen. Es ist wichtig, die Gefahren zu kennen, um sie zu vermeiden.
„Anlässlich der bevorstehenden heißen Tage wollen wir Johanniter auf die hitzebedingten Gesundheitsrisiken aufmerksam machen und als große Hilfsorganisation die Menschen dabei unterstützen, sich bei starker Hitze zu schützen. Dafür haben wir ein kostenloses und leicht verständliches E-Book erstellt. Denn Wissen rettet Leben“, erläutert Inken Bär, zuständige Bereichsleiterin für Erste Hilfe im Regionalverband Schleswig-Holstein Süd/Ost.
Fundierte Informationen: leicht verständlich und alltagsnah
Das E-Book enthält praxisnahe Empfehlungen und bündelt fundierte Informationen zur Hitzevorsorge – besonders abgestimmt auf ältere Menschen, Kinder und Pflegebedürftige. Leserinnen und Leser erhalten darin wichtige Tipps zum Umgang mit großer Hitze wie zum Beispiel:
• Verhaltensregeln bei Hitze: anstrengende Tätigkeiten vermeiden, kühle und schattige Orte aufsuchen, 2-3 Liter Flüssigkeiten (z. B. Wasser, ungesüßte Tees) über den Tag verteilt trinken.
• Körperschutz bei hohen Temperaturen: für Abkühlung sorgen, luftige Kleidung und Kopfbedeckung mit Nackenschutz tragen, Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden.
• Erste Hilfe bei Sonnenstich und Hitzschlag: Symptome wie Erbrechen, Bewusstseinstrübung, Teilnahmslosigkeit, Bewusstlosigkeit oder ein
Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Kreislaufkollaps sind Alarmsignale und können auf einen lebensbedrohlichen Hitzschlag hindeuten. Betroffene Personen in schattige, kühle Räume bringen, mit erhöhtem Oberkörper hinlegen, umgehend den Rettungsdienst über die 112 verständigen oder eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen.
„Medikamente können bei Hitze anders wirken oder die Hitzeverträglichkeit beeinflussen“, ergänzt Inken Bär. „Konsultieren Sie vor einer Hitzewelle Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke, um die Hitzeverträglichkeit Ihrer Medikamente prüfen zu lassen.“ Achtung: Bestimmte Arzneimittel können die Hitzeverträglichkeit negativ beeinflussen. Dazu gehören blutdrucksenkende Mittel, Beruhigungsmittel sowie bestimmte Antidepressiva und Neuroleptika.
„Warnsignale des Körpers bei Hitze sollten unbedingt ernstgenommen werden. Hitzebedingte Beschwerden können sich schnell verschlimmern“, erklärt Inken Bär. „Achten Sie auf plötzlich auftretende Symptome wie Benommenheit, Schwindel, Schwäche, starker Durst oder Kopfschmerzen – dies können Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sein.“ Auch Übelkeit, Krämpfe oder eine erhöhte Körpertemperatur können auf Probleme hinweisen. Symptome wie Fieber, Erbrechen, Bewusstseinstrübung, Teilnahmslosigkeit, Bewusstlosigkeit oder ein Kreislaufkollaps können auf einen Hitzschlag hindeuten. „Auch heiße und trockene Haut (kann, aber muss bei Hitzschlag nicht immer auftreten), Delirium oder Schüttelkrämpfe erfordern sofortige Hilfe“, so Bär.
Vorbeugen ist besser als behandeln
Das kostenfreie E-Book richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen und ergänzt weitere Johanniter-Angebote wie Erste-Hilfe-Kurse, virtuelle E-Learnings und Broschüren.
Die Johanniter tragen mit ihrem E-Book zur Resilienz der Gesellschaft bei und unterstützen damit langfristig die Fähigkeit, Hitzebelastungen vorzubeugen und Risiken abzuschwächen. Spezifische Angebote wie das kostenlose E-Learning „Gut durch Hitzewellen kommen“ zeigen: Prävention lohnt sich. Das E-Book zum Thema Hitzeschutz kann über die Website der Johanniter heruntergeladen werden.
Erste-Hilfe-Kurse bei den Johannitern Nicht nur in der Hitzezeit retten die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen Leben. Mit einem deutschlandweit einmaligen Ausbildungskonzept vermitteln die Johanniter zielorientiert und effektiv die wichtigsten Maßnahmen in ihren Kursen. Buchen Sie Ihren Kurs unter www.johanniter.de/erste-hilfe.

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