Medizin & Gesundheit

AOK-Fazit zur Grippesaison 2025/2026 für Lübeck: Zahl der Influenza-Fälle auf hohem Niveau – 579 Influenza-Infektionen gemeldet

Fotos: AOK/colourbox/hfr · In Lübeck sind die Influenza-Infektionen in der abgelaufenen Grippesaison 2025/2026 zwar zurückgegangen, befinden sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Dieses Fazit zog heute die AOK NordWest. Insgesamt wurden nach den aktuellen Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) im Zeitraum von Anfang Oktober 2025 (40. Kalenderwoche) bis Ende April 2026 (17. Kalenderwoche) 579 Influenza-Infektionen gemeldet. Damit war die Influenza-Aktivität geringer als in der vorherigen Grippesaison 2024/2025 mit 919 registrierten Fällen. Bedenklich ist allerdings, dass die Impfbereitschaft gerade bei älteren Menschen ab 60 Jahren weiter gesunken ist.Nur etwa jeder dritte AOK-Versicherte (34,2 Prozent) in der vom RKI empfohlenen Altersgruppe ließ sich in Schleswig-Holstein gegen die gefährliche Influenza-Grippe impfen. Diese Bilanz zog die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI). „Vor allem für ältere Menschen kann eine Influenza-Infektion gefährliche Folgen haben. Wir raten daher insbesondere Menschen jenseits der 60, die Grippeschutzimpfung rechtzeitig zu nutzen“, warnt AOK-Serviceregionaleiter Reinhard Wunsch vor den Folgen der geringen Impfbereitschaft.

Februar war stärkster Grippe-Monat

Trotz rückläufiger Infektionszahlen in Lübeck ist die Zahl der Influenza-Infektionen in der aktuell abgelaufenen Grippesaison immer noch auf einem hohen Niveau. Insbesondere zu Anfang des Jahres 2026 (Kalenderwochen eins bis neun) waren besonders viele Infektionsfälle verzeichnet worden. In dieser Zeit wurden mit 490 Fällen 84,6 Prozent aller Infektionsfälle registriert. Der Monat Februar war dabei mit 311 Fällen der stärkste Grippe-Monat.

AOK rät zur Grippeschutzimpfung

Um sich vor einer Influenza-Infektion und schweren Krankheitsverläufen zu schützen, rät die AOK NordWest dringend dazu, die Grippeschutzimpfung zu nutzen. „Die Grippeschutzimpfung ist besonders für ältere und chronisch kranke Menschen unerlässlich“, sagt Wunsch. Allerdings ist die Impfbereitschaft bei den Über-60-Jährigen trotz der nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken mit dem Influenza-Virus gering. Das zeigt eine aktuelle AOK-Auswertung. Danach ließen sich im vergangenen Jahr nur 34,2 Prozent der Über-60-jährigen AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein impfen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt die Impfung für Menschen ab 60 Jahren. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte nach: Infektionskrankheiten wie die Grippe können dann gefährliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören Lungenentzündungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine Grippe kann zudem Asthmaanfälle verursachen.

Die STIKO empfiehlt die Impfung darüber hinaus auch Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko wie Schwangere und chronisch Kranke aller Altersgruppen, außerdem für medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem Publikumsverkehr.

Grippeschutzimpfung vormerken

Um für die nächste Grippesaison gewappnet zu sein, sollte schon jetzt der Herbst im Kalender vorgemerkt werden. Denn der beste Zeitraum für eine Impfung sind die Monate Oktober bis Mitte Dezember. Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper den vollen Impfschutz aufgebaut hat. Da sich Grippeviren ständig verändern, wird der Impfstoff jährlich für die zu erwartende Virus-Variante angepasst. Um optimal für die aktuelle Saison geschützt zu sein, ist eine erneute Impfung notwendig. Die Impfung kann bei allen niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen wie in der hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Zudem ist die Grippeimpfung für Personen ab 18 Jahren auch in Apotheken möglich. Dafür müssen Apotheker und Apothekerinnen eine spezielle Fortbildung nachweisen. Für die Impfung wird nur die elektronische Gesundheitskarte vorgelegt.

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