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787 Menschen in Lübeck haben einen Fersensporn- Wenn jeder Schritt schmerzt

Fotos: AOK/Colourbox/hfr · Ein stechender Schmerz in der Ferse bei den ersten Schritten am Morgen oder nach längerem Sitzen. Die Beschwerden nehmen bei größeren Belastungen zu. Dahinter steckt häufig eine Plantarfasziitis, oft auch Fersensporn genannt. Hierbei handelt es sich um einen knöchernen Auswuchs am Fersenbein, dem größten Knochen des Fußes. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest waren im Jahr 2024 allein in Lübeck 774 Menschen wegen eines Fersensporns in Behandlung.Und die Zahlen der Betroffenen nehmen zu: im Jahr 2025 stieg die Anzahl um 1,7 Prozent auf insgesamt 787 Betroffene. „Ein Fersensporn bildet sich größtenteils in Folge einer Überlastung, zum Beispiel durch körperliche Aktivität mit ungewohnt langen Steh- oder Gehzeiten oder durch hochgradiges Übergewicht (Adipositas) sowie bei Fußfehlstellungen wie Spreiz-, Senk- und Hohlfüßen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Ein Fersensporn ist ein kleiner, wenige Millimeter großer, dornenförmiger Knochenfortsatz an der Ferse. Dr. Katja Schwarzenhölzer von der AOK NordWest informiert: „Er kann entstehen, wenn die Sehnenplatte unter der Fußsohle über längere Zeit stark belastet wird. Der Fersensporn selbst verursacht meist keine Schmerzen, häufig ist aber die Sehnenplatte unter der Fußsohle gereizt und schmerzt, brennend oder ziehend.“

Mögliche Ursachen eines Fersensporns

Ein Fersensporn kann viele Ursachen haben. In den meisten Fällen ist eine Überlastung ursächlich. Diese kann zum Beispiel durch ungewohnt starke körperliche Aktivität mit langen Steh- oder Gehzeiten hervorgerufen werden insbesondere auch dann, wenn Menschen zudem mit ungeeignetem Schuhwerk oder Fußfehlstellungen unterwegs sind. Aber auch Überlastungen durch starkes Übergewicht (Adipositas) erhöhen das Risiko für Beschwerden. Hohes Gewicht macht beim Gehen oder Laufen nicht nur den Gelenken an Hüfte, Knie und Fuß zu schaffen. Auch das Fußgewölbe bekommt durch das Gewicht mehr Druck, der zu mehr Zug am Fersenbein führt. Dieser kann dazu führen, dass sich die Sehne an der Fußsohle entzündet und schmerzt. Menschen mit Fußfehlstellung wie zum Beispiel Spreiz-, Senk- und Hohlfüßen haben ebenfalls ein höheres Risiko, einen Fersensporn auszubilden.

Fersensporn behandeln

Um die Schmerzen zu lindern, rät die AOK-Ärztin Betroffenen, geeignete Schuhe mit dämpfender Sohle zu tragen, die Fußsohle regelmäßig zu kühlen und zu massieren. „Schmerzauslösende Belastungen sollten zunächst reduziert werden. Kühlen sowie Dehn- und Kräftigungsübungen können helfen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können für eine begrenzte Zeit auch Schmerzmedikamente angewendet werden“, so Dr. Schwarzenhölzer. Bei einer Fehlstellung des Fußes sind zusätzlich orthopädische Einlagen angeraten.

Gamechanger Gewichtsreduktion

„Bei starkem Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme den Fuß entlasten und die Beschwerden lindern. Zusammen mit regelmäßigen Dehn- und Kräftigungsübungen kann dies die Genesung unterstützen. Weniger Körpergewicht wirkt zudem entlastend auf das Fersenbein und die entzündete Sehne. Viele Betroffene können dadurch wieder eine Beschwerdefreiheit erreichen. Je nach Schweregrad der Entzündung kann der Krankheitsverlauf aber mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern“, sagt Schwarzenhölzer.

Weitere Informationen zum Thema ‚Gesunde Ernährung‘ unter www.aok.de/nw.

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