KulturVeranstaltungen

„Dunkelnacht im Dialog“ im Pop-Up Zeit.LAB

Foto: HL · Vorführung der Jugend-Theaterproduktion am 30. September 2026.

Wie kann Geschichte so vermittelt werden, dass sie junge Menschen erreicht, berührt und zum Nachdenken anregt? Am Mittwoch, 30. September 2026, um 19 Uhr, zeigen die Theater-Regisseurin Anika Frankenberg und der Dramaturg Mathis Dieckmann einen 20- bis 30-minütigen Zusammenschnitt der Jugend-Theaterproduktion „Dunkelnacht“ im Pop-Up Zeit.LAB der Fachstelle Erinnerungskultur der Hansestadt Lübeck in der Königstraße 49. Im Anschluss an die Vorführung kommen sie mit der Fachstelle Erinnerungskultur und dem Publikum ins Gespräch.Jugendtheaterstück Dunkelnacht

Die Theaterinszenierung „Dunkelnacht“ wurde im April 2026 in der St. Petri Kirche Lübeck aufgeführt. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Jugendroman von Kirsten Boie und erzählt von der Penzberger Mordnacht im April 1945: In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs scheint alles möglich – auch für Marie, Schorsch und Gustl. Doch die Nacht wird dunkel und lang, als das NS-Regime ein letztes Mal jeden Widerstand zum Schweigen bringen will.

Die Inszenierung, gespielt von Jugendlichen, stellt zentrale Fragen nach Zivilcourage, Verantwortung und der Gefahr des Wegschauens. Acht Darstellende machen die historischen Ereignisse aus persönlicher Perspektive erlebbar und schlagen eine Brücke in die Gegenwart.

Ein Gespräch im Anschluss an den Zusammenschnitt der Theaterproduktion schlägt auch im Pop-Up Zeit.LAB die Brücke zur Gegenwart und fragt darüber hinaus nach neuen und kreativen Formen der Vermittlung von Geschichte.

Pop-Up Zeit.LAB der Fachstelle Erinnerungskultur im Kulturbüro

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms des Pop-Up Zeit.LABs der Fachstelle Erinnerungskultur im Kulturbüro der Hansestadt Lübeck. Im Pop-Up Zeit.LAB lädt eine Mitmach-Ausstellung die Besucher:innen dazu ein, eigene Ideen, Erfahrungen und Vorstellungen zum Thema Erinnerungskultur einzubringen: Wie soll in Lübeck künftig erinnert werden? Welche Geschichten sollen erzählt werden? Wie könnte ein künftiger Lern- und Erinnerungsort aussehen? Darüber hinaus stellen erinnerungskulturelle Initiativen ihre Arbeit vor und zeigen, wo und wie man sich in Lübeck engagieren kann.
Der inhaltliche Schwerpunkt des Pop-Up Zeit.LABs liegt auf dem Thema „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“, insbesondere auf dem bisher noch kaum erforschten Widerstand von Lübecker Frauen.

Neben der Veranstaltung „Dunkelnacht im Dialog“ finden im Pop-Up Zeit.LAB bis zum 10. Oktober 2026 viele weitere Veranstaltungen statt. Alle Informationen zum Programm gibt es online unter: www.luebeck.de/zeitlab

Das Pop-up Zeit.LAB ist noch bis einschließlich Samstag, 10. Oktober 2026, in der Königstraße 49 zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr, Samstag von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Für Schulklassen und andere Gruppen ab 10 Personen kann das Pop-up Zeit.LAB nach Absprache auch vormittags geöffnet werden. Voranmeldungen bitte an: christine.haupt@luebeck.de

Hinweis: Die vollständige Aufzeichnung von „Dunkelnacht“ kann ab Mittwoch, 30. September 2026, von Schulen für schulinterne Bildungszwecke genutzt werden. Der Link ist auf Anfrage über das Kulturbüro der Hansestadt Lübeck und der Schauspielschule der Gemeinnützigen erhältlich.

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