Die psychosoziale Dimension von SED-Unrecht
Foto: B. Bley/LAMV· Fachtag und Doppelkonzert mit Stephan Krawczyk und Karl-Heinz Bomberg am 27. Oktober 2026 in der Aula der Universität Rostock.
Welche besonderen Kompetenzen, welches Wissen benötigen Menschen in Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufen, in Beratungsstellen, in Behörden für die Arbeit mit Betroffenen von SED-Unrecht? Unter dem Titel „Psychosoziale Dimension von SED-Unrecht“ laden am 27. Oktober 2026 von 10.00 bis 16.30 Uhr der Landesbeauftragte für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock und die Landeszentrale für politische Bildung M-V zu einem Fachtag in die Aula der Universität Rostock ein.
Bis 20. Oktober 2026 ist eine Anmeldung unter tagung@lamv.mv-regierung.de möglich. Die Veranstaltung ist kostenfrei und als Lehrerfortbildung sowie mit 6 Fortbildungspunkten der Ärztekammer anerkannt. Eine Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer ist beantragt.
Den Fachtag beschließt um 19.00 Uhr in der Aula ein Doppelkonzert der Liedermacher Stephan Krawczyk und Karl-Heinz Bomberg, welches ohne Anmeldung und Teilnahme am Fachtag kostenfrei besucht werden kann. Die Landeszentrale bietet als Begleitprogramm um 17.00 eine Führung durch die Dokumentations- und Gedenkstätte (DuG) an.
Tausende Menschen haben in der DDR unter der SED-Diktatur Leid und Unrecht erfahren.
Viele Betroffene leben unter uns und leiden heute noch unter den Folgen von Haft, Umerziehung, Zersetzung oder Zwangsdoping. Der Forschungsverbund „Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht“ der Universitätskliniken Jena, Leipzig, Magdeburg und Rostock hat diesen Zusammenhang in 12 Teilprojekten von 2021 bis 2025 untersucht und nachgewiesen. Die Erkenntnisse des Forschungsverbunds werden in Vorträgen und Workshops des Fachtags vermittelt und vertieft
