Blaulicht

POL-HL: Ostholstein – Bad Schwartau / Vermeintlicher Raubüberfall unterbricht Verkehrskontrolle

Lübeck (ots) –

Eine Verkehrskontrolle in Bad Schwartau führte am Dienstag (13.10.2026) zu gleich zwei Ermittlungsverfahren. Während die Beamten dem Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis nachgingen, führte ein Notruf wegen eines vermeintlichen Raubüberfalls zur Unterbrechung der Maßnahmen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Notruf möglicherweise bewusst vorgetäuscht wurde.
Gegen 11:40 Uhr kontrollierten Beamte des Polizeireviers Bad Schwartau einen Pkw mit mehreren Insassen im Bereich der Elisabethstraße.

Hierbei ergab sich der Verdacht, dass der 20-jährige Fahrzeugführer (Staatsangehörigkeit: russisch) nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Die übrigen Insassen wurden vor Ort aus den Maßnahmen entlassen.
Noch während der Kontrolle ging bei der Regionalleitstelle der Polizei ein Notruf ein. Demnach sollte eine ältere Frau auf dem Markplatz in Bad Schwartau unter Vorhalt eines Messers ausgeraubt werden. Die Einsatzkräfte beendeten daraufhin die Verkehrskontrolle und begaben sich zum vermeintlichen Tatort.
Vor Ort konnten die Beamten jedoch weder eine geschädigte Person noch Hinweise auf eine entsprechende Straftat feststellen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass der Notruf bewusst abgesetzt worden sein könnte, um die laufende Verkehrskontrolle in Bad Schwartau zu unterbrechen.
Die dahingehenden Ermittlungen führten zu einem 17-Jährigen (Staatsangehörigkeit: deutsch), der sich zuvor ebenfalls in dem kontrollierten Fahrzeug aufgehalten hatte. Die Beamten stellten sein Mobiltelefon als Beweismittel sicher.
Gegen den Jugendlichen wird nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen und des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Gegen den 20-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.
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