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DB ertüchtigt die Strecke Lübeck–Büchen

Bild: Gemini KI generiert (c) TBF · Baustart mit erster Vollsperrung ab Oktober • Maßnahmen für stabileren Zugverkehr in der Region • Provisorische Bahnsteigverlängerungen für längere Züge • Ersatzkonzept von Erixx mit Busse.(Hamburg, 16. Oktober 2026) Die Deutsche Bahn (DB) startet auf der Bahnstrecke Lübeck–Büchen mit umfassenden Ertüchtigungsarbeiten. Zwischen Lübeck Hauptbahnhof und Büchen erneuert die DB in zwei Sperrpausen Gleise, Dämme, Durchlässe und Stützwände und passt mehrere Bahnübergänge und Stellwerke an. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der für 2028 geplanten Korridorsanierung der Bestandsstrecke Lübeck–Hamburg. Reisende profitieren davon, dass die Züge stabiler und zuverlässiger fahren können.

Die erste Totalsperrung beginnt am Montag, 19. Oktober, und dauert bis Samstag, 12. Dezember. Eine zweite Sperrpause folgt im kommenden Jahr: Vom Donnerstag, 5. Februar, bis Donnerstag, 14. Mai. In beiden Zeiträumen ist die Strecke für den Zugverkehr gesperrt. Mit provisorischen Bahnsteigverlängerungen in Mölln und Ratzeburg (beides Kreis Herzogtum Lauenburg) schafft die DB die Voraussetzung dafür, dass während der Korridorsanierung Lübeck–Hamburg auch längere Personenzüge auf der Strecke halten können.

Für die erste Sperrpause hat das Verkehrsunternehmen Erixx einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Mehr Informationen unter RE83: Sperrung Lübeck Hbf <> Büchen
Reisende sollten für ihre Fahrt mehr Zeit einplanen und sich vorab über die Fahrzeiten des Ersatzverkehrs informieren. Die DB bittet alle Reisenden um Verständnis für die Einschränkungen.

Maßnahmen im Detail – mit Blick auf den Nutzen:

Gleiserneuerung: Die DB erneuert acht Kilometer Gleise. Dadurch fahren Züge künftig ruhiger und die Strecke ist technisch besser auf Umleitungen während der Korridorsanierung Lübeck–Hamburg vorbereitet.

Stützwände und Durchlässe: 250 Meter Stützwände und drei Durchlässe werden erneuert. Diese Bauwerke sind teilweise über 150 Jahre alt und haben das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht.

Dammertüchtigung: Auf sechs Kilometern verstärkt die DB den Bahndamm. Der stabilere Damm kann die Lasten des Zugverkehrs besser aufnehmen. In der Vergangenheit kam es hier insbesondere zwischen Mölln und Güster häufiger zu Langsamfahrstellen.

Bahnübergänge: An 14 Bahnübergängen nimmt die DB Anpassungen vor. Das erhöht die Sicherheit für Straßen- und Bahnverkehr.

Stellwerkshochrüstung: Vier Stellwerke werden technisch hochgerüstet. Stellwerke steuern Zugfahrten, Weichen und Signale. Die Modernisierung ermöglicht eine präzisere und stabilere Betriebsführung.

Weichen und Weichenheizungen: Die DB baut im Bereich des Bahnhofs Mölln zwei zusätzliche Weichen ein und stattet diese mit Heizungen aus. Die zusätzlichen Weichen ermöglichen es, den Verkehr besser abzuwickeln. Die Heizungen verhindern, dass Weichen bei Frost blockieren.

Bahnsteigverlängerungen in Mölln und Ratzeburg: Die DB verlängert provisorisch Bahnsteige in Mölln und Ratzeburg. Dadurch können dort für die Dauer der Umleiterverkehre aufgrund der Korridorsanierung Lübeck-Hamburg längere Personenzüge halten.

Kabel- und Oberbauarbeiten: Zusätzlich führt die DB Kabeltiefbau- und Oberbauarbeiten durch. Diese Arbeiten sichern die technische Infrastruktur entlang der Strecke und machen sie widerstandsfähiger gegen Störungen.

Wie es weitergeht
Die erste Streckensperrung nutzt die DB vor allem für Arbeiten an Durchlässen und Stützwänden sowie für Kabeltiefbau-, Dammertüchtigungs- und Oberbauarbeiten. In der zweiten Sperrpause folgen weitere Dammertüchtigungen und Oberbauarbeiten, die provisorischen Bahnsteigverlängerungen sowie die Stellwerkshochrüstungen.

Mit der Ertüchtigung der Strecke Lübeck–Büchen leistet die DB einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Netzes in der Region. Reisende erhalten während der kommenden großen Bauarbeiten im Bestandsnetz mehr alternative Fahrmöglichkeiten – mit dem Ziel, dann trotz Umleitungen möglichst verlässlich unterwegs zu sein.

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