Krankenhaus Travemünde: CDU arbeitet an tragfähiger Perspektive für den Standort
„Wir wollen die bisherige hochwertige medizinische Versorgung erhalten und arbeiten an einer
tragfähigen Lösung für Travemünde.“
Die angekündigte Schließung des Krankenhauses in Travemünde bewegt viele Bürgerinnen und Bürger.
Für die beiden Wahlkreisabgeordneten Henning Schumann und Jochen Mauritz steht fest: Die Menschen
in Travemünde müssen auch künftig auf eine gute und verlässliche medizinische Versorgung vor Ort
zählen können.
Dabei müssen die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Die unter
dem damaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf den Weg gebrachte Krankenhausreform
stellt Krankenhäuser und Länder vor erhebliche Herausforderungen. Die schleswig-holsteinische
Landesregierung mit Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken muss die bundesrechtlichen
Vorgaben umsetzen und zugleich die bestmögliche medizinische Versorgung sicherstellen.
„Wer den Erhalt des Krankenhauses fordert, muss auch erklären, wie dies unter den geltenden
gesetzlichen Rahmenbedingungen gelingen kann“, erklärt Dr. Heiner Austrup, der die Gespräche für die
CDU fachlich begleitet. „Wir brauchen eine realistische, rechtlich tragfähige und medizinisch
verantwortbare Lösung.“
Kritisch betrachten die CDU-Politiker die Unterschriftensammlung der SPD gegen die Schließung. Die
Sozialdemokraten müssten sich auch mit der Verantwortung ihrer eigenen Partei für die
Krankenhausreform auseinandersetzen. Es reiche nicht aus, gegen eine Schließung zu mobilisieren, ohne
die Auswirkungen bundespolitischer Entscheidungen und die tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten
aufzuzeigen. „Wir halten nichts davon, Hoffnungen zu wecken, ohne die rechtlichen und finanziellen
Möglichkeiten offenzulegen. Die Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf eine ehrliche Diskussion
darüber, welche Lösungen tatsächlich umsetzbar sind“, betont Schumann.
Die CDU setzt auf direkte Gespräche und konkrete Perspektiven. Schumann und Mauritz stehen bereits
mit Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken im Austausch. Gemeinsam wird an einer tragfähigen
Alternative für den Gesundheitsstandort Travemünde gearbeitet. Dabei soll ausdrücklich auch die
Travemünder Ärzteschaft einbezogen werden. Bestehende medizinische Strukturen, der
Versorgungsbedarf und mögliche neue Versorgungskonzepte sollen gemeinsam betrachtet werden. Ziel
bleibt eine langfristig verlässliche medizinische Versorgung vor Ort.
„Wir wollen nicht nur über Probleme sprechen, sondern konkrete Lösungen entwickeln. Deshalb suchen
wir das Gespräch mit der Landesregierung und den Ärztinnen und Ärzten vor Ort. Entscheidend ist, dass
die Menschen in Travemünde auch künftig medizinisch gut versorgt werden“, erklärt Mauritz.
Weitere Gespräche sind für Anfang November vorgesehen, um die bisherigen Überlegungen zu vertiefen
und mögliche Perspektiven für den Gesundheitsstandort Travemünde zu konkretisie
