Wärmeversorgung gemeinsam denken
Bild: Elizaveta Schefler · Informations- und Austauschabend am 12. November 2026 in der Musik- und Kongresshalle Lübeck.
Wie können Häuser auch außerhalb künftiger Fernwärmegebiete zuverlässig, bezahlbar und klimafreundlich beheizt werden? Welche Möglichkeiten bieten gemeinsam genutzte Wärmepumpen oder kleine Wärmenetze für mehrere Gebäude? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Klimaleitstelle der Hansestadt Lübeck und die Initiative „bewirk – Gemeinsam fürs Klima“ bei einem Informations- und Austauschabend am Donnerstag, 12. November 2026, von 17.30 bis 19 Uhr im kleinen Saal der Musik- und Kongresshalle (MUK). Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Hansestadt Lübeck und die Stadtwerke Lübeck konkretisieren kontinuierlich die kommunale Wärmeplanung. Dabei zeichnet sich zunehmend ab, in welchen Gebieten ein Ausbau der Fernwärme vorgesehen ist und wo andere Lösungen für die zukünftige Wärmeversorgung benötigt werden. Die Ergebnisse sind auf der interaktiven Karte zur kommunalen Wärmeplanung unter www.luebeck.de/kwp-geodaten einsehbar. Sie bietet den Lübecker eine wichtige Orientierung für die langfristige Planung ihrer Wärmeversorgung.
Für viele Gebäude außerhalb der Fernwärmegebiete kann eine eigene Wärmepumpe eine geeignete Lösung sein. Gerade in dicht bebauten Quartieren, etwa in Teilen der Lübecker Altstadt oder in Erhaltungssatzungsgebieten, können jedoch begrenzte Flächen, bauliche Anforderungen oder hohe Investitionskosten die Umsetzung erschweren. Hier kann es sinnvoll sein, über die Grenzen des eigenen Grundstücks hinauszudenken: Eine gemeinsam genutzte Wärmepumpe oder ein kleines Wärmenetz für mehrere Häuser kann neue Möglichkeiten eröffnen. Durch die gemeinsame Nutzung technischer Anlagen und der erforderlichen Infrastruktur lassen sich zudem wirtschaftliche Vorteile erzielen.
Kleine Wärmentze als individuelle Lösungen
Dass gemeinschaftliche Wärmeversorgung in Lübeck bereits umgesetzt wird, zeigen verschiedene Beispiele. In der Gravensteinstraße gibt es eine gemeinschaftliche Wärmeversorgung. Im Lauerhofer Feld entsteht ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz, während im Dom-Quartier eine entsprechende Lösung geplant ist.
Wie solche Projekte entstehen können und welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind, steht im Mittelpunkt des Informationsabends. Neben technischen Möglichkeiten geht es auch darum, wie sich Interessierte in der Nachbarschaft zusammenfinden und gemeinschaftliche Vorhaben organisieren lassen.
Informationen vermitteln und Interessierte zusammenbringen
„Mit der Veranstaltung möchten wir weitere nachbarschaftliche Projekte anstoßen und unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei ganz praktische Fragen wie: Welche technischen Möglichkeiten gibt es? Wie finden sich Interessierte zusammen? Und wie lassen sich gemeinschaftliche Projekte organisieren?“, sagt Ute Obel, Leiterin des Bereichs Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz der Hansestadt Lübeck.
Die Veranstaltung soll nicht nur fachliche Informationen vermitteln, sondern auch Menschen zusammenbringen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und gemeinsam nach Lösungen suchen möchten. Für Fragen und Gespräche stehen neben der Klimaleitstelle und der Initiative „bewirk“ auch die Stadtwerke Lübeck und die Bürgerenergie zur Verfügung.
Der Informations- und Austauschabend wird in Kooperation mit der Initiative „bewirk – Gemeinsam fürs Klima“ durchgeführt und von BINGO! Die Umweltlotterie sowie der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) gefördert.
