A 21: Etappensieg für die Region – konsequenter Weiterbau bis Kiel erforderlich
KIEL, 01. April 2026 – Die Verkehrsfreigabe des A 21-Abschnitts zwischen Nettelsee und Klein Barkau markiert einen wichtigen Fortschritt für die Region. Aus Sicht der IHK zu Kiel ist dieser Etappensieg jedoch überfällig. Die IHK mahnt an, dass der Schwung der Fertigstellung nun unmittelbar in die nächsten Planungsphasen mitgenommen werden muss, um den Wirtschaftsstandort Kiel nicht vor der Stadtgrenze im Stau stehenzulassen.
Die IHK begrüßt die Freigabe des Teilstücks, verweist jedoch auf die langwierige Entstehungsgeschichte. „Dass der Verkehr zwischen Nettelsee und Klein Barkau jetzt endlich rollt, ist eine gute Nachricht für unsere Region – auch wenn der Ausbau länger dauerte als geplant“, ordnet IHK-Präsident Knud Hansen die aktuelle Entwicklung ein. Die Wirtschaft und die Pendler hätten viel Geduld bewiesen; nun müsse sichergestellt werden, dass die Autobahn ihre volle Wirkung erzielt, indem sie ihr Ziel, die Landeshauptstadt, tatsächlich erreicht.
Für den anschließenden Abschnitt von Klein Barkau bis zum Kieler Wellseedamm fordert die IHK höchste Konsequenz in der Umsetzung. Es dürfe nach der aktuellen Freigabe keine Verzögerungen mehr geben. Ziel müsse ein nahtloser Übergang sein, damit die im Süden gewonnene Zeit nicht durch Engpässe vor der Stadtgrenze wieder verloren geht. Für die ansässigen Unternehmen sei Planungssicherheit das höchste Gut, weshalb die Verantwortlichen hier zwingend „am Ball bleiben“ müssten.
Besonderes Augenmerk legt die IHK auf den Stadteingang und den Anschluss an die B 76. Die DEGES-Voruntersuchung habe die fachliche Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Ausbaus bis zum Barkauer Kreuz bereits unmissverständlich aufgezeigt. Nach Jahren intensiver Diskussionen müsse hier nun endlich eine verbindliche Entscheidung fallen, um in das formelle Verfahren einzusteigen.
„Wir legen der Kieler Stadtpolitik nahe, auf die Expertise der DEGES zu vertrauen“, betont Hansen. Er warnt zudem davor, die Finanzierung des Projekts durch Sonderwünsche zu gefährden: „Es ist eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft, den Status der A 21 als Autobahn bis zum Barkauer Kreuz beizubehalten. Nur so ist die vollständige Finanzierung durch den Bund gesichert. Kiel kann es sich nicht leisten, aus ideologischen Gründen auf Bundesmittel zu verzichten und die Kosten für den Ausbau am Ende selbst tragen zu müssen.“
Von der Ostsee bis an die Elbe vertritt die IHK zu Kiel seit 1871 die Interessen der gewerblichen Wirtschaft und setzt sich für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ein. In den kreisfreien Städten Kiel und Neumünster sowie in den Kreisen Pinneberg, Plön, Rendsburg-Eckernförde und Steinburg ist sie das Sprachrohr von rund 75.000 Unternehmen.
