Gute Nachrichten für das Tourismusland Schleswig-Holstein: Hohe Zufriedenheit der Mitarbeitenden
KIEL. Die touristischen Betriebe in Schleswig-Holstein meistern den Strukturwandel besser als vermutet: Trotz der Herausforderungen durch den Fachkräftemangel zeigt die aktuelle Studie „Arbeitszufriedenheit im Tourismus SH 2025“, dass die Mitarbeitenden der Branche eine hohe Loyalität und Zufriedenheit aufweisen. Rund 74 Prozent der Befragten geben an, mit ihrer Arbeit (sehr) zufrieden zu sein. Dies ist ein deutliches Signal für die Attraktivität des echten Nordens als Arbeitsplatz.Die im September 2025 durchgeführte Online-Befragung des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (FH Westküste) in Kooperation mit der IHK Schleswig-Holstein und dem DEHOGA SH zeigt ein differenziertes, aber überwiegend positives Bild der Arbeitswelt im Tourismus. So ist die Bindung der Mitarbeitenden an ihre Betriebe hoch: 45 Prozent der Befragten halten einen Arbeitsplatzwechsel in den nächsten zwölf Monaten für „sehr unwahrscheinlich“. Besonders positiv werden dabei Teamwork und Kollegialität (96 Prozent Wichtigkeit), Gehalt (92 Prozent) sowie die eigentlichen Arbeitsinhalte (90 Prozent) beurteilt. „Die Ergebnisse fallen besser aus als erwartet“, so der Tenor der Projektbeteiligten. Die Betriebe haben den Fachkräftemangel nicht nur erkannt, sondern aktiv gegengesteuert. Flexible Arbeitszeitmodelle und eine gestiegene Wertschätzung tragen dazu bei, dass sich die Fachkräfte im Tourismus wohlfühlen.
Trotz der positiven Grundstimmung identifiziert die Studie klare Handlungsfelder: Die Arbeitsbelastung wird von 59 Prozent der Teilnehmenden als hoch oder sehr hoch eingeschätzt. Zudem bleibt der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den Tourismusregionen ein strukturelles Problem, insbesondere in den touristischen Hotspots: Nur 32 Prozent der Befragten sind mit der Situation vor Ort zufrieden. Hier ist ein koordiniertes Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft gefragt, um die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.
Die komplette Auswertung der Umfrage erhalten Sie hier: www.ihk.de/sh/studie-arbeit-sh
