Haus & Grund zu den hohen Energiepreisen; schnell weg von Heizöl und Erdgas!
Die hohen Preise für Kraftstoff an den Tankstellen bestimmen die Schlagzeilen in den Medien. Aber auch die Preise für Heizöl explodieren. Während im Februar ein Liter leichtes Heizöl noch 95,32 Cent kostete (Quelle: statista), muss man in Schleswig-Holstein aktuell mit 150 bis 168 Cent pro Liter Heizöl rechnen. In Schleswig-Holstein werden derzeit noch 16,4 Prozent der Wohnungen mit Heizöl beheizt (Quelle: Mikrozensus 2022, Statistik Nord); 56,1 Prozent mit Erdgas und 21,0 Prozent mit Fernwärme. Der Anteil erneuerbare Energieträger (Holz, Holzpellets, Biomasse, Biogas, Solar-/Geothermie, Wärmepumpen) lag bei zusammen 4,4 Prozent. Das ist weniger als in Deutschland insgesamt (6,9 Prozent).
Das kommentierte Alexander Blažek, Vorstandsvorsitzender des Grundeigentümerverbandes Haus & Grund Schleswig-Holstein, folgendermaßen:
„Das aktuelle Motto muss lauten: Schnell weg von Heizöl und Erdgas! Fossile Energieträger haben keine Zukunft. Wer nach dem Beginn des Irankriegs und der damit verbunden Explosion der Energiepreise noch glaubt, weiterhin auf Heizöl oder Erdgas setzen zu können, setzt auf das falsche Pferd. Biogas oder grüner Wasserstoff, wie Bundeswirtschaftsministerin Reiche wohl bei der Diskussion um das Heizungsgesetz glauben machen will, stellen keine Alternative dar. Diese Energieträger werden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen, um Wohnungen zu beheizen.
Die Preise für Heizöl zu deckeln, stellt ebenso wenig eine Lösung dar, weil das knappe Angebot die Preise hochtreibt. Daran ändert auch eine Regulierung nichts. Heizöl oder Erdgas zu subventionieren, setzt das falsche Preissignal. Wenn fossile Energie zum Heizen zu teuer wird, helfen staatliche Eingriffe kaum und kosten unnötig Steuergelder.
Die Alternative im echten Norden ist die Wärmepumpe. In Schleswig-Holstein steht mehr mit Wind und Sonne erzeugter Strom zur Verfügung, als wir derzeit verbrauchen können. Die Wärmepumpe ist also umweltfreundlich und trägt damit zur Energiewende im Wohngebäudesektor entscheidend bei, um die ambitionierten Klimaschutzziele des Landes zu erreichen.
Ob die eigene oder vermietete Immobilie mit einer Wärmepumpe wirtschaftlich beheizt werden kann, können Eigentümer mit einer Energieberatung ermitteln. Hier ist Schleswig-Holstein vorbildlich, weil die Landesregierung die Energieberatung für private Eigentümer mit bis zu 90 Prozent bezuschusst. Dieses Förderprogramm wird von Haus & Grund Schleswig-Holstein organisiert. Wer sich jetzt darum kümmert, muss sich möglicherweise schon im nächsten Winter keine Sorgen mehr machen, wie er das Heizöl bezahlen soll.“
Haus & Grund Schleswig-Holstein vertritt die Interessen der privaten Grundeigentümer und hat landesweit über 74.000 Mitglieder. Privaten Grundeigentümern gehören rund 80 Prozent aller Wohnimmobilien









