KulturVeranstaltungen

Konzertankündigung: Winterkonzerte des Lübecker Uniorchesters

Das Orchester der Universität zu Lübeck lädt herzlich zu seinen beiden Winterkonzerten ein, die am 6. Februar um 20 Uhr in der Laeiszhalle in Hamburg und am 8. Februar um 18 Uhr in der Musik- und Kongresshalle in Lübeck stattfinden.

Im Zentrum des Programms steht Ludwig van Beethovens virtuos komponiertes „Tripelkonzert“ für Klavier, Violine und Violoncello – sein einziges Konzert, das drei Soloinstrumente vereint. Das Werk galt seinerzeit als äußerst innovativ, da es die drei Solostimmen in gleichwertiger Rolle zusammenführt und dabei ein beeindruckendes Zusammenspiel zwischen Soli und Orchesterklang erzeugt. Beethoven begann die Komposition 1803 und soll das Konzert als ein absolut neues Experiment betrachtet haben. Trotz einiger Bedenken, ob Publikum und Besetzung der hohen Komplexität gewachsen seien, zeigte er sich überzeugt von der Originalität und dem künstlerischen Wert seines Werkes.Die solistischen Partien übernimmt dabei das Amelio-Trio, das für die Saison 2026/27 zum ECHO Rising Star gekürt wurde und eine enge Verbindung zur Stadt Lübeck pflegt. Das Trio begeistert mit einem breit gefächerten Repertoire von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik und ist für seine lebendige, kommunikative Spielweise auch international hochgeschätzt. Die Leitung obliegt dem jungen und energiegeladenen Dirigenten des Universitätsorchesters, Sönke Grohmann. Das Orchester der Universität zu Lübeck wurde 2007 gegründet und hat sich als eines der führenden Universitätsorchester in Norddeutschland etabliert. Nach den erfolgreichen vergangenen Konzerten im Theater und in der Musik- und Kongresshalle Lübeck freut sich das Orchester, nun erstmals auch in der Hansestadt Hamburg in der renommierten Laeiszhalle auftreten zu können.

Ergänzt wird das Programm durch Johannes Brahms’ Sinfonie Nr. 4 in e-Moll. Diese entstand hauptsächlich während zweier Sommeraufenthalte 1884 und 1885 im steirischen Mürzzuschlag, wobei Brahms zunächst geheim hielt, dass er an diesem Werk arbeitete. Die Komposition ist geprägt von einer dichten, komplexen Struktur und einer emotionalen Dramatik, die vor allem im kraftvollen Finale zum Ausdruck kommt. Brahms selbst zeigte sich unsicher über die Akzeptanz der Sinfonie, verglich sie scherzhaft mit den „bitteren Kirschen“ der Region, in der er komponierte. Die Uraufführung fand 1885 unter Brahms’ eigener Leitung statt, was für ihn eine außergewöhnliche Situation war.

Die Zuhörenden in Hamburg und Lübeck erwartet ein faszinierender und schwungvoller Abend, der ein hochkarätiges Kammermusikensemble, ein engagiertes Universitätsorchester und bedeutende Werke der klassischen Musik vereint. Tickets (ab 14€, ermäßigt ab 7,50€) sind im Vorverkauf auf der Internetseite der jeweiligen Konzerthalle sowie vor Ort an der Abendkasse erhältlich.

Foto: Orchester der Universität zu Lübeck