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Mehr Ackervielfalt in Schleswig-Holstein

Landwirtschaftsministerium fördert Anbaudiversifizierung und heimische Eiweißpflanzen – Medienservice Klima & Gesundheit bietet Infos zu den möglichen Gesundheitsfolgen

Schleswig-Holstein fördert ab 2027 mit dem neuen Programm „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ mehr Abwechslung auf den Feldern und den Anbau heimischer Eiweißpflanzen. Dafür stellt das Landwirtschaftsministerium insgesamt 4,5 Millionen Euro als Agrarumwelt- und Klimamaßnahme (AUKM) bereit. Ziel ist es, Fruchtfolgen zu erweitern, Böden und Gewässer zu schützen, Treibhausgase zu senken und die regionale Eiweißversorgung zu stärken. Teilnehmen können landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein, die mindestens fünf Kulturen anbauen und einen Anteil von 10 bis 30 Prozent Leguminosen wie Erbsen oder Ackerbohnen in die Fruchtfolge integrieren. Die Förderung beträgt 21 Euro pro Hektar und Jahr, läuft über drei Jahre und kann bis zum 15. Mai 2026 beantragt werden.

Im Dossier „Ernährung & Landwirtschaft“ des gemeinnützigen Medienservice Klima & Gesundheit finden Sie tiefergehende Informationen zu den Wechselwirkungen von Klimawandel und Landwirtschaft.

So kann ein vielfältigerer landwirtschaftlicher Anbau nicht nur für bessere Ernten sorgen, er ist vor allem auch förderlich für die biologische Vielfalt. Dies ergab eine globale Studie unter Leitung der Universitäten Hohenheim und Kopenhagen, die auf Datensätzen von 2.655 landwirtschaftlichen Betrieben auf fünf Kontinenten beruht.

Das Dossier bietet darüber hinaus Erfolgsbeispiele ökologischer Landwirtschaft aus Deutschland sowie bundesweite und regionale Recherchetipps, hilfreiche Datenbanken, Expert:innen und Inspiration für die Themenfindung, wie etwa eine Broschüre der Verbraucherzentrale über klimafreundliche Ernährung.