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Podiumsdiskussion der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer

Die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer lädt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Verzerrte Wahrnehmung der inneren Sicherheit“ ein. Gemeinsam wollen wir erörtern, inwieweit die objektive Sicherheitslage mit der öffentlichen Wahrnehmung übereinstimmt und welche Faktoren mögliche Unterschiede beeinflussen. Zudem wird betrachtet, welche Maßnahmen zu einer realistischeren Einschätzung der inneren Sicherheit beitragen können.

Neben Jan Kürschner (B90/Grüne), Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Vorsitzender des Innen- und Rechtsausschusses sowie Fachanwalt für Strafrecht und Strafverteidiger, und Steffen Russ, Leiter der Abteilung Internationale Zusammenarbeit + Gemeinsames Bildungs- und Forschungszentrum im BKA (unter anderem mit Zuständigkeit für die Polizeiliche Kriminalstatistik und Dunkelfeldforschung), werden zwei weitere renommierte Experten an der Veranstaltung teilnehmen: Professor Dr. Thomas Feltes, Jurist und Polizeiwissenschaftler, sowie Professor Dr. Thomas Kliche, Bildungsforscher, Politologe und Psychologe.

Moderiert wird die Diskussion auch in diesem Jahr von Burkhard Plemper, Soziologe, Filmemacher, Journalist und ehemaliger Moderator der NDR-Diskussionssendung „Redezeit“.

Wie Kriminalitätsstatistiken und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zusammenhängen, ist eine zentrale Frage der Debatte um die innere Sicherheit. Während Statistiken eine messbare Grundlage bieten, beeinflussen gesellschaftliche Entwicklungen, wirtschaftliche Faktoren und die mediale Berichterstattung das Sicherheitsgefühl.

Ob eine Diskrepanz zwischen erfassten Daten und öffentlicher Wahrnehmung besteht, bedarf einer differenzierten Betrachtung. Sicherheitsgefühle entstehen nicht allein durch Statistiken, sondern auch durch politische Entscheidungen, öffentliche Debatten und individuelle Erfahrungen.

Eine Analyse der inneren Sicherheit muss über Kriminalitätszahlen hinausgehen. Mediale Diskurse, politische Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Entwicklungen spielen eine entscheidende Rolle, um das Zusammenspiel von Sicherheitslage und Wahrnehmung zu verstehen.

Auch die Justiz trägt zur Stabilität bei. Richter und Anwälte sollen die Rechtsstaatlichkeit sichern und das Vertrauen in das Rechtssystem stärken, das wiederum das Sicherheitsempfinden beeinflusst.

Sicherheitsbehörden stehen vor der Aufgabe, nicht nur Straftaten zu verfolgen und Prävention zu betreiben, sondern auch das Vertrauen in staatliche Institutionen zu festigen. Neben repressiven Maßnahmen gewinnen kommunikative und präventive Ansätze an Bedeutung. Ein offener Dialog mit der Gesellschaft ist essenziell, um Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Letztlich bleibt zu klären, ob sich die öffentliche Wahrnehmung zunehmend von der tatsächlichen Sicherheitslage entfernt oder dieser im Großen und Ganzen entspricht. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Frage kann helfen, Verunsicherungen besser zu verstehen und Strategien zu entwickeln, um Fakten und Empfinden in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

Die Podiumsdiskussion verspricht einen spannenden Abend. Die Veranstaltung findet statt am 

26.03.2025 um 18:30 Uhr im Maritim Hotel Bellevue, Bismarckallee 2, 24105 Kiel.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung bei:

AzetPR
Andrea Zaszczynski
Telefon: 040/41 32 70-0, Fax: 040/41 32 70-70
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