KulturVeranstaltungen

Possehl-Musikpreiskonzert präsentiert drei preisgekrönte Musikerinnen

Wenn am Samstag, 10. Januar um 18 Uhr im Großen Saal der Musikhochschule Lübeck (MHL) das Possehl-Musikpreiskonzert stattfindet, rücken drei junge Musikerinnen ins Zentrum des Lübecker Musiklebens. Als Preisträgerinnen des 62. Possehl-Musikwettbewerbs präsentieren sie stilistisch weit gefächerte Programme – von klassischer Eleganz bis zu markanter Gegenwartsmusik.Im Mittelpunkt des Abends steht die Violinistin Hyunseo Cho, Gewinnerin des ersten Preises. Die 22-Jährige wird ihr „makelloses, berückend klares Violinspiel“ unter Beweis stellen, mit dem sie die Jury des Possehl-Wettbewerbs im November überzeugt hat. Mit Henryk Wieniawskis „Variationen über ein eigenes Thema“ op. 15 bringt sie ein virtuoses Glanzstück der romantischen Violinliteratur in den Großen Saal. Nach Grußworten vom Possehl-Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Sandberger und der Verleihung der Preise durch den Juryvorsitzenden Dr. Ole Krönert präsentiert Cho nach der Pause Mozarts Violinkonzert G-Dur KV 216, ein Werk von tänzerischer Leichtigkeit und kantabler Eleganz. Begleitet wird sie von Stefan Veskovic am Klavier. Die in Südkorea geborene Geigerin begann im Alter von drei Jahren mit dem Violinspiel, studierte früh an der Korea National University of Arts und absolviert derzeit ihr Masterstudium an der MHL in der Klasse von Prof. Heime Müller. Sie ist bereits international auf großen Bühnen aufgetreten – nun ist sie in Lübeck zu erleben.

Die Klarinettistin Anaëlle M’Barek, zweite Preisträgerin aus der Klasse von Prof. Jens Thoben stellt sich mit Claude Debussys „Première rhapsodie“ vor. 1910 als Prüfungswerk für das Pariser Conservatoire entstanden, interpretiert sie damit gemeinsam mit Pianist Gunnar Mextorf ein Schlüsselwerk der Klarinettenliteratur. Ergänzt wird ihr Programm durch Leonard Bernsteins Sonate für Klarinette und Klavier  ̶  mit rhythmischer Prägnanz, jazznahen Elementen und hörbar amerikanischem Tonfall.

Zeitgenössische Akzente setzt die Schlagzeugerin und dritte Preisträgerin Paulina Andrzejak aus der Klasse von Prof. Johannes Fischer. Mit „Rebonds B“ von Iannis Xenakis steht ein Schlüsselwerk der modernen Schlagzeugliteratur auf dem Programm, geprägt von archaischer Energie und komplexen Rhythmen. „Toucher“ von Vinko Globokar ergänzt das Programm um ein eindrucksvolles Beispiel experimenteller Solokunst.

Der Possehl-Musikpreis wird seit 1963 an Studierende der MHL vergeben und ist fest im kulturellen Leben der Hansestadt verankert. Das Konzert vereint Werke vom frühen Klassizismus bis zur avancierten Gegenwartsmusik und spiegelt damit die stilistische Bandbreite und künstlerische Reife der jungen Musikerinnen wider. Es findet am Samstag, 10. Januar um 18 Uhr im Großen Saal der MHL statt (Eingang: An der Obertrave, 23552 Lübeck). Karten gibt es für 6 Euro an der Abendkasse (keine Ermäßigung).

Fotos: MHL