Rixa Kleinschmit und Volker Nielsen: Wasserund Bodenverbände sichern Leben, Hab und Gut
Anlässlich eines Besuchs des Facharbeitskreises „Agrar und Umwelt“ der CDULandtagsfraktion
beim Landesverband der Wasser- und Bodenverbände Schleswig-
Holsteins erklären Rixa Kleinschmit und Volker Nielsen:
„Die Hauptaufgabe der Entwässerungsverbände im Land ist der Schutz der Städte
und des ländlichen Raums vor Hochwasser. Die Sielverbände vor Ort, die regionalen
Hauptverbände und der Landesverband nehmen die Aufgabe der Wasserwirtschaft
als gesetzliche öffentliche Aufgabe gemäß dem Wasserverbandsgesetz wahr.
Grundlage sind das Bundeswasserhaushaltsgesetz und das Landeswassergesetz.
Der Schutz von Leben, Hab und Gut ist gesetzlich verankert.
Mit jahrhundertealter Tradition stehen Menschen selbst für diese Aufgabe ein: Allein
in Schleswig-Holstein sind rund 2.500 Menschen ehrenamtlich in den Verbänden vor
Ort aktiv. Das ist ein Beleg für großes Verantwortungsbewusstsein. Dadurch ist eine
stetige Bürgernähe in der Wasserwirtschaft gewährleistet.
Im Wesentlichen finanzieren sich die Sielverbände aus den Beiträgen von
Landeigentümern und Kommunen, die für die Entwässerung der versiegelten Flächen
der Gemeinden und Städte einstehen. Das Land leistet jährlich einen Zuschuss an
den Landesverband, um insbesondere die großen Wassermengen aus Städten und
Gewerbegebieten aus dem allgemeinen Steueraufkommen solidarisch mit
abzudecken.
Eine geordnete Wasserabführung nach Niederschlägen und hohen
Grundwasserständen ist erforderlich, um Gebäude, Straßen, Schienen, Sportplätze
und sonstige Infrastruktur vor Überflutung zu schützen. Dazu werden umfassende
Grabensysteme, Schöpfwerke, Sielbauwerke und vieles mehr unterhalten. Bei der
Gewässerunterhaltung wird auf schonende Arbeiten geachtet, um auch dem
Artenschutz im Bereich von Tieren und Pflanzen gerecht zu werden.“
Die Erfüllung der gesetzlichen Aufgabe zum Schutz von Menschen sowie von Hab
und Gut stünde im Vordergrund. Aus Sicht von Rixa Kleinschmit zähle dazu in der
Praxis die ständige Abwägung, wie man einerseits den öffentlichen Auftrag der
Entwässerung erfüllt, andererseits aber auch Belange des Naturschutzes und der
Kosteneffizienz berücksichtigt.
Volker Nielsen betont den hohen Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements inden Verbänden vor Ort und kann aus eigener Erfahrung als langjähriger
Bürgermeister auf das gute Miteinander zwischen dem Ehrenamt – also den Bürgern,
die vor Ort Verantwortung übernehmen – und den hauptamtlich Beschäftigten bei den
Verbänden verweisen. Diese Zusammenarbeit sichere Verständnis einerseits für
behördliche Verpflichtungen, andererseits für spezielle örtliche Belange.
Die Wasser- und Bodenverbände würden ein hohes Ansehen und Respekt in
Schleswig-Holstein genießen. Sie seien traditionsreich aus den frühen
Deichbaumaßnahmen vor rund 1000 Jahren entstanden und stünden auch heute für
selbstbewusstes Handeln und Entscheiden im ganzen Land.
Für die CDU-Landtagsfraktion ist es selbstverständlich, im stetigen Austausch mit den
Wasser- und Bodenverbänden zu sein. Dabei geht es insbesondere darum, über den
Landesverband alle Probleme der Praxis zu diskutieren und gemeinsam an den
richtigen Lösungen zu arbeiten. „Respekt, Augenhöhe und Vertrauen sind die feste
Basis“, so Kleinschmit und Nielsen abschließend.
