Politik & Wirtschaft

Rollout der elektronischen Akte in Strafsachen erfolgreich abgeschlossen

Die elektronische Akte in Strafsachen ist nunmehr flächendeckend eingeführt – und
damit ein zentrales Digitalisierungsprojekt der schleswig-holsteinischen Justiz
erfolgreich abgeschlossen. Dazu erklärt die justizpolitische Sprecherin Marion
Schiefer:

„Der landesweite Rollout der elektronischen Akte war ein gewaltiger Kraftakt –
organisatorisch, technisch und vor allem für die Beschäftigten in Polizei und Justiz.
Dass dieses Projekt 2025 erfolgreich abgeschlossen werden konnte, ist ein starkes
Signal für die Leistungsfähigkeit unserer Strafjustiz und für die Verlässlichkeit des
Rechtsstaates in Schleswig-Holstein.“
Über mehrere Jahre hinweg sei die Justiz Schritt für Schritt auf digitale
Verfahrensabläufe umgestellt worden. Der nun erreichte Abschluss markiere nicht nur
das Ende eines langen Projekts, sondern einen echten Modernisierungsschub:
„Elektronische Akten beschleunigen Verfahren, verbessern die Zusammenarbeit mit
Polizei und Anwaltschaft und machen den Justizalltag insgesamt effizienter. Das
kommt am Ende allen zugute – den Beschäftigten ebenso wie den Bürgerinnen und
Bürgern.“
Besonders hervorzuheben sei, dass Schleswig-Holstein die gesetzlich vorgegebenen
Fristen nicht nur eingehalten, sondern bei der elektronischen Akte in Strafsachen
sogar deutlich unterschritten habe.
Zugleich betont die Schiefer die hohen Belastungen, die mit der Umstellung
verbunden waren: „Die Einführung der elektronischen Akte war kein Selbstläufer. Sie
verlangte den Beschäftigten in Gerichten, Staatsanwaltschaften und bei der Polizei
viel Geduld, Flexibilität und zusätzliche Arbeit ab. Dafür gebührt ihnen ausdrücklicher
Dank und Anerkennung.“

Entscheidend für den Erfolg sei zudem das enge Zusammenspiel von Justiz und
Polizei gewesen. Schiefer: „Digitale Verfahren brauchen Schnittstellen an Behördenoder
Ressortgrenzen. Dass der Datenaustausch heute reibungslos funktioniert, ist
Ergebnis intensiver gemeinsamer Arbeit – und eine wichtige Voraussetzung für eine
effektive Strafverfolgung.“
Klar ist für die CDU-Landtagsfraktion: Mit dem Abschluss des Rollouts ist die Arbeit
nicht beendet. „Jetzt kommt es darauf an, die Systeme stabil weiterzuentwickeln
sowie Anwenderinnen und Anwender dauerhaft zu unterstützen. Ein moderner
Rechtsstaat braucht eine moderne, funktionsfähige Justiz – die elektronische Akte ist
dafür ein zentraler Baustein“, so die Abgeordnete abschließend.