Politik & Wirtschaft

Soziale Leitplanken statt Dauererregung – CDA Schleswig-Holstein mahnt zu Klarheit

Kiel – Die aktuelle sozialpolitische Debatte innerhalb der Union ist geprägt von einer auffälligen Häufung zugespitzter Einzelvorschläge. Der Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Schleswig-Holstein, Andreas Ellendt, warnt davor, politische Kommunikation nach dem Prinzip der sogenannten „Flood-the-Zone“-Methode zu betreiben: Viele provokante Forderungen gleichzeitig erzeugen Aufmerksamkeit, aber keine Orientierung.

Wenn Themen wie Bürgergeld, Arbeitszeit oder verpflichtende Tätigkeiten parallel emotionalisiert werden, entsteht kein Erkenntnisgewinn, sondern Verunsicherung. Die öffentliche Debatte wird lauter, aber nicht besser – und bei vielen Menschen entsteht der Eindruck, soziale Sicherheit stehe insgesamt zur Disposition.

Entscheidend ist nicht die nächste Zuspitzung, sondern das sozialpolitische Gesamtbild der Union.

Mit Blick auf aktuelle Debatten – etwa in Sachsen-Anhalt oder aus der CSU – gilt: Integration, Leistungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe sind legitime Ziele. Sie dürfen jedoch nicht durch Symbolpolitik oder kommunikative Überfrachtung beschädigt werden.

Die CDA Schleswig-Holstein steht für eine Union, die soziale Sicherheit ernst nimmt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützt und politische Führung nicht mit Dauerprovokation verwechselt. Christlich-demokratische Politik braucht klare Linien und soziale Leitplanken – keine permanente Erregung.