SPD Fraktion begrüßt Fortschritte beim Schlachthofgelände – Bauausschuss stimmt Konzept mit großer Mehrheit zu
- Februar 2026, Lübeck: Die SPD‑Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft begrüßt die deutlichen Fortschritte bei der Entwicklung des ehemaligen Schlachthofgeländes. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 16. Februar 2026 den Dringlichkeitsantrag zur Weiterentwicklung des Areals mit großer Mehrheit angenommen und damit den Weg für eine zeitgemäße und dringend benötigte Quartiersentwicklung freigemacht.
Mit dem Beschluss folgt der Ausschuss der Empfehlung, das am 03. November 2025 vorgestellte städtebauliche Konzept als verbindliche Grundlage für die weitere Planung festzulegen. Damit wird ein jahrelanger Stillstand beendet.
„Gegenüber den bisherigen Plänen ist die Verkaufsfläche erweitert, aber auch bei den Wohnungen hat sich der Investor bewegt. Neben der notwendigen Nahversorgung wird es zudem eine Kita geben. Natürlich hätten wir uns im Detail Änderungen gewünscht. Aber dieser Kompromiss ist ein guter Kompromiss“, erklärt Julian Lange, baupolitischer Sprecher der SPD‑Fraktion. „Das wichtigste Argument für das Konzept ist jedoch, dass es nach langem Stillstand endlich eine notwendige Investition in das Quartier und eine klare Aufwertung des gesamten Stadtteils gibt.“
Konkret sieht das Konzept einen Supermarkt mit einer rund 3.850 m² großen Verkaufsfläche und zusätzliche 250 m² für weitere Gewerbetreibende und Konzessionäre vor, etwa 320 Wohnungen, davon 30 % gefördert, sowie eine neue Kindertagesstätte zur Stärkung der sozialen Infrastruktur.
Die SPD‑Fraktion bewertet insbesondere die Kombination aus Wohnungsbau, Nahversorgung und sozialer Infrastruktur als wichtigen Schritt für ein lebendiges und zukunftsfähiges Quartier.
Mit dem Beschluss wird die Verwaltung beauftragt, die weiteren Planungsschritte zügig fortzuführen. Ein neuer städtebaulicher Wettbewerb wird nicht ausgerufen; auch Mehrfachbeauftragungen entfallen. Der Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung soll kurzfristig dem Bauausschuss vorgelegt werden.
„Wir schaffen hier Planungssicherheit und ermöglichen endlich die Entwicklung eines lange vernachlässigten Areals. Das ist ein gutes Signal für den Stadtteil und für Lübeck insgesamt“, so Jörg Haltermann, Mitglied der Bürgerschaft. „Natürlich müssen wir die verkehrliche Anbindung im Blick behalten. Aber das ist dann die Aufgabe der Bauplanung, die wir als Politik weiter begleiten. Wichtig ist, dass wir jetzt dieses positive Signal in die Stadt senden, dass sich am alten Schlachthofgelände nun etwas tut.“
