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SPD-Fraktion: Kreuzungslösung für den Mühlentorplatz ist unter den aktuellen Bedingungen die beste Option

  1. März 2026, Lübeck: Nach langen Beratungen in den Gremien und intensiven Diskussionen in der Fraktion ist die SPD‑Bürgerschaftsfraktion zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Kreuzungsknoten mit Lichtsignalanlage am Mühlentorplatz unter den heutigen Rahmenbedingungen die beste Lösung darstellt. „Wir haben uns – nachdem mehrere zusätzliche Kreisverkehrsvarianten geprüft worden sind – für die Errichtung eines Kreuzungsknotens mit Lichtsignalanlage entschieden. Keine Kreisverkehrslösung, selbst nicht mit ergänzender Ampelsteuerung, konnte unseren Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität gerecht werden“, erklärt Kristin Blankenburg, verkehrspolitische Sprecherin der SPD‑Fraktion.

Kreisverkehre haben städtebauliche Qualität – aber aktuell nicht die nötige Leistungsfähigkeit

Die SPD betont, dass Kreisverkehre an den Altstadtzufahrten grundsätzlich eine besondere städtebauliche Bedeutung haben. Sie bündeln Verkehre, entschleunigen, und sind ein guter Übergang in die historische Altstadt. Auch am Mühlentorplatz waren sie über Jahrzehnte leistungsfähige und identitätsstiftende Verkehrsknoten. Doch die heutigen Anforderungen an eine gleichberechtigte Teilhabe aller Verkehrsteilnehmenden – zu Fuß, mit dem Rad, im Auto und im ÖPNV – lassen unter den aktuellen Verkehrsbelastungen keine funktionierende Kreisverkehrslösung mehr zu. „Unter diesen Bedingungen blieb die Kreuzung die einzige sinnvolle Lösung“, so Blankenburg.

Die Verwaltung hat im Planungsprozess zahlreiche Varianten entwickelt und geprüft, darunter auch mehrere Kreisverkehrsmodelle, die aus städtebaulichen Gründen zunächst favorisiert wurden. Dabei wurden Sicherheit, Leistungsfähigkeit, Stadtbildpflege und Denkmalpflege eng einbezogen. Besonders wichtig war der SPD, dass die Lösung kurze Wege für Zufußgehende und sichere Aufstellflächen für den Radverkehr ermöglicht. Die nun vorgeschlagene Variante erfüllt diese Anforderungen am besten und kann gleichzeitig die hohe Verkehrsbelastung zuverlässig aufnehmen.

 

Für die SPD ist klar, dass diese Entscheidung keine Absage an den Kreisverkehr als städtebauliches Element bedeutet. Sollte sich die Verkehrsbelastung durch eine Stärkung von ÖPNV und Radverkehr künftig deutlich reduzieren, kann ein Kreisverkehr seine stadtbildprägende Qualität wieder voll entfalten und den Raum ästhetisch aufwerten.

„Wir entscheiden heute für die Realität – und behalten die Zukunft im Blick. Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, öffnen sich neue Möglichkeiten. Bis dahin setzen wir auf die Lösung, die allen Verkehrsteilnehmenden am meisten Sicherheit und Verlässlichkeit bietet“, sagt Blankenburg abschließend.