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Anpfiff zur Fußball-Weltmeisterschaft der Roboter

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Die MV CoolRUNners der Universität Rostock kämpfen für Mecklenburg-Vorpommern beim RoboCup in Bremen als eine von drei deutschen Mannschaften um den Titel
Während ganz Deutschland der Elf von Jürgen Klinsmann die Daumen drückt, kämpfen in Bremen Fußball-Teams der etwas anderen Art um den Weltmeisterschaftstitel. Nicht Fußballer aus Fleisch und Blut, sondern mobile Roboter stehen bei der RoboCup-Weltmeisterschaft vom 14. bis 18. Juni 2006 in der Messe Bremen auf dem Spielfeld. soll.Zu dem sportlichen Großereignis, das in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgetragen wird und erstmals in Deutschland stattfindet, werden rund 2.500 Teilnehmer, Informatiker, Ingenieure und junge Menschen aus aller Welt erwartet. Insgesamt 350 Teams aus 40 Ländern nehmen an der Roboter-WM teil. Mit von der Partie sind auch fünf Roboter, die von den CoolRUNners vom Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik der Universität Rostock entwickelt wurden. Das CoolRUNners-Team, das sich aus Mitarbeitern, Studierenden und Schülern zusammensetzt, wird vom Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. „Mecklenburg-Vorpommern ist für viele in erster Linie ein idealer Wohlfühlort, an dem man bestens entspannen und seinen Urlaub verbringen kann. Die meisten vergessen dabei, dass Mecklenburg-Vorpommern auch ein starker Forschungs- und Wissenschaftsstandort ist. Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft macht die Innovationsstärke des Landes aus und ist ein Grund dafür, dass sich in den vergangenen Jahren viele junge Unternehmen hier angesiedelt haben, beispielsweise aus den Bereichen Life Sciences, Biotechnologie und Medizintechnik“, sagt Bernhard Gläss, Leiter der Projektgruppe Landesmarketing.

Fußball-Roboter im Dienste der Forschung
Die RoboCup-WM, die von der Messe Bremen und dem Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen veranstaltet wird, ist eine internationale Initiative, die Forschung in den Bereichen „Künstliche Intelligenz“ und „Autonome mobile Roboter“ fördert. Das Spielfeld fungiert quasi als Testumgebung, um die aktuelle Leistungsfähigkeit autonomer, mobiler Roboter zu demonstrieren und die Neuentwicklungen in Hard- und Software zu vergleichen. Die Erkenntnisse sollen helfen, das Leben der Menschen durch den Einsatz von Service-Robotern zu erleichtern – nicht nur in der Industrie, sondern auch bei alltäglichen Tätigkeiten wie Rasenmähen, Staubsaugen oder Gebäudereinigen. Langfristiges Ziel des RoboCups ist es, bis 2050 ein Team aus völlig autonomen humanoiden Robotern zusammenzustellen, das dann gegen ein menschliches Weltmeister-Team antreten