Politik & Wirtschaft

Travemünde braucht mehr Betten

SchindlerSven
Der baupolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Sven Schindler erklärt:

„Der Tourismus in Travemünde krankt seit langem an der im Vergleich zu den benachbarten Bädern viel zu geringen Bettenzahl und einem qualitativ oft nicht mehr den gestiegenen Bedürfnissen der Gäste entsprechendem Angebot.

Travemünde braucht daher nicht nur eine Quantitäts-, sondern auch eine Qualitätsoffensive. Von dieser Überzeugung lässt sich die SPD in der Bürgerschaft seit langem leiten. Diese Erkenntnis war ein Grund für unsere Forderung, Verhandlungen über eine mögliche Veräußerung des Grünstrandes für eine attraktive touristische Nutzung aufzunehmen.Das sich abzeichnende Ende der kurzsichtigen Blockadepolitik der örtlichen Platzhirsche in Travemünder Hotellerie und Travemünder CDU ist ein Hoffnungsschimmer. Die überall spürbare neue Dynamik darf jetzt nicht versanden! Die Erfahrungen anderenorts zeigen: mehr Betten und mehr Touristen führen zu einer eigendynamischen Entwicklung der gesamten touristischen Infrastruktur am Ort, und damit zu mehr Vielfalt und höheren Umsätzen für alle.

Nach Auffassung der SPD- Fraktion wäre es völlig falsch, die in Rede stehenden Hotel Standorte im Paket anzubieten und nur einem Entwickler oder Investor an die Hand zu geben. Eine separate Vermarktung halten wir mit Blick auf einen Wettbewerb der Ideen für zukunftsträchtiger.

Die SPD hält darüber hinaus eine frühzeitige Festlegung auf die bisher diskutierten möglichen Standorte für unvernünftig. Sie verengt ohne Not die überfällige Diskussion über Entwicklungschancen und neue konzeptionelle Überlegungen für Travemünde als Fremdenverkehrsort. Weitere mögliche Flächen sollten daher nach Auffassung der SPD auf ihre Eignung für eine mögliche touristische Nutzung abgeklopft werden.

Eine touristische Ausrichtung auf bestimmte Feriengast-Gruppen (Familien, Senioren, Besserverdienende etc.) wäre zudem der falsche Weg. Travemünde muss mit einer breiten Angebotsvielfalt für alle Gäste gleichermaßen das Ostseebad der Zukunft werden.SPD