358.000 Euro aus Brüssel für die neue Museumsmeile in Kiel
KIEL. Schleswig-Holsteins Museumslandschaft soll um eine Attraktion reicher werden: Acht Kieler Museen und Sammlungen haben im Februar 2010 eine Kooperations-vereinbarung unter der Überschrift „Museen am Meer“ unterzeichnet. Heute (17. März) überreichte Susanne Bieler-Seelhoff, Abteilungsleiterin im Kulturministerium Schleswig-Holstein, einen Förderbescheid über 357.979 Euro aus EU-Mitteln zur Unterstützung des Projektes. „Die acht Kieler Museen und Sammlungen, die sich rund um den Schlossgarten und nahe der Kieler Förde gruppieren, zeichnen sich nicht nur durch ihre besondere Lage am Meer aus, sondern auch durch ihre Sammlungsvielfalt und ihr einzigartiges Profil“, begründete Bieler-Seelhoff. Die EU-Mittel sollen dabei helfen, die Wirtschaftlichkeit der Museen zu stärken.
Frank Eisoldt, Kanzler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hob hervor: “Das Konzept von ’Museen am Meer’ lebt von der engen Vernetzung der Museen der Christian-Albrechts-Universität, der Landeshauptstadt Kiel und des IFM-GEOMAR. Eine gemeinsame Marketingstrategie so vieler thematisch unterschiedlicher Museen verschiedener Trägerschaften ist in Schleswig-Holstein ein Novum. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, das Angebot der Museen besser zu vermarkten und den Tourismus in Kiel zu stärken. Die CAU hat gerne die Projektträgerschaft übernommen. Es ist unser Anliegen mit Projekten wie Museen am Meer die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Universität zu stärken.“
Folgende Einrichtungen sind an dem Netzwerk KulturWirtschaft „Museen am Meer“ beteiligt:
In der Trägerschaft der Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU)
* die Kunsthalle,
* die Antikensammlung,
* das Zoologische Museum
* sowie die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung;
in der Trägerschaft der Stadt Kiel
* das Schifffahrtsmuseum,
* das Stadtmuseum Warleberger Hof
* und die Stadtgalerie
sowie in der Trägerschaft des Leibniz-Instituts für Meereskunde IFM GEOMAR
* das Aquarium.
Mit der neuen Form der Zusammenarbeit wollen die drei Träger nicht nur Ressourcen bündeln und die gemeinsamen Handlungsfelder von Wissenschaft und Kultur besser miteinander vernetzen. Eine gemeinsam gestaltete und beworbene Museumsmeile an der Kieler Förde soll auch mehr Besucherinnen und Besucher in die attraktiven Ausstellungen der unterschiedlichen Museen und Sammlungen locken. Insgesamt 715.958 Euro sollen in den kommenden Jahren bis 2013 in das Projekt investiert werden. Die Hälfte der Summe kommt jetzt aus Mitteln des Förderkorridors Netzwerke Kultur und Wirtschaft, Teil des schleswig-holsteinischen „Zukunftsprogramms Wirtschaft“, das aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gespeist wird. Die verbleibenden 50 Prozent der Gesamtkosten bringen die drei Museumsträger auf.
