Wo bleibt Ihr Konzept für den Flughafen, Herr Saxe?
Der Kandidat von Bündnis 90 / Die Grünen für das Amt des Bürgermeisters der Hansestadt Lübeck kritisiert Bürgermeister Bernd Saxe, weil aktuell weitere Millioneninvestitionen am Flughafen Lübeck vorgenommen werden, aber ein Konzept für den Flughafen nicht vorliegt.
Thorsten Fürter erklärt:
“Wenn der Aufsichtsrat des Flughafens am Donnerstag die aktuellen verheerenden Wirtschaftsdaten diskutiert, erwarte ich von Bürgermeister Bernd Saxe, dass er dort endlich Farbe bekennt. Er muss seine Pläne, wie er weiteren Schaden von der Stadtkasse abwenden will, zur Diskussion der Aufsichtsräte stellen.
Das aktuelle Konzept für den Flughafen ist Saxes Take-Off-Konzept aus dem Dezember 2009. Mit diesem Konzept hat Bürgermeister Saxe eine grandiose Bruchlandung hingelegt. Dafür spricht nicht nur das prognostizierte Defizit von 6,5 Millionen für Stadt im Jahr 2011.
Im Take-Off-Konzept hatte Saxe sich folgende Zahlen zusammengereimt: Im Jahr 2011 sollten über 1,3 Millionen Passagiere ab Blankensee fliegen. In Wahrheit wird jetzt nicht einmal ein Viertel dieser Passagiere erreicht. Im Jahr 2012 sollte diese Zahl laut Konzept auf über 1,7 Millionen gesteigert werden. Nach Plan im Take-Off-Konzept war trotzdem noch zu einem Defizit von knapp einer Million für die Stadtkasse vorgesehen. Gar nicht auszudenken, zu was für einem Defizit die aktuelle Entwicklung tatsächlich führen wird. Ein Defizit, das am Ende die Lübeckerinnen und Lübecker zu tragen haben.
Mein Eindruck ist, dass Bürgermeister Saxe sich jetzt bis zur Wahl im November beim Thema Flughafen durchwurschteln will und eine ehrliche Debatte über die Zukunft des Flughafens verweigert. Das werden wir nicht durchgehen lassen. Inzwischen hagelt es in allen Medien Berichte, dass die Billigflugkonzepte an Regionalflughäfen nicht aufgehen. Provinzfürsten ohne Gespür für wirtschaftliche Zusammenhänge sind europaweit die Opfer einer geschickten Gechäftsstrategie von Low-Cost-Carriern. Dass Bürgermeister Saxe das nicht zur Kenntnis nehmen will, grenzt an Realitätsverweigerung. Er ist jetzt gefordert, Schaden von der Stadt abzuwenden.
