Politik & Wirtschaft

Mittelstandbeauftragter Arp: Mit familienfreundlicher Personalpolitik Fachkräfte für die Zukunft sichern und damit konkurrenzfähig bleiben

Schleswig-Holsteins Mittelstandsbeauftragter Hans-Jörn Arp hat an die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land appelliert, auf eine familienbewusste Personalpolitik zu setzen.

„“Nur wem es gelingt, durch gute Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie qualifiziertes Personal an sich zu binden, wird auch morgen und übermorgen noch über Fachkräfte verfügen und konkurrenzfähig sein““, sagte Arp anlässlich der Veranstaltung „Moderne Zeiten – Arbeiten frei von Raum und Zeit!“ bei der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK Lübeck).

Als gelungenes Praxisbeispiel familienfreundlicher Personalpolitik bezeichnete Arp unter anderem die Strategie der Volksbank Lübeck eG, die verschiedene Arbeitsmodelle mit flexibler Zeit- und Ortsgestaltung eingeführt habe. Der entscheidende Faktor sei das Erreichen gesteckter Ziele – nicht die Anwesenheitszeit. „“Effizienz geht vor Präsenz““, so Arp. Auch die Basler AG in Ahrensburg, die eine produktivitätssichernde Personaleinsatzplanung eingeführt hat und selbst in der Führungsebene mit Tele- und Teilzeitarbeit operiert, bezeichnete der Mittelstandsbeauftragte als wegweisend. Als weiteres Beispiel nannte Arp die Party Rent Hamburg Bernard & Roes GmbH in Reinbek, die unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle wie etwa Teilzeit für Eltern, Jahresarbeitszeitkonten und Urlaubstageübertragung ins Folgejahr (Work-Life-Balance-Maßnahmen) eingeführt habe, um so gleichermaßen den Kunden- und Mitarbeiterwünschen besser gerecht zu werden.

„“Gestalten Sie die Zukunft der Arbeitswelt mit uns gemeinsam. Die Unternehmen profitieren von höherer Motivation, Zufriedenheit, Effizienz und Produktivität ihrer Beschäftigten““, so Arp. Er erinnerte an das vom Wirtschaftsministerium geförderte Pilotprojekt „Beratungsstelle Wirtschaft und Familie“. Projektträger ist die IHK zu Lübeck, Kooperationspartner sind die Handwerkskammer Lübeck, die Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH, die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH (egoh) und die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH (WAS).