3 Jahre AKW-Stilllegung: BBU fordert weltweit vollständigen Atomausstieg
40 Jahre Tschernobyl / Weitere Proteste gegen Castor- und Urantransporte.
(Bonn, Berlin 15.04.2026) Drei Jahre nach der endgültigen Stilllegung der letzten drei Atomkraftwerke in der Bundesrepublik (15. April 2023) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie in der Bundesrepublik, und auch international, gefordert. Der BBU kritisiert, dass der Forschungsreaktor in Garching in Bayern noch immer nicht endgültig stillgelegt wurde, dass noch immer ohne Befristung Uran in den Uranfabriken in Gronau (NRW) und
Lingen (Niedersachsen) für den AKW-Einsatz im Ausland vorbereitet wird und dass auch noch immer in der Bundesrepublik Atomforschung betrieben wird (z. B. für neue Nuklear- Brennstoffe). Zudem kritisiert der BBU die Pläne zum Bau neuer AKW z. B. in den Niederlanden, obwohl es weltweit kein Endlager für die bisher produzierten Atommüllberge gibt.
„Es war 2023 ein großes Ereignis, dass endlich die letzten Atomkraftwerke in
Niedersachsen, Baden-Württemberg und in Bayern endgültig vom Netz genommen wurden. Aber das genügt nicht. Auch die Atomanlagen in Gronau, Lingen und Garching müssen gestoppt werden. Und natürlich wird sich die Anti-Atomkraft-Bewegung weiterhin für einen umfassenden internationalen Atomausstieg einsetzen. Und der Uranabbau in afrikanischen und anderen Ländern muss beendet werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.
Weitere Proteste 40 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe
Schon jetzt weist der BBU darauf hin, dass an früheren und aktuellen Atomstandorten, sowie in weiteren Städten, rund um den 40. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl (26. April) Aktionen gegen jegliche Nutzung der Atomenergie stattfinden werden. Eine (unvollständige) Übersicht der Aktionsorte findet man unter https://www.bbuonline.de/Termine/termine.htm
Aktuell unterstützt der BBU auch wieder die angekündigten Proteste gegen den 2. Castor- Atommülltransport von Jülich nach Ahaus, der möglicherweise am Dienstag, 21. April abends starten soll. Einen aktuellen Protestticker findet man unter https://castorstoppen.de/ticker
Der BBU lehnt auch die häufigen Urantransporte von und zu den Uranfabriken in Gronau und Lingen ab. Diese Anlagen und Transporte sind auch Thema einer Informationsveranstaltung in Ochtrup (Kreis Steinfurt), an der BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz am Donnerstag (16. April 2026) als Referent teilnehmen wird. (Haus Schwartbeck, Weinerstraße 38, Ochtrup).
Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements gegen Atomanlagen, Atomtransporte und weitere Umweltgefahren bittet der BBU um Spenden. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33. Stichwort: 40 Jahre Tschernobyl.
Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.
Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032.
Die Facebook-Adresse lautet
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Foto: BBU









