Start der Badesaison
Badegewässerqualität in SH derzeit sehr gut, unbeschwertes Baden möglich – Erinnerung an Schutz vor natürlichen Risiken.
KIEL. Am 01. Juni beginnt an den meisten Badestellen in Schleswig-Holstein offiziell die Badesaison. Die Badegewässerqualität in Schleswig-Holstein ist nach den bisher vorliegenden Beprobungen sehr gut: Mit heutigem Stand (29.5., 10 Uhr) hatten die Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte bereits mehr als 300 Proben an den 330 Badegewässern im Land genommen und die Ergebnisse gemeldet. Derzeit ist an allen beprobten Badestellen in Schleswig-Holstein unbeschwertes Baden möglich. Beprobt wurden Badestellen an Nord- und Ostsee, in Fließgewässern und an Seen.
Auch die statistische Auswertung der Ergebnisse der vergangenen Saison 2025 bestätigt die insgesamt sehr gute Wasserqualität im „echten Norden“. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betont: „Die natürlichen Badegewässer an Nord- und Ostsee sowie im Binnenland gehören zu den absoluten Schätzen Schleswig-Holsteins. Nach der Landesauswertung der Daten aus der vorigen Saison 2025 erhielten 2025 mehr als 90 Prozent aller Badegewässer in Schleswig-Holstein die Bestnote „ausgezeichnet“ und mehr als 7 Prozent ein „gut“.“, so die Ministerin. Hinzu kommen 0,6 Prozent der Badegewässer, die ein „ausreichend“ erhielten sowie 1,8 Prozent, die keine Einstufung erhielten, beispielsweise aufgrund von hochwasserbedingten Schließungen. Kein Badegewässer erhielt in der Saison 2025 die Note „mangelhaft“.
Basis für die Einstufungen sind Gewässerproben, die die Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte regelmäßig vor Ort entnehmen. Sie sind für die Überwachung der Badegewässerqualität und für mögliche Maßnahmen vor Ort verantwortlich, die in Abstimmung mit den Gemeinden und weiteren Beteiligten getroffen werden können. Neben der Entnahme und Analyse von Wasserproben finden dazu Ortsbesichtigungen statt, bei denen unter anderem die Sichttiefe bestimmt sowie auf mögliche Verschmutzungen und Algenentwicklungen geachtet wird.
Über Ergebnisse informieren die lokalen Überwachungsbehörden Badegäste in der Regel durch Hinweise vor Ort. Örtliche Aushänge sind meist auch mit QR-Codes versehen, über welche die Informationen der Internetseite des Landes www.schleswig-holstein.de/badegewaesser mit mobilen Endgeräten abrufbar sind. Dort werden auch die Ergebnisse der Messungen der Saison bis zum Ende der Badesaison (15.9.) fortlaufend aktualisiert.
Mögliche einzelne Grenzwertüberschreitungen oder Badeverbote werden in der Regel innerhalb von wenigen Stunden unter der Rubrik „Aktuelles“ veröffentlicht. Es finden sich auf der Seite auch Hinweise zu geschlossene Badestellen, z.B. aufgrund von Sandvorspülungen oder Baumaßnahmen oder zu möglichen Beeinträchtigungen, falls vorhanden (zum Beispiel Algenblüte).
Hintergründe zu Badegewässern sind unter schleswig-holstein.de – Badegewässerqualität – Allgemeine Informationen abrufbar. Auf den nordfriesischen Inseln und auf der Hamburger Hallig beginnt die Badesaison offiziell am 15. Juni, am Badegewässer Schlosswiese am Ratzeburger See am 01. Juli. Der ausführliche EU-Badegewässer-Bericht mit Einstufungen aller der EU gemeldeten Badegewässer wird voraussichtlich im Juni durch die EU veröffentlicht werden.
Ministerin von der Decken erinnert zudem: „Alle Badenden können durch umsichtiges Verhalten dazu beitragen, mit einem erfrischenden Bad zur eigenen Gesundheit beizutragen und sich dabei vor natürlichen Risiken zu schützen. Dazu gehören in den Sommermonaten der Schutz vor Hitze bei hoher Sonnenintensität oder vor natürlicherweise in den Gewässern vorkommenden Organismen.“
Badegewässer sind freie Gewässer, die vielen Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen als Lebensraum dienen. Einige davon können natürliche Risiken für die Badenden darstellen, zum Beispiel Zerkarien in Binnengewässern, Algenblüten oder Feuerquallen in Küstengewässern. Eine zunehmende Erwärmung der Küstengewässer kann auch das Vorkommen von Bakterien begünstigen. So finden Vibrionen, die oberhalb von etwa 20 Grad Celsius vermehrt auftreten können, insbesondere in der Ostsee geeignete Lebensbedingungen.
Das bestätigten auch erneute Probeentnahmen eines Mess-Projektes im Sommer 2025 an der Ostsee, bei dem insgesamt leicht höhere Vibrionenkonzentrationen als 2014 gemessen wurden. Für Badende gelten grundsätzlich und unabhängig von der Vibrionen-Konzentration folgende Empfehlung zur Minimierung von gesundheitlichen Risiken: Zum eigenen Schutz wird grundsätzlich empfohlen, bei einer Erkrankung oder Verletzung (offene Wunden) den Kontakt mit Wasser zu meiden und nicht baden zu gehen. Besonders ältere Menschen mit einer schwachen Immunabwehr oder Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen in ihrer Immunabwehr geschwächt sind, können gefährdet sein (z.B. durch Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, HIV, Alkoholabhängigkeit). Denn in sehr seltenen Fällen kann ein Kontakt mit Wasser zu einer lebensgefährlichen Erkrankung führen, die unverzüglich ärztlich behandelt werden sollte. Weitere Informationen sowie Fragen und Antworten finden Sie unter schleswig-holstein.de – Badegewässerqualität – Lebensraum Badegewässer
Abschließend wird darauf hingewiesen, dass jede badende Person viel zur eigenen Sicherheit beitragen kann, indem bekannte Baderegeln eingehalten werden: Nicht überhitzt oder mit vollem Bauch ins kalte Wasser gehen oder nicht in unbekannte Gewässer springen. Zudem sollten die Warnungen der Badeaufsicht zum Beispiel vor Strömungen oder starker Brandung beachtet werden sowie insbesondere Kinder im Blick behalten werden. Umfassende Informationen zum Thema Hitzeschutz finden Sie unter schleswig-holstein.de – Umweltbezogener Gesundheitsschutz – Hitzeschutz in Schleswig-Holstein. Dort sind Handlungsempfehlungen bei Hitzeereignissen und weitere Informationen abrufbar.
Bild: Gemini KI

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