Praxistag Ostseeschutz: Neue Maßnahmenkataloge unterstützen Landwirtinnen und Landwirte beim Gewässerschutz
Symbolbild (Banana2 KI generiert (c) TBF) · KIEL. Wie kann Ostseeschutz in der landwirtschaftlichen Praxis gelingen? Antworten auf diese Frage standen im Mittelpunkt des heutigen Praxistags Ostseeschutz. Die Veranstaltung brachte Landwirtinnen und Landwirte, Beratung und Wissenschaft zusammen, um praxistaugliche Verfahren kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und Lösungen direkt auf dem Feld zu diskutieren. Passend dazu veröffentlicht das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) in Zusammenarbeit mit den fünf Ostseebeiräten die regionalen Maßnahmenkataloge und stellt diese ab sofort auf seiner Internetseite zur Verfügung.
„Praxistage bringen Wissenschaft und Praxis zusammen und zeigen, wie Innovationen direkt auf den Betrieben umgesetzt werden können. Genau diesen Ansatz verfolgen wir auch mit den Ostseebeiräten und den jetzt veröffentlichten Maßnahmenkatalogen – aus der Praxis für die Praxis“, sagte Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg.
Die Veröffentlichung der Maßnahmenkataloge ist ein weiterer Meilenstein der Ende 2024 geschlossenen Zielvereinbarung Landwirtschaft im Rahmen des Aktionsplans Ostseeschutz. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung wurden fünf regionale Ostseebeiräte eingerichtet, die regionsspezifische Maßnahmenkataloge erarbeitet haben.
Diese bieten Landwirtinnen und Landwirten sowie weiteren Akteuren erstmals einen gebündelten Überblick über freiwillige Maßnahmen und Beratungsangebote – etwa zu Zwischenfruchtanbau, teilflächenspezifischer Düngung, Uferrandstreifen oder weiteren regional geeigneten Verfahren zur Verringerung von Nährstoffeinträgen in die Ostsee.
Damit schaffen sie eine praxisnahe Orientierung für die Umsetzung wirksamer Gewässerschutzmaßnahmen unter den jeweiligen regionalen Bedingungen. Begleitend setzt das MLLEV den Wissenstransfer mit weiteren Praxistagen, Informationsveranstaltungen sowie Modell- und Demonstrationsvorhaben fort. Parallel werden die Maßnahmen wissenschaftlich begleitet und ihre Wirkung kontinuierlich überprüft.
Für eine erfolgreiche Evaluation des Prozesses wurde auch das elektronische Nährstoffmeldungs- und Dokumentationssystem ENDO-SH weiterentwickelt. Ab heute können Betriebe in den Ostseebeiratsregionen dort freiwillig zusätzliche gewässerschonende Bewirtschaftungsmaßnahmen erfassen. Die Erweiterung wurde gemeinsam mit den Ostseebeiräten entwickelt.
„Viele Betriebe leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Gewässer- und Ostseeschutz und setzen innovative Verfahren ein, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Ziel ist es, diese freiwilligen Leistungen sichtbar zu machen – auch mit Blick auf die Weiterentwicklung des Düngerechts und für mehr Verursachergerechtigkeit in der Landwirtschaft. Genau dafür ist die Weiterentwicklung von ENDO-SH ein wichtiger Baustein“, so Schmachtenberg.
Die Maßnahmenkataloge zum Herunterladen sowie weitere Informationen zur Zielvereinbarung Landwirtschaft finden Sie hier: schleswig-holstein.de – Landwirtschaft in Schleswig-Holstein – Zielvereinbarung Landwirtschaft

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