Kino-Boykott gegen „WARUM ICH – Wolf D. Kroll“: Publikum macht Säle trotzdem voll
Bild: Gemini KI generiert_(c) TBF · Frankfurt (Oder) / Potsdam, August 2026
Ausverkaufte Säle, tägliche Anfragen aus Deutschland und Europa – und trotzdem verweigern zahlreiche Kinos dem Film die Leinwand.
Das Publikum will ihn sehen. Viele Kinos wollen ihn nicht zeigen.
„WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ von Regisseur und Produzent Mario Nieswandt und Produzentin Melanie Madaus polarisiert – in Kommentarspalten, auf Social Media und bei Kinobetreibern. Doch eines ist unübersehbar: Das Interesse ist riesig.
Täglich erreichen das Filmteam Nachrichten: Wo läuft der Film? Wann gibt es eine Vorstellung? Wann kommt er in unsere Stadt?
Doch hinter dieser Nachfrage steckt mehr als bloßes Interesse an einem Film.
In einer Zeit, in der Europa von geopolitischen Spannungen geprägt ist, in der Deutschland laut Regierungsvertretern „kriegstüchtig“ werden soll und Medien täglich über Aufrüstung, militärische Stärke und die „stärkste Armee Europas“ sprechen, suchen viele Menschen nach einer Perspektive, die nicht im Modus der Eskalation verharrt.
Genau diese Menschen melden sich – nicht nur aus Deutschland, sondern inzwischen auch aus Litauen, der Schweiz und Österreich. Sie schreiben, weil sie nach eigenen Angaben eine friedensorientierte Sicht auf Krieg und seine Folgen suchen. Eine Sicht, die im öffentlichen Diskurs kaum noch vorkommt, weil die Schlagzeilen von geopolitischer Härte, militärischer Logik und sicherheitspolitischer Rhetorik dominiert werden.
Warum verweigern Kinos einen Film, den das Publikum sehen will?Ein Kino darf einen Film ablehnen. Aber wenn zahlreiche Kinos einen gesellschaftskritischen Film nicht zeigen, obwohl das Publikum ihn sehen möchte, muss eine unbequeme Frage erlaubt sein:
Trauen sich manche Kinos nicht mehr, kontroverse Filme zu zeigen, weil sie wirtschaftlich oder strukturell von öffentlichen Förderungen abhängig sind?
Wir behaupten nicht, dass Förderstellen Kinos vorschreiben, was sie zeigen dürfen. Doch könnte es nicht sein, dass nicht durch direkten Druck, sondern durch Abhängigkeiten eine neue Form der Selbstzensur entsteht?
Gerade deshalb ist ein Fakt besonders relevant: Der Film „WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ ist ohne Sender, ohne Förderungen und ohne institutionelle Unterstützung entstanden. Ein vollständig unabhängiges Projekt – finanziert, produziert und realisiert außerhalb jener Strukturen, von denen viele Kinos abhängig sind.
Wenn Kinos gesellschaftskritische oder kontroverse Filme meiden, weil sie wirtschaftlich oder strukturell auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind, dann entscheidet nicht mehr die Freiheit der Kunst – sondern die Angst, institutionell anzuecken.
Zwischen Kino-Boykott und Publikumserfolg
Die Produzentin Melanie Madaus und Regisseur Mario Nieswandt erleben derzeit eine ungewöhnliche Situation: Während viele Kinos den Film boykottieren und sich gegen eine Aufnahme in ihr Programm entscheiden, sprechen die bisherigen Zuschauerzahlen eine ganz andere Sprache.
„WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ war bei seinen bisherigen Vorstellungen nahezu immer ausverkauft. Die Reaktionen des Publikums zeigen, dass großes Interesse an dem Film besteht und die Zuschauer die Möglichkeit nutzen, sich selbst ein Bild von dem Werk zu machen.
Auch in Bayern konnte der Film das Publikum überzeugen. Bei den Vorstellungen im CineRadoplex sowie im Kinocenter Ansbach stieß „WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ auf eine sehr gute Resonanz.
Für das Filmteam ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal: Wo der Film gezeigt wird, findet er sein Publikum.
Potsdam zeigt Haltung
Auch in Potsdam zunächst vom Programmkino Thalia abgelehnt, findet der Antikriegsfilm seinen Platz an einem Ort, wo Dialog und Diskussion noch möglich sind: im Kunsthaus Sans Titre und wird dort am 4. September 2026 gezeigt.
Für das Filmteam ist die Vorstellung im Kunsthaus Sans Titre daher mehr als nur ein weiterer Termin auf der Kino- und Filmtour. Sie ist zugleich ein Zeichen dafür, dass der Film trotz des bestehenden Kino-Boykotts seinen Weg zum Publikum findet.
Dritte Premiere mit Glitz & Glamour in Frankfurt (Oder)
Und Frankfurt (Oder) setzt dem Ganzen noch einen unerwarteten Akzent: eine dritte Premiere, die zeigt, dass ein Antikriegsfilm auch Glitz und Glamour tragen kann, ohne seine Botschaft zu verlieren. Wenn „WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ am 28. August im CineStar anläuft, wird der Abend zu einem filmischen Ereignis mit Pressewand, rotem Teppich, Blitzlicht, Publikumsgesprächen und einem Aufgebot von Cast und Crew.
Denn nicht nur in Potsdam, sondern auch in Frankfurt (Oder) werden Zeitzeuge Wolf Dietrich Kroll (99 Jahre), Schauspielerin Sandra Maria Fronterré, Produzentin Melanie Madaus sowie Regisseur und Produzent Mario Nieswandt persönlich vor Ort sein.
Für das Filmteam sind die Vorführtermine ein sichtbares Zeichen dafür, dass der erste Film für den Weltfrieden “WARUM ICH – Wolf D. Kroll” nicht nur Debatten auslöst, sondern auch Menschen zusammenbringt, die Kino als kulturelles Ereignis feiern.
Die nächsten Termine auf einen Blick:
August 2026
„WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ + Filmgespräch
29.08.2026
„WARUM ICH – Wolf D. Kroll“ + Filmgespräch
- September 2026
„WARUM ICH – Wolf D. Kroll“
